Nicole Berendsen wechselt von Tabaluga zu Mozart

Nicole Berendsen, Monarchin im Imkerstock des kleinen grünen Drachens, hat neue Herausforderungen gesucht – und gefunden. Die stimmgewaltige Bienenkönigin der Tabaluga & Lilli-Inszenierung in Oberhausen wechselt die Fronten. Am 30. Juni gibt die sympathische Niederländerin im TheatrO CentrO ihre letzte Vorstellung im gelb-schwarzen Ornat, um anschließend Nordkurs zu steuern.

Die Künstlerin mit der ausgeprägten sozialen Ader – wenn es ihre Zeit erlaubt, arbeitet diese außergewöhnliche Frau nebenbei und ehrenamtlich als Krankenpflegerin in einer Amsterdamer Klinik – trägt mit dazu bei, der neuen Hamburger “Mozart”-Show (Regie: Harry Kupfer) vokalen Glanz zu verleihen. In selbiger agiert der temperamentvolle Rotschopf als Cäcilia Weber (Erstbesetzung) und covert außerdem die Baronin von Waldstätten.

Zwischen ihrem Ausstand in der Drachenhöhle und dem Probenstart am 16. Juli an der Elbe bleiben der Berendsen gerade mal zwei Wochen Zeit, etwas durchzuatmen und es etwas langsamer angehen zu lassen. Andererseits: Eine Künstlerin ihres Formates hätte sich auf Dauer in Oberhausens neuer Mitte auch unterfordert fühlen müssen. In der Tabaluga-Show war ihr mit dem Bienen-Song ein einziger Bühnenauftritt zugeteilt (von der Präsenz beim obligartorischen Finale einmal abgesehen). Das kann einen Star mit einer solchen stimmlichen und mimischen Potenz auf Dauer einfach nicht ausfüllen.

Nicole Berendsen wirkte schon im Alter von 11 Jahren in holländischen Kinder-TV-Serien mit. Ihr Stern als Musical-Darstellerin begann zu leuchten, als sie mit 16 für die Joop van den Ende-Produktion “Tsjechov” engagiert wurde. Nebenbei besuchte die junge Dame Gesangskurse im Bereich Pop, Jazz, Klassik und Musical. Es folgten Engagements für verschiedene Tourneeproduktionen, u. a. als Solistin bei “Bernstein on Stage” als Mrs. Einsford-Hill in “My Fair Lady” und zuletzt als Jeany in “Hair” – The European Tour”.

Am kommenden Sonntag (27. Mai) trifft sich die Künstlerin in Oberhausen noch einmal mit ihrem Fan-Club, dessen Mitglieder zum großen Teil aus der dortigen Region stammen. Künftig werden ihre Anhänger wohl etwas weitere Wege in Kauf nehmen müssen. Neue im Norden dürften aber wohl hinzukommen.
Quelle: Jürgen Heimann

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