Das Konzert der Vereinigten Bühnen Wien beim 24. Donauinselfest, 24.6.2007

Natürlich gaben sich auch beim diesjährigen Donauinselfest, welches vom 22.-24.6.2007 stattfand, diverse Künstler, die gerade in einer Produktion der VBW spielen oder erst vor kurzem gespielt hatten, die Ehre. Die Veranstalter und auch die zahlreichen Musicalfans, die sich zu etlichen Tausenden vor der Bühne fanden, hatten Glück mit dem Wetter, da der Sonntagabend der angenehmste des ganzen Festes war.

Um ca. 20:00 war es dann endlich soweit. Caspar Richter und das Orchester stimmten das Publikum mit Melodien aus ”Beauty and the beast” auf den Abend ein. Der erste Block gehörte dem Musical ”Elisabeth”, bei dem Carsten Lepper den Lucheni (auf seinem Shirt stand der Titel, den er sang ”Kitsch”) gab, Wietske van Tongeren als Elisabeth, Uwe Kröger und Matè Kamaras als der Tod und Lukas Perman als Rudolf auftraten. Carsten machte das Publikum mit eindeutigen Bewegungen an, Wietske wirkte in ihrem fliederfarbenen Kleid wunderschön und Uwe gab mit Matè und Lukas bei ”Die Schatten werden länger” einen ”flotten Dreier”. Auch bekam man kurz das Können der Darsteller auf japanisch zu hören (die VBW waren mit dem Musical ”Elisabeth” auf Tournee in Japan). Die Songs aus ”Jekyll & Hyde” teilten sich Susan Rigvava-Dumas und Carsten Lepper. Vor allem letzterer sang eine einwandfreie Version von ”Dies ist die Stunde” und lieferte einen phänomenalen Schlusston. Diese beiden waren im übrigen auch Donauinselfestneulinge, genossen aber das Bad in der Menschenmenge. Flott wurde es mit Liedern aus ”Grease”, bei denen Marjan Shaki als Sandy und Matè Kamaras als Danny unterwegs waren. Danach durfte Perman ”Für Sarah” aus ”Tanz der Vampire” singen. Eine wirklich gelungene Überraschung gab es beim Auftritt von Kamaras als Graf von Krolock. Wie würde sein ”Die unstillbare Gier” wohl klingen. Alle Zweifel waren jedoch wie weggeblasen, als er zu singen begann. Ein toll dargebotener Song, bei dem man ihm so richtig seinen Durst nach Blut ansah. ”Romeo & Julia” waren mit ”Liebe” (Perman und Shaki versanken am Ende in einen langen Kuss), ”Siehe da, sie liebt” (von der einzig und wahrhaften Amme Carin Filipcic) und ”Herrscher der Welt” (eine völlig neue Konstellation mit Perman, Lepper und Kamaras) vertreten. In ”All that jazz” zeigte sich Susan so sexy wie noch nie und präsentierte sich in einem Hauch aus durchsichtigem Schwarz. Als letzten Block kamen die Lieder aus dem aktuellen Renner ”Rebecca”. ”Ich hab geträumt von Manderley” (van Tongeren), ”Gott warum?” (Kröger ganz in weiß brachte eine tolle gesangliche Leistung), standen ebenso auf dem Programm, wie ”I’m an american woman”. Letztgenannter Song ließ Raum für das komische Talent von Carin Filipcic, die es sich nicht nehmen ließ, Dirigenten Caspar Richter in den Po zu kneifen. Als zum Schluss Rigvava-Dumas das Titellied anstimmte, war es um die Fans geschehen. Diese Frau ist ein wahres Stimmwunder und zeigte die Bandbreite ihres Könnens. Beim Finale dem ”Time warp” aus der ”Rocky Horror Picture Show” rockten alle gemeinsam auf der Bühne, Alexander Goebel, der auch die Moderation übernommen hatte, sang die Leadstimme.

Leider gab es, trotz Buh-Rufe der Menge, wie in den Jahren zuvor, keine Zugabe mehr. Insgesamt war das Konzert auch kürzer gehalten worden als sonst. Unterstützt wurden die Solisten bei fast jeder Nummer von einem tollen Tanz- und Gesangsensemble, das aus Sonja Schatz, Matilda Hansson, Esther Hehl, Iris Morakis, Christoph Sommersguter, Ronnie Wagner, Thomas Huber und Markus Simader bestand. Auch im kommenden Jahr wird es wieder einen musicalischen Beitrag der VBW am Donauinselfest geben und jeder, der die Chance hat, sollte dann kommen, um diese einmalige Stimmung vor Ort zu genießen.
Quelle: Andrea Martin

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