Gruftspiele in Hamburg

Nie waren die Vampire so gut

Die beiden Vampirjäger sehen sich auf der richtigen Spur, denn die Gäste des Wirtshauses zeigen eine große Vorliebe für Knoblauch.

Gleich am ersten Abend im Wirtshaus lernt Alfred die Tochter der Wirtsleute, Sarah, kennen. Sofort entbrennt er in Liebe zu ihr. Auch Sarah findet Alfred nett, nur nicht sehr aufregend. Sie möchte etwas erleben und ihrem Elternhaus entfliehen.

Die Gelegenheit wird ihr geboten, als Graf von Krolock, der Obervampir aus einem nahe gelegenen Schloss, sie zu einem Ball einlädt.

Sarah nimmt die Einladung an und macht sich auf den Weg ins Schloss.

Ihr Vater ist außer sich vor Sorge und will die geliebte Tochter retten, wird jedoch selbst ein Opfer von Blutsaugern. Wenig später wird er steif gefroren und mit Bisswunden am Hals ins Wirtshaus gebracht.

Alfred und der Professor können Chagall nicht rechtzeitig pfählen, so kann dieser sich sein erstes Opfer holen, Magda, die Magd. Um anschließend dem Angriff der Wissenschaftler zu entgehen, verspricht er die beiden ins Schloss zu führen.

Dort begrüßt Graf von Krolock sie persönlich und stellt beiden seinen Sohn Herbert vor. Dieser ist sofort sehr von Alfred angetan.

Im Schloss findet Alfred Sarah wieder, diese aber weigert sich das Schloss zu verlassen und allmählich kriechen alle Vampire aus ihren Särgen und machen sich auf dem Weg zum Mitternachtsball.

Auf diesem Ball wird Sarah vom Grafen gebissen, trotzdem gelingt ihr mit dem Professor und Alfred die Flucht.

Sarah verwandelt sich in einen Vampir, macht auch Alfred zu einem und die Vampirmeute macht sich bereit über die Menschheit herzufallen!

So sieht eine Happy End bei Vampiren aus!

Thomas Borchert führt als Graf von Krolock die Vampirherde und auch das Ensemble an. Seine Stimme ist grandios und er verbreitet majestätisch Unbehagen.

Als Sarah weist Jessica Kessler eine sehr schöne Stimme auf und ihr Spiel ist sehr passend. Optisch passt Kessler perfekt in die Rolle!

Jessica Kessler harmoniert gesanglich sehr gut mit Fredrik Wickerts, welcher auch über eine sehr gute Stimme verfügt. Schade nur, dass sein Alfred zu stattlich wirkt, ein wenig mehr Tollpatschigkeit könnte nicht schaden!

Werner Bauer, der nach Wien und Stuttgart erneut in die Rolle des Professor Abronsius schlüpfte, sprüht vor komödiantischem Talent und hat so manchen Lacher auf seiner Seite.

Die restlichen Lacher erntet Norbert Kohler als schwuler Vampir Herbert. Seine Versuche Alfred zu verführen sind köstlich und es ist ein Genuss Kohler singen zu hören!

Anna Thorén weist als Magda eine gute Beltstimme auf und setzt mit ”Tod zu sein ist komisch” einen Glanzpunkt.

Das gesamte Tanz- und Gesangsensemble (Allen voran Paul Walthaus, der das Nightmare Solo mit einer fantastischen Stimme singt!) ist sehr gut.

Die Hamburger Inszenierung hat, im Vergleich zur Stuttgarter einige kleine Änderungen erfahren, die sich hauptsächlich auf die musikalische Umsetzung und die Bühnentechnik erstrecken. Die Änderungen sind perfekt gelungen und bereichern die Show. Das Bühnenbild (William Dudley) wirkt so noch spektakulärer und die Musik (Orchestrierung: Steve Margoshes, Leitung: Bernhard Volk) versprüht mehr Kraft!

Faszinierend ist auch, wie schnell und sicher die Darsteller die steilen Stufen im Saal der Neuen Flora hinauf und hinab rennen.

Tanz der Vampire in Hamburg ist die bisher beste Inszenierung der Show. Das Musical hat sich positiv weiterentwickelt und die Besetzung ist sehr gut gelungen.

Diese Show schafft es sicher, sich vom Fluch der Neuen Flora freizumachen und eine weit längere Spielzeit zu erreichen, als es Mozart und Titanic vergönnt war!

Das Premierenpublikum, sehr prominent besetzt mit den Hollywoodstars Cate Blanchett und Christopher Lee, war jedenfalls restlos begeistert und es gab langen Applaus um Roman Polanski, der es sich natürlich nicht nehmen ließ zur Premiere zu erscheinen, und sein Kreativteam.

Mit 1.400 Flaschen Wein, 2.500 Flaschen Champagner, 300 kg Fischfilets und 200 kg Mousse au Chocolate wurde auf der anschließenden Premierenfeier bis weit in den nächsten Morgen gefeiert!
Quelle: Nadine Müller

[yasr_visitor_votes size=”small”]

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Do NOT follow this link or you will be banned from the site!