Rezension CD Phantom der Oper Raschen/Gerhartz

Nicht überall, wo Phantom der Oper drauf steht, ist Andrew Lloyd Webber drin. Und dazu kann ich nur eines sagen, das ist auch gut so. Denn so lernt man auch die anderen Versionen kennen, und von denen gibt es viele. Und nun auch wieder eine neue: Von Saliah Raschen und Ulrich Gerhartz.

Vieles habe ich über dieses neue Musical schon im Voraus gelesen, und ich war zugegebenermaßen sehr gespannt, einerseits die Musik zu hören und andererseits das Musical zu sehen. Als ich endlich die CD in den Händen hielt, hielt ich es vor Neugier nicht mehr aus und hörte sie mir von vorn bis hinten an, wieder und immer wieder. Und ich war begeistert! Und bin es noch. Das liegt auch daran, daß ich persönlich Opern liebe und in diesem Musical auch Opernarien und -duette enthalten sind, wie es sich ja für ein Phantom der OPER ziemt.

Außerdem, auch das muß ich zugeben, bin ich ein großer Fan vom Phantom der Oper, dem Buch von Gaston Leroux wohlgemerkt, und bin hoch erfreut, endlich ein Musical gefunden zu haben, was sich genauer an die berühmte Vorlage zu halten scheint. Und endlich, endlich, endlich gibt es ihn in einem Musical – den Perser!!! Er, der in anderen Musicals schmählich vernachlässigt, zum Polizei-Inspektor degradiert oder gar gänzlich vergessen wurde. Endlich gibt es ihn, was mich auch sehr freut.

Wie die Version von Ken Hill bzw. Gerber/Wilhelm auch, soll dieses Musical etwas lustiger gestaltet sein, als zum Beispiel Webbers Version oder auch die von Yeston/Kopit. Warum denn auch nicht? Solange es nicht ins Alberne abgleitet und man noch immer von der Tragik der Geschichte gepackt wird, ist das doch völlig in Ordnung.

Mit Deborah Sasson als Christine Daeé (man beachte die Schreibweise) gelang der große Coup. Eine Engelsstimme, wie man sie sich hübscher nicht vorstellen kann. Auch Anne Welte als La Carlotta ist der große Treffer, den man besser nicht landen konnte. Thomas Mülner als Phantom ergänzt die Runde der Top-Sänger perfekt und nach dem Hören dieser CD kann ich persönlich es kaum mehr erwarten, endlich diese Version auf der Bühne zu sehen.

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Quelle: Christine Daaé

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