Maya Hakvoort, In my life, Theater Längenfeldgasse

Maya Hakvoort, die offen zugibt, schon 41 Jahre alt zu sein, hat schon einiges in ihrem Leben erlebt und beschlossen ihr Leben in Soloprogrammen zu verarbeiten. Ihr erstes ”Maya goes solo” war, überall wo es gespielt wurde, ein sehr großer Erfolg und deshalb war es nur eine logische Schlussfolgerung mit einem zweiten Teil noch eines draufzulegen. Premiere hatte das Programm, das Hakvoort wieder an der Seite von Aaron Wonesch, der für die Klavierbegleitung zuständig war, bestritt, am 12.9. im Theater Längenfeldgasse. Neben zahlreichen Fans waren u.a. auch Sandra Pires mit ihrem Töchterchen, Marjan Shaki und Lukas Perman, Susa Meyer, Susanne Altschul und Reinhard Jesionek gekommen, sodass knapp 500 Gäste gezählt werden konnten. Der Theatersaal erinnerte etwas an einen Turnsaal, was vermutlich dran lag, dass er Teil der Hans Mandl Berufsschule ist, lediglich die dazugehörigen Geräte fehlten. Das Gefühl verging aber, sobald man den großen Flügel, den weißen Lederfauteuil und die vier Kerzenständer auf der schönen großen Bühne sah.

Mit einer viertel Stunde Verspätung wurde begonnen und Maya Hakvoort betrat in einem schwarzen Outfit, bestehend aus Hose und sexy Oberteil die Bühne. Während des Abends wurden hinter ihr verschiedene Bilder auf eine Leinwand projiziert wie zB. Landschaften, Wolken, ein Bild von Klein-Maya oder es wurde mit einer passenden Beleuchtung eine heimelige Atmosphäre geschaffen. Der ganze Abend war geprägt von lauter Überraschungen, da kein einziger Musicalsong auf dem Programm stand und das Publikum eine völlig andere Maya Hakvoort kennenlernen konnte. Zwischen den musikalischen Darbietungen gab es immer wieder kleine Anekdoten aus ihrem Leben zu hören. Man erfuhr über ihre Leidenschaft, die sie als kleines Mädchen hatte, nämlich insgeheim den Kirchenchor zu dirigieren. Sie gab auch zu, dass sie gerne die Beiträge beim Song Contest im Wohnzimmer bewertet hatte. Diese kleinen Kurzgeschichten machten sie noch sympathischer, da nichts aufgesetzt und einstudiert wirkte. Nach dem Motto ”Maya goes spiritual” gab es ein Kirchenmedley bestehend aus ”Border Song” (Elton John), ”Morning has broken” (Cat Stevens) und ”You and I” (Stevie Wonders), welches sie mit viel Gefühl und andächtig sang. Bei einem Medley aus Songs von Michel Fugain erfuhr man, dass die damals 13jährige Maya gerne mit der Formation ”Michel Fugain et le Big Bazar” auf Tournee gegangen wäre, das jugendliche Alter ihr aber einen Strich durch die Rechnung machte. Eine besondere Überraschung bereitete sie den Gästen, indem sie fünf Song Contest Lieder darbrachte. Beim niederländischen ”Dinge Dong” durfte sie in ihrer Muttersprache singen, während Dana’s ”All kinds of everything” in englischer Sprache war. ”Save all your kisses for me” wurde von ihr mit der typischen ”Brotherhood of man” Choreographie begleitet. ”Hallelujah” und ”Diggi-loo Diggi-ley” wurde in der jeweiligen Landessprache, nämlich israelisch und schwedisch gesungen. Dem Publikum hat dieser Block sehr viel Spass gemacht und auch Maya gab danach zu, nun lockerer zu sein. In ”Ich bin die Frau” wurde die Geschichte einer Frau, die ohne Kompromisse für ihre große Liebe da ist, erzählt und am Schluss von dem rhythmischen ”Dass du fliegen kannst” wurde auf witzige Art und Weise auf die bevorstehende Pause aufmerksam gemacht. Diese dauerte sehr lange und wurde erst nach 45 Minuten (so lange dauerte auch der erste Teil) mit einer Schulglocke beendet. Gleich das erste Lied war das gewöhnungsbedürftige ”It’s oh so quiet” von Björk, bei dem sich leise und laute Töne abwechselten. Im zweiten Teil trat Maya Hakvoort in einem ihr eigens von Thang de Hoo (der sich auch im Publikum befand) auf den Leib geschneiderten goldenen Kleid auf. Zum Gaudium des Publikums fing Maya dann an, ein auf sie umgetextetes Lied, basierend auf ”Die Biene Maja”, zu singen. Als Aaron Wonesch meinte, er sei der faule Willi, widersprach sie aber auf’s Heftigste. Nach etwas ruhigeren Titeln wie ”Sie atmet schon” und ”Margherita” beschloss sie, dass die Gäste wieder aufgemuntert werden müssten und sang ”Warum bin ich so fröhlich”, das von Herman van Veen stammt und Titelsong der Zeichentrickserie ”Alfred Jodocus Kwak” war.

Als letzten offiziellen Song gab es ”This love” zu hören. Die deutsche Übersetzung stammte von der Künstlerin selbst und sie bezeichnete das Lied als eine Ode an ihr Leben, es war aber auch gleichzusetzen mit einer innigen Liebeserklärung an ihren Mann. Das Publikum applaudierte hellauf begeistert und nach einer Zugabe folgte noch McCartney’s und Lennon’s ”In my life” (das Motto des Programms). Standing ovations führten zu einem weiteren Lied, ”Birdland”, als Hommage an den verstorbenen Joe Zawinul, bei dem sie schön mit ihrer Stimme spielte. Mit ”es ist vorbei, wir haben nichts mehr” verabschiedete sich Maya von den Fans und empfahl ihnen, ihr doch einfach zu weiteren Spielorten des Programms nachzureisen. Einige werden sich diesen Ratschlag sicher zu Herzen nehmen, denn von Maya Hakvoort kann man einfach nicht genug bekommen.
Quelle: Andrea Martin

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  • Susa Meyer, Marjan Shaki, Maya Hakvoort, Lukas Perman
    Susa Meyer, Marjan Shaki, Maya Hakvoort, Lukas Perman
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