Aus Lucy wird Lucy: „No Angels“-Star übernimmt Hauptrolle bei Jekyll und Hyde

Neues Doppel-Gspann: Yngve Gasoy-Romdal kommt Anfang nächsten Jahres in den Musical-Dome zurück

Den ehemaligen ”No Angels”-Star zieht es zurück ins Theater. Back to the roots. Ab 16. Januar wird die 27-Jährige als Erstbesetzung die weibliche Hauptrolle in ”Jekyll & Hyde” übernehmen und tritt damit die Nachfolge von Anna Montanaro an. Letztere dreht in Düsseldorf ihr eigenes Ding und wird im Club des dortigen Capitol-Theaters als Mädchen Rosemarie die Männerwelt des Nachkriegs-Frankfurts um den kleinen Finger wickeln. Zwischen den beiden Bühnenfiguren gibt es übrigens auffallende Parallelen. Die Rosie-Maid war, wie Lucy, ebenfalls eine Prostituierte, freilich eine mit wesentlich mehr Glamour. Aber auch Frau Nitribitt starb schließlich, wie die Kollegin im viktorianischen London, eines gewaltsamen Todes. Sie wurde ermordet, der Täter nie gefasst.

Mit der Verpflichtung der Diakovska ist J & H-Produzent Thomas Krauth ein personelles Kabinettstückchen gelungen. Die Künstlerin, die mit ihrer ehemaligen Girlie-Band mehr als fünf Millionen Platten verkauft hat, ehe sich die im September dieses Jahres auflöste, dürfte der Inszenierung ganz neue Besucherschichten erschließen und auch Pop-Fans ins Theater ziehen, solche, die ansonsten eher einen Bogen um solche Musen-Tempel machen.

Die neue Lucy kommt vom Fach und wollte eigentlich schon immer zur Bühne. Bevor die gebürtige Bulgarin in der TV-Sendung Pop-Stars für die ”No Angels” gecastet wurde, hatte sie sich an der renommierten Stage School of Music, Dance und Drama in Hamburg zur Musical-Darstellerin ausbilden lassen. Es folgte ein längeres Engagement bei ”Buddy” im Hamburger Hafen. Bei Cats in Stuttgart hatte sie zwischendurch im Mai 2002 als ”Rumpleteazer” auch schon einmal ein kurzes Gastspiel gegeben. Der Jekyll & Hyde-Job könnte den Beginn einer Solo-Karriere markieren bzw. selbigem Vorschub leisten. Mit der Probenarbeit hat sie in diesen Tagen begonnen.

In dem Wildhorn-Erfolgs-Grusical am Rhein zeichnet sich übrigens eine weitere interessante personelle Veränderung ab. Drew Sarich, der derzeit den männlichen Doppel-Part mit viel Stimmpower und Ausdruckskraft auskleidet, zieht es ja Anfang des neuen Jahres nach Wien – zu ”Barbarella”. Für ihn kommt der Mann zurück, der schon bei der J & H-Premiere im März vergangenen Jahres durch sein intensives Spiel bei Publikum und Kritikern gleichermaßen mächtig Eindruck geschunden hatte: Yngve Gasoy-Romdal. Wolle mer’n roiloasse?

JÜRGEN HEIMANN
Quelle: Jürgen Heimann

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