Patrick Stanke rebelliert als „Mozart“ in Tecklenburg

Auch Ethan Freeman, Anne Welte, Karin Seyfried und Adrian Becker am Start

Nach seiner überzeugenden Darstellung des Henry Jekyll und Edward Hyde in diesem Jahr schien der talentierte Wuppertaler für diesen Part, in dem der Norweger Ynge Gasoy-Romdal weiland in Wien und Hamburg ja ziemlich große Fußspuren hinterlassen hat, erste Wahl. Dies aber auch deshalb, weil Stanke bereits in einer anderen Mozart-Inszenierung, jener im Deutschen Theater in München, das rebellische Salzburger Musikgenie gegeben hatte – wenn auch ohne Perücke.

Aber auch die anderen Hauptrollen sind hochkarätig besetzt. Die Cast ist vom Feinsten und dürfte die Herzen vieler Musicalfans höher schlagen lassen. Kein Geringerer als Ethan Freeman, ein alter Tecklenburg-Veteran, wird, wie einst auch in der Neuen Flora in Hamburg, den Papa Leopold geben. Als großer, mächtiger Gegenspieler der Beiden in Gestalt des Fürstbischofs Colloredo tritt Marc Clear an, der spätestens seit seinem überzeugenden Debüt als Inspektor Javert vor zwei Jahren einen dicken Stein im Brett der Münsterländer hat. Zum zweiten Male in Tecklenburg dabei ist Karin Seyfried – diesmal als Mozarts Schwesterherz Nannerl. Der Österreicherin war hier 2007 in beiden Produktionen (Jekyll &Hyde” und ”Miami Nights”) als ”Lisa” bzw. ”Laura Gomez” ein glänzender Einstand geglückt.

Und Adrian Becker hat im Theater auf der Burg, egal in welcher Rolle, sowieso immer ein Heimspiel. Der Künstler aus Saarlouis schlüpft kommendes Jahr in die Rolle des Schikaneder. Anne Welte dürfte als Cäcilia Weber die richtige Frau am richtigen Ort sein. Wolfgang Höltzel ist als Graf Arco mit im Spiel, Michael Schüler übernimmt den Part des Fridolin Weber. Und die ”Lucy” dieses Jahres, Simone Geyer, singt ”Irgendwo wird immer getanzt”. Sie spielt Mozarts Frau Constanze. Offen ist vorerst noch, wer es an den Ausläufern des Teutoburger Waldes ”Gold von den Sternen” regnen lässt. Auf die ”Baronin von Waldstätten” haben sich die Verantwortlichen noch nicht verständigen können.

Für die Regie (und Choreografie) der weltweit ersten Mozart-Open-Air-Inszenierung zeichnet Cusch Jung verantwortlich, jener Mann, der in diesem Jahr in Tecklenburg auch ”Jekyll &Hyde” so packend umgesetzt hatte. Die musikalische Gesamtleitung liegt in den bewährten Händen von Tjaard Kirsch, bei der Ausstattung wird Karin Alberti wieder ganz tief in ihre Trickkiste greifen.

Premiere von ”Mozart” ist übrigens am 21. Juni, während ”Footloose”, das zweite große Stück der neuen Saison, am 1. August erstmals über die Bühne geht. Tickets können unter anderem unter der Hotline (05482) 220 gebucht werden. Weitere Infos unter www.freilichtspiele-tecklenburg.de
Quelle: Jürgen Heimann

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