That’s all we need, Theater Akzent

Auch Musicaldarsteller brauchen einmal eine Pause, wen sie in einem Longrun-Stück spielen. So auch Andrè Bauer, der allabendlich in ”Rebecca” als Frank Crawley” auf der Bühne steht. Wer jetzt gedacht hat, dass er verreist ist oder ähnliches, hat sich geirrt. Er tritt zur Abwechslung einfach in einem anderen Theater auf. Dieses Mal im Theater Akzent, in dem am 25.10. ”That’s all we need” auf dem Programm stand. Gemeinsam mit der vielseitigen Sängerin Stella Jones, dem Gewinner der ORF Show ”Musical!-Die Show” – Vincent Bueno, Belush Korenyi und Band wurde dem Publikum ein beswingter Jazzabend präsentiert. Leider konnte nicht das ganze Theater gefüllt werden, dafür schien es, als wären einige besonders lautstarke Fans im Publikum, die ordentlich Stimmung machten, die teilweise schon etwas zu übertrieben wirkte. Einen flotten Einstieg gab es von allen dreien bei ”Get me to the church on time” aus dem Musical ”My fair lady”. Schon von Anfang an war klar, dass Stella für den Soul des Abends, Andrè für die tieferen, ruhigen Töne und Vincent für den Spaßfaktor verantwortlich war. Es folgten Songs wie ”Bad, bad Leroy Brown” (Jones) oder Cole Porter’s ”I’ve got you under my skin” (Bauer). Mit ”Angel Eyes” hatte sich Bueno einen ruhigeren Song ausgesucht. Sein Pluspunkt, er bezog das Publikum mit Gesten mit ein und konnte es gut animieren. Besser stehen ihm aber zweifelsohne schwungvollere Songs, wo er sich austoben kann – sowohl stimmlich, als auch tänzerisch, stillsitzen ist nicht so sein Ding. Seine Interpretationen mögen etwas übertrieben gewirkt haben, aber er lebte eben die Songs mit jeder Faser seines Körpers. Highlight des Abends war aber zweifelsohne die Fassung des Boney M Songs ”Sunny”. Jeder der Männer schlüpfte in viele verschiedene Rollen, so trat Andrè als Sammy Davis jr. oder Udo Lindenberg auf und Vincent überraschte mit einer Justin Timberlake und Amy Winehouse Einlage. Unschlagbar war er aber als Michael Jackson. Sich in den Schritt fassend, hüpfte er auf der Bühne auf und ab und sorgte für Verzückungsschreie im Publikum. Zu guter letzt zeigten die Männer noch ihr Können als Beatboxer. Das hatte zwar nichts mehr mit dem eigentlichen Song zu tun, aber der Spaßfaktor durfte auch nicht zu kurz kommen. Jeder der drei durfte auch Songs ganz alleine performen und wurde dabei von seinen Kollegen verlassen. Andrè Bauer schlüpfte z.B. in Roger Cicero und sang ”Wenn sie dich fragt”, Stella Jones sang ”A day in a life of a fool” und Vincent Bueno gab sich mit ”Mr. Bojangels” die Ehre. Da das Publikum das flotte ”It don’t mean a thing” nicht als letzten Songs hinnehmen wollte, gab es noch eine ausgelassene Jamsession der drei, bei dem vor allem der sonst so ruhig wirkende Andrè aus sich herauskam und Sätze wie ”Hau mir auf den Kopf Alter” im Freestyle von sich gab. Leider neigte sich der musikalisch interessante Abend zu schnell dem Ende zu, aber wer weiß, vielleicht finden sich diese drei oder andere Sänger wieder zu einem ähnlichen Ereignis zusammen.
Quelle: Andrea Martin

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  • Andre Bauer, Stella Jones, Vincent Bueno
    Andre Bauer, Stella Jones, Vincent Bueno
    © Andrea Martin
  • Andre Bauer, Stella Jones, Vincent Bueno
    Andre Bauer, Stella Jones, Vincent Bueno
    © Andrea Martin

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