Musical-Freuden zwischen Grusel und Partyspaß

Tecklenburg setzt für 2007 Jekyll & Hyde und Miami Nights auf den Spielplan

In der Saison 2007 wird Frank Wildhorns Musical-Welthit ”Jekyll & Hyde” das Geschehen auf Deutschlands größter Freilichtbühne bestimmen und sicherlich Fans aus allen Teilen der Republik anlocken. Nach dem hochklassigen ”Les Misérables” in diesem Jahr, das rund 41.000 Besucher anlockte, sahen sich die Verantwortlichen schon ein bisschen im Zugzwang. So viele Werke mit diesem Premium-Gütesiegel gibt es nun auch wieder nicht, von der Problematik, sich die entsprechenden Aufführungsrechte zu sichern, einmal ganz zu schweigen.

Mit ihrer aktuellen Wahl haben sich die Macher um Intendant Radulf Beuleke geschickt aus der Affäre gezogen. ”J&H” ist vom Potenzial her nicht minder schwergewichtig als die Vorgänger-Produktion und hat wie diese alles Zeug zum Publikumsmagneten. Nach der deutschen Erstaufführung von ”Dracula” in der vorvergangenen Saison gibt es damit nun erneut ein Bonbon aus der Grusical-Kiste.

Von spannendem Interesse ist es jetzt natürlich, wer hier im kommenden Jahr das doppelte Titel-Lottchen spielen wird. Es gibt ja eine ganze Latte namhafter Künstler mit und ohne J&H-Erfahrung, die dafür in Frage kämen. Gleiches gilt für die Besetzung der Lucy. Da lassen wir uns dann mal überraschen. Von solchen Personalien hängt es mitunter ja auch ab, wie eine Produktion einschlägt.

Was Anspruch, Gehalt und künstlerisches Niveau anbelangt, haben die Tecklenburger in den vergangenen Jahren mächtig zugelegt und allen anderen vergleichbaren Open-Air-Bühnen den Rang abgelaufen. Diese Position gilt es zu festigen. Im Theater auf der Burg, das 2 300 Plätze bietet, weiß man sich dabei auf dem richtigern Weg. Trotz des verregneten Augusts, der vor allem den ”Kleinen Horrorladen” verwässerte, darf man mit der Besucherresonanz zufrieden sein. Insgesamt sahen sich 93.232 Menschen in diesem Jahr die Inszenierungen, Sonderveranstaltungen und das Kinderstück ”Ronja Räubertochter” eingeschlossen, an.

Da man auf einem Bein schlecht steht, soll auch in 2007 ein Zweitstück auf dem Spielplan stehen: Die Wahl fiel auf ”Miami Nights”. Mit dieser rasanten, 2002 uraufgeführten Eigenproduktion hatte sich das Düsseldorfer Capitol-Theater über fast zwei Jahre hinweg ein volles Haus gesichert. Das fetzige Tanzmusical ist ein Gute-Laune- und Party-Stück par excellence, besticht durch eine faszinierende Choreografie und lebt musikalisch von den großen Hits der 80-er Jahre. Madonna, Georg Michael, Gloria Estefan und Whitney Houston lassen grüßen. Von den Pop- und Salsa-Spektakel soll es insgesamt vierzehn Vorstellungen geben. Premiere ist am 27. Juli 2007. Edward Hyde hingegen meuchelt auf der großen Freilichtbühne 20 Mal, erstmals am 30. Juni.

Die neue Saison in Tecklenburg beginnt traditionell mit der Pfingstgala unter dem Motto ”Musical meets Pop”. Termin: Pfingstmontag, der 28. Mai 2007. Der Kartenvorverkauf für die neue Spielzeit beginnt übrigens am 1. Dezember.
Quelle: Jürgen Heimann

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