Shakespeare im Schnelldurchlauf

Jeder kennt Shakespeare, und jeder kennt mindestens eines seiner Werke, doch wer kennt sie alle? Da mag es schon den einen oder anderen Experten geben, doch wer kann alle seine Werke in nur zwei Stunden aufführen? Spätestens jetzt dürfte doch fast jeder aufgeben, oder?

Es sei denn, man heißt Helmut Jakobi, Stephan Mertl oder Thomas Strauss. Denn diese drei nehmen sich genau dieser Aufgabe an und meistern sie mit Bravour. Ob nun als Romeo und Julia (“Ich will Dich aber nicht küssen, Mann!”) oder als diverse Könige aus den Tragödien Shakespeares, die miteinander Fußball spielen, es bleibt kein Auge trocken. Nie war Shakespeare so lustig – besonders die Tragödien nicht!

Während sich der erste Akt mit 35 Werken Shakespeares befaßte, stand der zweite Akt im Zeichen Hamlets, und war nicht minder amüsant, zumal Hamlets Wachen stark sächselten, Ophelia vom gesamten Publikum gespielt wurde und sich alle sterbenden Frauen ins Publikum übergaben.

Hamlet wurde – buchstäblich – vorwärts und rückwärts gespielt, bis das begeisterte Publikum die drei Akteure beim Absclußapplaus immer wieder auf die Bühne holte.

Lustig war es, jedoch nicht klamaukig oder albern, sondern ein Abend für die Seele. Sorgen und Nöte verblassen während der Vorstellung und man kann nicht anders, als zu lachen und sich zu amüsieren.

Shakespeares sämtliche Werk – leicht gekürzt spielen noch bis zum 21.02.2009 in der Reithalle des Landestheaters Coburg. Natürlich kann man unsere ersten Eindrücke auch in unserem Liveblog nachlesen.

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Quelle: Christine Daaé

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