Musical Forever, The Dinner Show

Gleich nach der fulminanten Geburtstagsgala des Orchesters der VBW eine Show auch mit ”Musical Forever” zu bezeichnen, lässt auf eine Fortsetzung der Show aus dem Museumsquartier schließen. Um Irrtümern vorzubeugen gab es aber auch noch den Zusatz ”The Dinner Show” – dies war das Unterscheidungsmerkmal. Im Arsenalgelände, im Gebäude einer Hochspannungshalle, die fantasievoll ”Sternenzelt” getauft wurde, konnte man ein kulinarisches Menü von Starkoch Toni Mörwald samt musicalischer Untermalung genießen. An acht Tagen, u.a. auch zu Silvester, konnte man Alexander Goebel als Conferencier, einen Teil des Orchesters der VBW und abwechselnd vier Musicaldarsteller erleben. Immer mit von der Partie Maya Hakvoort und Rob Fowler. Konnten Carin Filipcic und Andreas Bieber nicht, sprangen Caroline Vasicek und Mate Kamaras für sie ein. Leider wurde das nicht öffentlich kund getan und so waren vielleicht viele der Meinung, dass alle Darsteller immer auftraten.

Man konnte zwischen vier Kategorien (Deluxe Class, Star Class, First Class und Show only) wählen. Je nachdem, wieviel Geld man in den Abend investieren wollte, saß man näher oder weiter von der Bühne. Das Menü bestand aus vier Gängen, wobei die ersten beiden vor, die anderen nach der Show serviert wurden. Österreichische Weine sowie alkoholfreie Getränke waren im Preis inkludiert. Man konnte das Essen, das vielleicht um eine Spur zu scharf geraten war, in einer angenehmen, ruhigen Atmosphäre genießen. Die Kellner waren sehr aufmerksam und höflich, nur die Bestuhlung, die an bessere Gartensessel erinnerte, hätte bequemer ausfallen können.

Bei der am 23.12. besuchten Show standen Andreas Bieber, Maya Hakvoort, Rob Fowler und Carin Filipcic auf der Bühne. Allen vier war eine große Professionaliät nicht abzusprechen. So gut wie keine gemeinsamen Proben, eine schlechte Akustik und ausgefallene Monitore machten es ihnen wirklich nicht leicht.

Nach einem Orchesterintro ”On broadway” folgte ”All that jazz”, interpretiert von allen vier gemeinsam. Beide Damen sangen dann jeweils einen Song aus ”Cabaret”. Sehr ungewohnt war Hakvoort’s ”Hopelessly devoted to you”, welches sie aber trotzdem toll meisterte. Ein außergewöhnliches Paar – Bieber und Filipcic – gab es bei ”You’re the one that I want”. Hakvoort’s ”Don’t cry for me Argentina” war genauso beeindruckend, wie Filipcic’s ”I don’t know how to love him”, welches sie mit viel Gefühl zum Besten gab. Mit nacktem Oberkörper unter dem Sakko sang Rob Fowler mit seiner Wahnsinnsrockröhre ”Heaven on their minds”. Bieber schaffte einen einwandfreien musikalischen Übergang vom ruhigen ”Dora/Freudiana” und ”I want to break free/We will rock you”. Frauenpower pur gab es bei ”I’m woman” von Maya und Carin. Beeindruckend Fowlers Leistung bei ”Dies ist die Stunde” aus ”Jekyll & Hyde”. In feschem Anzug gab es einmal etwas ganz anderes von ihm zu hören. Neben einem Song aus ”Cats” standen auch zwei Titel aus ”Elisabeth” auf dem Programm. Die beiden Herren schlüpften in die Rollen des Todes und des Rudolfs, während Maya ein weiteres Mal ihre Paraderolle, die der Kaiserin Elisabeth, verkörperte. Zwischen den Songs führte Goebel mit jedem Sänger ein kleines, aber feines Interview.

Zu guter letzt ging beim ”Time Warp”, bei dem Alexander Goebel auch gesanglich unterstützte so richtig die Post ab. Besonders Andreas Bieber fiel durch seine Beweglichkeit auf, dass sogar Carin der Mund offen blieb.

Nach eineinviertel Stunden war das musikalische Programm leider auch schon wieder zu Ende und man konnte sich den letzten beiden Gängen widmen.
Quelle: Andrea Martin

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