Ein Pariser Etablissement hält würdigen Einzug in Frankenmetropole

Spätestens seit 2001 als der Kinofilm “Moulin Rouge” mit Nicole Kidman und Ewan McGregor in den Hauptrollen die Kinogänger begeisterte, war das ”Moulin Rouge” ein gängiger Begriff. Darauf baut nun auch die neueste Produktion der zarte töne gmbh, deren Geschäftsführer – Manfred Zarte – schon zur Laufzeit des Kinofilms die Idee hatte, den Film auf die Bühne zu bringen. Leider verschwand die Idee bald wieder in der Schublade, da es unmöglich schien, mit den Möglichkeiten der Bühne diesen dynamischen Film angemessen zu inszenieren.

Von der Idee zur Wirklichkeit

Ein paar Jahre sollten noch vergehen, die Manfred Zarte durchaus erfolgreich mit dem kleinen Horrorladen ”überbrückt” hat, bis er ein Konzept in den Händen hielt, das seine Idee Wirklichkeit werden lassen konnte.

Das Capitol in Mannheim war der Vorreiter und nun macht das Stück für rund 30 Aufführungen (vom 18. Dezember 2004 – 05. März 2005) in einer eigenen Inszenierung im Nürnberger K4 Station. Musical- und Kulturbegeisterten wird das K4 mit Sicherheit ein Begriff sein, sahen dort doch über 6000 Zuschauer den ”Kleinen Horrorladen” und all denjenigen, die das K4 in der Königsstraße noch nicht kennen, sei es wärmstens empfohlen.

Mit den Großen messen

In künstlerischer Hinsicht möchte sich das Ensemble von ”Moulin Rouge” mit den Großproduktionen messen können, was allerdings nicht nötig ist, da es seit den Horrorladen-Zeiten schon längst bewiesen ist, daß nicht alles, was klein ist auch gleichzeitig nichts taugt. Das künstlerische Können und die Vielfalt der Charaktere tragen ihren Teil zu einem gelungenen Musicalabend bei, der jedem im Publikum, gleich welchen Alters, mit Gewißheit noch lange in guter Erinnerungen bleiben wird.

Gerade die Vielfalt und die enge Zusammenarbeit der Regie mit den Darstellern machen das Stück einzigartig und verleiht jeder Rolle eine eigene Persönlichkeit. Bei der Entwicklung des Stückes wird nicht diktiert, sondern diskutiert und jedem die Gelegenheit gegeben sich selbst einzubringen. Diese Lebendigkeit und die Unabhängigkeit von steifen Ideen der manchmal recht auf einen Stil eingefahrenen Regiesseuren, wie man sie in großen Theatern finden kann, macht das Stück dynamisch und verleiht ihm eine eigene Persönlichkeit, was in der doch recht eintönigen Kulturlandschaft wie ein frischer Wind wirkt.

Dynamisch und sinnlich

Wer meint, daß es unmöglich sei, einen Film, der von Dynamik und schnellen Szenenwechseln lebt, angemessen auf die Bühne zu bringen, der wird vom Gegenteil überzeugt werden. Die Theatermaschinerie bietet reichhaltige Möglichkeiten, eine Inszenierung mit Dynamik anzureichern und dort, wo es nicht möglich ist, tritt der eigentliche Schwerpunkt sowohl des Filmes als auch der Bühnenfassung in den Vordergrund: Sinnlichkeit.

Darsteller wie Fawn Anett Arnold (Erstbestzung Satine) oder Gerd Achilles (Erstbesetzung Christian) und weitere Darsteller, die schon im “Kleinen Horrorladen” mitgewirkt haben, sowie ein Team von erfahrenen Köpfe, die hinter der Bühne wirken, versprechen eine erfolgreiche Produktion und einen unterhaltsamen Abend.

Tickets für die sinnliche Unterhaltung sind unter 0911 / 231 4000 und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Mehr Informationen zur Produktion im Netz unter www.moulinrouge-musical.de.

Prädikat: “Ansehen”

Fazit: Für jeden, der den ”Horrorladen” gesehen hat, ist der Besuch dieser Produktion schon fast ein Muß, um wieder einmal in den Genuß einer lobenswerten Kombination aus Perfektion, Professionalität und Originalität zu kommen. Für alle Anderen ist es eine ernstgemeinte Empfehlung mit dem Zusatz: ”Sie sollten das wirklich nicht verpassen.” Und in diesem Sinne: ”The Show must go on.” – im Künstlerhaus K4.

Alexander Brock

www.musicalzirkel.de
Quelle: Alexander Brock

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