Cornelia Liebig aus Lüdenscheid löste den 10-millionsten Fahrschein für den Starlight Express

Am 10. Hochzeitstag hatte ihr Mann sie in die Show eingeladen

Zwar hat er dieses Datum auch in den zurückliegenden neun Jahren nie verschwitzt, aber an den diesjährigen Hochzeitstag werden er nebst Familie sich ihr Leben lang zurück erinnern. Er sollte zwar von Anfang an etwas ganz Besonderes werden, doch dass das Ganze solche Dimensionen annehmen würde, daran hatte man/frau wohl eher nicht gedacht. Liebigs, oder besser gesagt, Frau Liebig, ist seit dem Abend dieses 26. November Millionärin – Besuchermillionärin.

Man hänge an die Zahl der Ehejahre noch sechs Nullen an, und es stimmt. Zehn Millionen! Diese magische Fahrgastmarke hat der Starlight Express in Bochum jetzt erreicht. Und die 36-Jährige war diejenige welche. Sie avancierte für unvergessliche Augenblicke zur Hauptdarstellerin.

In den vergangenen Wochen hatte man im am Bochumer Stadionring gelegenen Bahnbetriebswerk des Rollschuh-ICE mit wachsender Spannung gezählt. Und dann zeichnete sich ab, dass der neue Rekord an diesem denkwürdigen 26. November anno 2003 eingefahren werden würde. Anhand der Ticketnummern ließ sich relativ leicht ermitteln, wem der Joker schließlich gebührte.

Ein Auto und lebenslang freie Fahrt mit Greaseball und Co.

STEX-Produzentin Andrea Friedrichs machte es im wie gewohnt ausverkauftem Haus zunächst natürlich erst einmal spannend, ehe sie das Geheimnis lüftete und mit dem ”goldenen Billett” herausrückte. Apropos: Ein solches gab es wirklich. Denn: Die veredelte Eintrittskarte, die die ”STEX-Bahnhofsvorsteherin” dem Jubiläums-Gast überreichte, sichert Cornelia Liebig lebenslang freien Eintritt zu. Das heißt: Sie kann erster Klasse mit dem Starlight Express zu reisen, so oft und wann sie will. Aber auch für straßengestützte Mobilität ist gesorgt. Als ”kleine Dreingabe” hob sich, wie von Zauberhand bewegt, ein funkelnagelneuer, dunkel-metallic-farbener Ford Ka aus dem Zuschauergraben vor der Hauptbühne. Damit war zugleich auch der Sponsor, veertreten durch Ford-Marketing-Direktor Jürgen Stackmann, geoutet. Die dazu passenden Fahrzeugschlüssel wechselten dann auf dem kleinen Dienstweg den Besitzer – ganz legal, wie sich die beiden SAT.1-Polizisten Toto und Harry überzeugen konnten.

Ehrensache, dass sich das komplette Starlight-Ensemble im Rahmen dieser ungewöhnlichen Zugabe auf der Bühne versammelt hatte, um zu gratulieren und für zig Erinnerungsfotos zu posieren. Die Lüdenscheiderin genoss es in vollen Zügen. Sie und ihr Mann sind eigentlich keine typischen Musicalgänger. Doch wenigstens einmal im Jahr – man gönnt sich ja sonst nix – muss für sie ein solches Vergnügen drin sein. Dass es diesmal aber so ”ausarten” würde, damit konnte man schließlich nicht rechnen. Für beide war es der zweite Besuch beim Starlight Express. Hingegen gibt es Hardcore-Fans, die waren schon weit über 500 mal in der Show. Ihren Einstand dort hatten die Lüdenscheider vor fünf Jahren gegeben. Schon damals begeisterte sie die Rasanz dieses farbenprächtigen Spektakels, die spektakuläre Choreografie, die eingängige Musik nebst Rhythmus, bei dem man mit muss, das Lichtdesign und die akrobatische Versiertheit der Künstler. Und weil das eben ein Stück für alt und jung, groß und klein ist, durften diesmal auch die beiden Kinder mitkommen.

Der Rollschuh-Zug ist konkurrenzlos

Die gute Stimmung, die traditionell von der ersten Minute der Show an im Saal vorherrscht, ist ansteckend. Und immer noch versuchen die ”Experten”, diese einzigartige Erfolgsgeschichte zu ergründen. Egal, zu welchem Ergebnis sie kamen und noch kommen: Der Bochumer Starlight Express, der erst im Sommer nach bis dato 6200 Vorstellungen sein 15-jähriges Bestehen feiern konnte, ist der globalen Konkurrenz längst und für sie unerreichbar davongebraust.

Die Rekordjagd geht weiter

Weltweit kann da keine andere aktuelle Inszenierung mithalten. Den Besucher-Weltrekord hatte die Produktion bereits im Jahre 2001 gebrochen, als sie das Opern-Phantom am Broadway, das damals schon ein halbes Jahr länger herumgeisterte, überholte. Bislang hatte nur ”Cats” in New York die 15-Millionen-Marke erreicht, aber die Miezen schnurren dort ja längst nicht mehr. Wie es aussieht, dürfte dem menschlichen ICE die Puste so schnell auch noch nicht ausgehen. Er rollt und rollt, ob nun mit Dampf, Elektrizität oder Dieselkraft. Die Auslastung ist ungebrochen hoch, selbst in der Woche. Und deshalb dürfte der musical-ische Rekordjäger auch künftig noch für weitere Bestmarken gut sein. JÜRGEN HEIMANN

Quelle: Jürgen Heimann

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