Soirée zur Buchpräsentation Musical an der Volksoper „Es grünt so grün“

Buchpräsentationen finden, wenn überhaupt, in einer Buchhandlung mit eventueller Signierstunde des Autors statt. In der Volksoper hatte man sich für die Veröffentlichung des Buches ”Es grünt so grün” etwas Besonderes einfallen lassen.

Am 10.9. lud die Volksoper zu einer Soirèe, in welcher der Autor, Christoph Wagner-Trenkwitz, es sich nicht nehmen ließ, selbst sein ”Baby” zu präsentieren. Im Publikum mit dabei: KS Heinz Zednik, Lukas Perman, Marjan Shaki, Michaela Christl, Kathleen Bauer und Boris Eder. Charmant und gut gelaunt widmete Wagner-Trenkwitz seine einleitenden Worte einigen Personen, u.a. auch dem neuen Direktor der Volksoper, Robert Meyer, der in einer Loge saß. Die Erscheinung des Buches bezeichnete er als langsames Wunder, da es eigentlich schon im Februar 2006 veröffentlicht hätte werden sollen, aber aufgrund von Verlagsproblemen sich das Prozedere etwas verzögert hatte. Der rote Vorhang war herunten, links saß das kleine Kammerorchester, bestehend aus Béla Fischer (Klavier), Julius Darvas (Bass) und Axel Rot (Schlagzeug), dann standen einige Notenständer und auch ein Kaffeehaustischchen bereit, an dem der Moderator auch sogleich Platz nahm. Dann wurde man mit einigen Videoeinspielungen in die Zeit des schwarz-weiß Fernsehens zurückversetzt. Das Publikum bekam Ausschnitte aus Volksopernproduktionen wie ”My fair lady”, ”Kiss me Kate”, ”Wonderful town”, ”West Side Story” und ”Karussell” zu sehen. Dazwischen gab es immer wieder interessante Anekdoten über die diversen Sänger und Schauspieler zu hören, die zum Schmunzeln veranlassten. Natürlich vergaß Wagner-Trenkwitz auch nicht immer wieder auf sein Buch, das über die Musicalgeschichte an der Volksoper in Wort und Bild informieren soll, hinzuweisen. Die Musicals, die es während der letzten 50 Jahre an der Volksoper zu sehen gab, werden von ”Annie get your gun” über ”Gigi” bis zu ”The Sound of Music” aufgezählt. Für jedes Stück gibt es eine eigene Geschichte, wie es seinen Weg an das Theater gefunden hat und diese wird dem Leser nähergebracht. Viele Bilder und interessante Geschichten von Publikumslieblingen wie Olive Moorefield, Heinz Marecek, Dagmar Koller, Karlheinz Hackl, Martina Dorak oder Michael Heltau runden den Führer ab. Letzteren hatte man auch live eingeladen. Beide führten ein angeregtes Interview, in dem es die ein oder andere nette Episode aus Heltau’s Vergangenheit zu erfahren gab. Um den Abend etwas aufzulockern, gaben auch einige Sänger/innen, Kostproben des Musicalgeschehens an der Volksoper. Norman Stehr, zuletzt als Butler/Zofe in ”La Cage aux folles” zu sehen, interpretierte Gershwin’s ”I got plenty o’ nuttin” aus ”Porgy & Bess”. Schade, dass er sonst hauptsächlich Ensemblerollen innehat und seine schöne tiefe Stimme seltener zu hören ist. Aus ”La Cage aux folles” gab es von Erwin Windegger in der Rolle des Albin/Zaza ein Medley, das u.a. ”Mascara”, ”La Cage aux folles” und ”Ich bin was ich bin” beinhaltete, zu hören. Mit viel Gefühl und einem tollen finalen Schlusston bewies sich Windegger als guter Alleinunterhalter. Für ein von Béla Fischer mit Jazzelementen versehenes Medley aus ”My fair lady” sorgte das swingende Quartett Adrineh Simonian, Karl-Michael Ebner, Stefan Cerny und Mathias Hausmann. Diese Titel fungierten als Ausblick auf die baldige Wiederaufnahme des Klassikers im Frühjahr 2008. Nach guten 90 Minuten endete Christoph Wagner-Trenkwitz die Buchpräsentation mit den Worten ”Leisten sie sich das Buch”, was einige Musicalinteressierte auch taten und es sich nicht nehmen ließen, sich dieses vom Autor selbst signieren zu lassen.

Das Buch, das sicher nicht nur für Freunde der Volksoper und Musicalinteressierte ein aufschlussreicher Ratgeber ist, hat 184 Seiten und ist mit zahlreichen farbigen Abbildungen versehen.
Quelle: Andrea Martin

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