Fame: Nachwuchs-Künstler des Staatstheaters Wiesbaden in einer temporeichen Inszenierung

Der Weg zum Ruhm ist steil und dornenreich

“Fame” – die Musik stammt aus der Feder des Komponisten Steven Margoshes und beinhaltet zahlreiche Hits wie den Titelsong oder ”Out here on my own” – taucht inzwischen auch in Deutschland wieder verstärkt auf den Spielplänen auf, in diesem Herbst beispielsweise im Städtischen Theater von Chemnitz. Inzwischen hat sich auch das Hessische Staatstheater in Wiesbaden des Stoffs, aus dem die Träume vom Ruhm sind, angenommen. Regie führt Iris Limbarth.

Erzählt wird die Geschichte von Freud und Leid angehender Darsteller, Sänger und Tänzer. Die Zuschauer verfolgen die Entwicklung dieser jungen Menschen von der Aufnahmeprüfung bis hin zum begehrten Diplom der New Yorker PA (Highschool of Performing Arts). Dazwischen liegen Jahre harter Arbeit voller hochfliegender Träume, zerstörter Hoffnungen, Rückschlägen und großen Gefühlen.

Was die über 30, sich überwiegend noch in Ausabildung befindlichen Jung-Darsteller in der Hessischen Landeshauptstadt daraus gemacht haben, ist mehr als überzeugend. Die Besucher gewinnen Einblick in die Arbeits-, Leidens- und Gefühlswelt der Absolventen besagter Künstlerschmiede. Die Story wird temporeich und mit viel Humor erzählt, wobei die Reaktionen im Zuschauerraum zwischen atemloser Stille und begeisterten Szenenapplaus wechseln..

In der knapp dreistündigen Aufführung gibt es keine Längen oder Durchhänger. Das Publikum wird Zeuge, wie sich die Sänger, Tänzer und Schauspieler vor ihren Augen zu Stars und Sternchen entwickeln, aufglühen, aber manchmal auch verglühen.

Die Hauptrollen, so die des Nick (Tobias Bode), der Serena (Annika Kaupe), des Tyrone (Manolo Bertling) und natürlich die der Carmen (Sabine Ruflair). sind stimmig ausgearbeitet und mit Gespür besetzt. Vor allem Sabine Ruflair als Carmen sticht hervor; stimmlich wie auch tänzerisch bestens disponiert, verleiht sie ihrem Part das nötige Gewicht. Kompliment!

Aber auch bei allen weiteren Darstellern ist die Freude am Spiel, Gesang und Tanz offensichtlich. Hier werden die Rollen gelebt und nicht nur einfach (vor-)gespielt “Kleinproduktionen” dieser (semiprofessionellen) Art haben ein ganz besonderes Flair. Wie viel harte (Knochen-)Arbeit hinter einem solchen (gelungenen) Projekt steckt, wissen letztendlich nur die Beteiligten. Der Zuschauer genießt die Show, und die ist im Ergebnis gelungen: Unverbraucht frisch, voller Temperament und mit viel Schwung und Enthusiasmus serviert.

Das Stück wird die gesamte Spielzeit 2003/2004 gespielt, die nächsten Termine sind:

Samstag, der 18.10 um 19.30Uhr

und Sonntag, der 26.10 um 19.30Uhr

CHRISTINE KRENTSCHER

Quelle: Christine Krentscher

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