Der vertikale Ausdruck eines horizontalen Verlangens

Tanguera – die Tango-Sensation in München, Basel, Frankfurt und Baden-Baden

Kühn und provokant

Tango ist Erotik, Begierde, Schmerz, Emotion, Verlangen, Energie, Lust, Schweiß und Körperlichkeit. Dies alles und vielleicht noch etwas mehr. Und die Rede ist jetzt nicht von der domestizierten , seelenlosen, sterilen Variante, wie sie in piekfeinem Zwirn u.a. auf den abendländischen Turnieren gepflegt wird, sondern von der ursprünglichen, wilden , originären Spielart dieses ”choreografischen Ausnahmezustandes”, wie sie sich zu Beginn des vorigen Jahrhunderts in den Barrios und Hafenvierteln von Buenos Aires und Montevideo zwischen Cafès, Bars und Bordellen entwickelt hat. Womit wir auch schon am Schauplatz der Geschichte wären, einer Geschichte, die gänzlich ohne Worte und Dialoge auskommt und die fast ausschließlich und allein von der Ausdruckskraft des Tanzes lebt: ”Tanguera”

Das ist der Titel des weltweit ersten Tango-Musicals, das, natürlich, aus dem Ursprungsland dieses Tanzes kommt – aus Argentinien. Ob in Metropolen wie Madrid, Miami oder Shanghai – die Show löste bei Publikum und Kritik enthusiastische Reaktionen aus. ”Das kühnste und provokanteste Musical, das es in der Historie des Tangos je gegeben hat”, urteilte der Miami Herald. Die Welt: ”…schlägt alle Tango-Shows, die es je gegeben hat um Längen!”. Und das Deutsche Musical-Magazin ”Da Capo” befand: ”Dagegen wirkt Dirty Dancing wie eine Amateurveranstaltung”

”Bahnbrechend und sensationell”

Im August 2006 hatte die als ”Sensation” gefeierte ”bahnbrechende Inszenierung” zwecks Appetitanregung für zwei Wochen an der Hamburger Staatsoper Station gemacht und war im Juli dieses Jahres in der Staatsoper Unter den Linden in Berlin zu sehen. Jetzt kehrt die (Tournee-)Produktion auf Einladung von bb-Promotion für längere Zeit auf die deutschen Bühnen zurück. Vom 19. bis 31. Dezember ist das aus 30 virtuosen Tänzern bestehende Ensemble im Deutschen Theater in München zu erleben, dann folgt Basel (Musical-Theater) vom 8. bis 20. April als nächste Station. Vom 16 bis zum 29. Juni verwandelt sich die ehrwürdige Alte Oper in Frankfurt in ”La Boca”, den Hafen von Buenos Aires, danach dockt der Tango-Dampfer vom 2. bis 7. September am Kai des Festspielhauses von Baden an.

Als Autor und Produzent zeichnet Diego Romany verantwortlich, der ”Tanguera – Love and Death in Buenos Aires” gemeinsam mit Dolores Espeja nach Texten von Eladia Blasquez entwickelt hat. Regie führt Omar Pacheco, die Musik hat Gerardo Gardelin arrangiert. Mora Godoy ist verantwortlich für die preisgekrönte Choreografie, die, schrieb die Zeitung ”La Nacion, ”so prägnant wie abwechslungsreich ist und nicht nur von Körperlichkeit, sondern von der ganzen Seele erfüllt ist” – exaktes Timing, sagenhafte Präsenz und eine perfekte Bildersprache.

Die Story: Giselle, eine junge Französin, landet Anfang des 20. Jahrhunderts mit einer der ersten europäischen Einwanderungswellen in Buenos Aires – und verguckt sich in den Hafenarbeiter Lorzenzo. Die junge Frau landet zwecks Bestreitung ihres Lebensunterhaltes im Bordell, entdeckt nebenbei den Tango als wahre Passion und steigt zum gefeierten Star der Szene auf. Gewalt und Intrigen, Mafia und Leidenschaft, Eifersucht und Neid sind die Zutaten, die für die weitere Würze des Plots sorgen.
Quelle: Jürgen Heimann

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