CATS in Düsseldorf: Viel Gerümpel, Vollmond und die Ballade von Billy M’Caw

Premierenfieber: Morgen wird aus dem Katz-und-Maus-Spiel Ernst

Die Besucher erlebten eine qietschfidele Cast voller Temperament und Spielfreude. Wo sich vor noch nicht allzu langer Zeit Jimmy Miller beim Samba-Schwof die Haxen krumm tanzte, ist jetzt eine mit viel Detail-Liebe und Fantasie erstellte überdimensionale Müllhalde erwachsen. Und genau auf selbiger treffen sich die Stubentiger bei Vollmond zur Konferenz.

Der aktuellen Inszenierung ist wirklich nicht anzusehen, dass der Klassiker seit seiner Welturaufführung in London schon 23 Jahre auf dem Buckel hat. Nein, dieses Stück ist weder abgenudelt noch abgelutscht – und alles andere als eine ”olle Kamelle”. Die Melodien sind sowieso unsterblich. Und da Katzen bekanntlich mindestens sieben Leben haben, scheinen die weiteren Perspektiven auch nicht düster.

Zunächst jedoch soll der Webber-Hit für die Dauer eines halben Jahres in der Erkrather Straße gespielt werden – mit Option auf Verlängerung, sofern die Nachfrage anhält. Danach geht’s weiter auf Tournee. Bühne frei heißt es in Düsseldorf dienstags und montags um 20 Uhr, mittwochs um 18.30 Uhr, freitags 20 Uhgr, Samstag 15 und 20 Uhr sowie sonntags um 14.30 und 19 Uhr. Karten können unter der Ticket-Hotline (0221) 73440 oder im Internet unter www.kartenkaufen.de gebucht werden.

”Cats” sei eines der bleibenden Kunstwerke des Musiktheaters, hat Dr. Michael Kunze, von dem (natürlich) auch diese deutschsprachige Übersetzung stammt, unlängst in einem Interview gesagt. Die Düsseldorfer Produktion sei der ursprünglichen Fassung von Andrew Lloyd Webber wesentlich näher als viele andere Inszenierungen und von den Original-Kreativen wieder überarbeitet und ‘überwacht’ worden. Sie spiegele deshalb die Londoner Originalinszenierung deutlicher wider.

Hinzu gekommen ist in Düsseldorf ein Song, der bislang noch nie in Deutschland zu hören war. Die Ballade von Billy M’ Caw. Diese Nummer war ursprünglich in der Originalfassung von Webber vorhanden, wurde aber schon in London herausgenommen. Dieses Stück wurde nun für die aktuelle Inszenierung wieder neu ”entdeckt” und in das Stück integriert. JÜRGEN HEIMANN
Quelle: Jürgen Heimann

[yasr_visitor_votes size=”small”]

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Do NOT follow this link or you will be banned from the site!