Interview mit Yngve-Gasoy Romdal

Interview mit Yngve-Gasoy Romdal,

dem Valjean in der diesjährigen ”Les Misérables”- Inszenierung von Helmuth Lohner

Guten tag, Herr Gasoy-Romdal,

die Bad Hersfelder Festspiele gelten ja als die ”kulturelle Visitenkarte” in Europa. Sie standen bereits mehrfach auf dieser beeindruckenden und großen Freilichtbühne. Mit welchen Erwartungen kommen Sie jedes Mal wieder nach Hersfeld zurück?

Es ist für mich jedes mal ein grosses Erlebnis, auf dieser unglaubliche Bühne zu stehen. Die Atmosphäre rund um die Ruine ist einmalig und wenn man einmal darauf gespielt hat, wünscht man sich, wieder zurückzukommen. Es ist mir eine Ehre und Freude wieder zurückzukommen nach Bad Hersfeld.

Was haben Sie gedacht, als Sie gefragt wurden, auch bei den diesjährigen Bad Hersfelder Festspielen aufzutreten?

Ich war glücklich und überwältigt dass ich wieder gefragt wurde. So ein Stück wie ”Les Miserables” zu spielen, ist ein Wunsch für jeden Darsteller im Fach Musiktheater.

Was bedeutet Ihnen die Teilnahme an diesem berühmten Theaterfest?

Das ich ernst genommen werde als Musiktheater Darsteller und dass ich immer mit die besten Leute arbeiten werde in die Ruine.

Sie haben bereits 1988 in ”Les Misérables” gespielt, damals den Marius. Haben Sie eine besondere Ader für dieses Musical? Was sind die Stärken dieses Musicals?

Ich glaube für jeden, der einmal ”Les Miserables” gespielt hat, ist es ein Wunsch wieder dieses Stück zu spielen. Es ist so viel Herzblut in dem Stück und es funktioniert auch nur, wenn man sich auf der Bühne voll und ganz in die Rolle hinein begibt. (das Herz voll auswickelt vor den Zuschauer”). Man hat das Gefühl dass man nur von sich selbst nehmen muss, damit die Figuren zum Leben erweckt werden können. Einfach wunderschöne dramatische, komödiantische und Romantische Momente verknüpft mit der besten Musik. Die Rollen sind hervorragend adaptiert nach Victor Hugos Roman.

 

Ein Musical-Darsteller ist bewundernswerterweise ja oftmals mit mindestens zwei künstlerischen Talenten gesegnet – Singen, Spielen und oft auch noch Tanzen. Sie nehmen neben dem Schauspielern auch noch CDs auf. Wie definieren Sie sich, eher als Schauspieler oder als Sänger?

Ich trenne es gar nicht. Ich habe so unglaublich viel Spaß, beim Spielen und Singen. Es kommt ja auf das gleiche raus, man muss eine Figur entweder durch Gesang oder Dialog zum Leben erwecken, damit die Geschichte erzählt werden kann.

Haben Sie schon einmal mit Helmut Lohner gearbeitet? Was erwarten Sie von seiner Regie?

Ich freue mich sehr, mit Herr Lohner zu arbeiten. Ich bewundere ihn als Schauspieler und als Regisseur.

Auf der Hersfelder Bühne der Stiftsruine stehen heißt, dass man sich auch mit den Elementen (Wind, Wetter und natürlichem Licht) arrangieren muss – ist das eine besondere Herausforderung für einen Sänger und Schauspieler?

Wenn ich zurückblicke, haben die Elemente uns bis jetzt in Bad Hersfeld immer nur geholfen.

Ich habe die unglaublichen Momente erlebt in der Ruine als der Wind und Regen plötzlich auftaucht und dass ganze noch dramatischer wirken lässt. Dazu kommt sehr oft ein kleiner Spatz in den meist unerwartetsten Momente und fliegt über die Bühne. Ich danke Gott für diese Jahre in die Ruine. Eine unvergessliche Erfahrung für mich und jeden Darsteller der dort auftritt.

Macht es atmosphärisch einen Unterschied, im geschlossenen Theater oder vor einer architektonisch so alten wie imposanten Kulisse wie der Bad Hersfelder Stiftsruine zu spielen?

Oh, ja. Das erste mal als ich der Ruine begegnete, war ich überwältigt von der imposanten Architektur und habe mich …ja ein bisschen gefürchtet darauf zu spielen. Aber die Ruine hilft und hebt die Geschichte. Man muss mit die Ruine spielen, nicht dagegen.

Wie bereitet sich ein Musicaldarsteller auf die außergewöhnliche räumliche und akustische Dimension in der Stiftsruine Bad Hersfeld vor?

Ich versuche mich für eine Rolle, so gut wie möglich vorzubereiten, egal ob es in einen kleinen Theater spiele oder auf einer großen Bühne. Ich lese so viel wie möglich über das Stück und die Geschichte, Stimmlich wird geübt und geübt, bis die Töne und alles im Körper sitzen.

Ihr Lieblingsfilm?

Es gibt so viele Filme die ich mag. Wuthering Heights mit Olivier, Ingmar Bergman Filme, Woody Allen Filme…ach, Gott, es gibt so viele….

Ihre Lieblingsmusik?

Alles was gut ist, von Nena bis Wagner.

Ihre Lieblingsstadt?

Na, Bad Hersfeld natürlich.
Quelle: franzgrosse pr & marketing

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