Regiewechsel: Frank Alva Buecheler inszeniert Jekyll & Hyde in Bad Hersfeld

Schlüpft Yngve Gasoy-Romdal wieder in den zotteligen Mantel des Monsters?

Nachdem der ursprünglich für die Hersfelder J&H-Inszenierung vorgesehene Regisseur kurzfristig das Handtuch geworfen hat, mussten sich die Osthessen schnell nach einem adäquaten Ersatz umsehen. Eine solcher ist gefunden. Intendantin Elke Hesse hat für diese anspruchsvolle Aufgabe Frank Alva Buecheler gewinnen können. Der hat sich bislang vor allem als internationaler Musical-Produzent einen Namen gemacht, ”nebenbei” aber, was viele nicht wissen, über 20 Regiearbeiten in Schauspiel und Musiktheater abgeliefert. Er ist auch der eigentliche ”Vater” des Hamburger Hafentheaters, wo heuer ja der Löwenking brüllt. Selbiges war Anfang der 90-er Jahre auf seine Initiative hin erbaut worden, um ”Buddy” Platz zum Rocken zu geben. Von 1993 bis 1995 leitete Buecheler als Künstlerischer Direktor die Buddy’sche Rock’n Roll-Revue und war in Folge in gleicher Funktion am Musical-Theater in Bremen tätig. Die deutsche Erstaufführung von ”Jekyll & Hyde” dort war insofern sein ”Baby”, was ihn natürlich auch für den Job in Herfsfeld. prädestiniert. Als Co-Produzent zeichnete Buecheler auch für die Jekyll-Produktionen in Wien und Köln verantwortlich

Seit Wochen wird darüber spekuliert, wer denn nun in der malerischen Stiftsruine das Monster und den Arzt mimen soll. In diesem Zusammenhang taucht der Name Yngve Gasoy-Romdal immer wieder auf. Der Norweger, quasi der ”Hausstar” der Festspiele, war ja schon in Köln in den zotteligen Mantel geschlüpft und hatte ursprünglich auch im vergangenen Jahr bei ”Les Mis” in Hersfeld die Hauptrolle des Valjean übernehmen sollen. Gesundheitliche Probleme machten ihm da jedoch einen Strich durch die Rechnung. Mittlerweile ist der sympathische Skandinavier aber wieder top-fit und bereitet sich derzeit darauf vor, in Berlin durch den Sherwood Forrest zu strolchen. Gasoy-Romdal spielt bei der Wiederaufnahme des 2005 in Bremen uraufgeführten Musicals ”Robin Hood” den Bogen schießenden ”Rächer der Enterbten”. An seiner Seite als ”Lady Marian” seine Lebensgefährtin Leah delos Santos. Den bösen Sheriff von Nottingham gibt an der Spree übrigens Paulchen Kribbe.

Es wäre natürlich naheliegend, den Publikumsliebling, der seit ”Jesus Christ Superstar” eine Art ”Hersfelder Nationalheld” ist, 2008 wieder ins Rennen zu schicken. Um eine entsprechende Auslastung müsste man sich dann, wie die Erfahrung lehrt, keine Gedanken zu machen. Doch über wie auch immer geartete personelle Entscheidungen ist noch nichts durchgesickert. Offiziell soll das Ensemble in den nächsten Wochen in Berlin gecastet werde. Dann hätte es Gasoy-Romdal ja nicht weit…

Die musikalische Gesamtleitung bei J&H In Bad Hersfeld liegt wieder in den Händen von Christoph Wohlleben.
Quelle: Jürgen Heimann

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