Ein königliches Musical

Es ist eine der dramatischsten Biografien der europäischen Geschichte: Das Leben der Königin Marie Antoinette. Geboren als Tochter der mächtigen Kaiserin Österreichs, Maria Theresia, im zarten Alter von 15 Jahren aus politischem Kalkül an den französischen König Ludwig XVI. verheiratet, aufgewachsen in unvorstellbarem Pomp, doch darin einsam und haltlos. Schließlich wird sie wegen ihrer Verschwendungssucht und der andauernden Verletzung der höfischen Etikette zur Hassfigur der französischen Revolution und nach jahrelangem Kerkeraufenthalt zum Tode verurteilt. – So die Macher des Musicals über die Hauptfigur.

Denkt man an Marie Antoinette , fällt einem fast automatisch folgender Satz ein: ”Wenn sie (die Armen) kein Brot haben, dann sollen sie Kuchen essen.” Daß dieser Satz nicht von ihr stammt, ist zweitrangig, denn leider ist dies das Bild, was man heute von Marie Antoinette hat. Vielleicht – so kann man nur hoffen – kann das Musical das Bild von dieser Königin etwas korrigieren.

Stimmgewaltig ist es ein für alle Mal, soviel steht fest. Doch kann man das auch erwarten, wenn man die Liste der Sänger liest: Ethan Freeman (unter anderem “Das Phantom der Oper” von Webber, und der Kardinal in “Die 3 Musketiere”), Roberta Valentini, Sabrina Weckerlin (beide Zweitbesetzungen für Elphaba in “Wicked”), Maike Switzer (eine bezaubernde Christine Daaé in Webbers “Phantom der Oper”), Thomas Christ (laut Presseberichten ein versierter Schauspieler mit einer unaufdringlichen Musicalstimme, zuletzt in Lübecks “Evita” als Che), Patrick Stanke (zuletzt in “In Nomine Patris” als Dr. Heinrich Sand), Tim Reichwein (unter anderem als Zweitbesetzung für Herbert im “Tanz der Vampire” und Premierenbesetzung des Covers von Franz-Joseph in “Elisabeth) und Maricel (unter anderem Marguerite in “The Scarlet Pimpernel).

Die CD hat für jede Stimmungslage das passende Lied, es gibt etwas für die verwöhnten Gören, für das leidende Volk, für die Verliebten, für die Trauernden, die unglücklich Verliebten, und so weiter. Und jedes der 13 Lieder ist ein wahrer Ohrenschmaus, wofür nicht nur die Sänger verantwortlich sind, sondern auch das Orchester.

01 – Illusionen

Ethan Freeman & Ensemble – 03:19

02 – Langweilen will ich mich nicht

Roberta Valentini & Ensemble – 01:38

03 – Blind vom Licht der vielen Kerzen

Sabrina Weckerlin & Ensemble – 03:48

04 – Still, Still

Maike Switzer, Sabrina Weckerlin – 02:01

05 – Weil ich besser bin

Thomas Christ – 02:34

06 – Wenn (Maskenspiel)

Roberta Valentini, Patrick Stanke, Sabrina Weckerlin, Thomas Christ & Ensemble – 03:41

07 – Ich weine nicht mehr

Sabrina Weckerlin & Ensemble – 03:52

08 – Gefühl und Verstand

Roberta Valentini, Patrick Stanke – 03:34

09 – Gott sieht uns zu

Maike Switzer – 03:05

10 – Das Einzige, was richtig ist

Roberta Valentini, Patrick Stanke – 03:57

11 – Warum muss ich sein, was ich nicht bin ?

Tim Reichwein – 02:59

12 – Jenseits aller Schmerzen

Patrick Stanke, Sabrina Weckerlin & Ensemble – 02:15

13 – Die Frau, die er liebt

Maricel – 01:57

Schon sehr bald formt sich vor dem geistigen Auge das Bühnenbild, die Darsteller und man hört fast den tosenden Applaus des Publikums – wäre es denn eine Live-Aufnahme. Denn immerhin feiert das Musical erst morgen seine Welturaufführung, zu der man nur eines sagen kann: Wenn die so gelungen ist, wie die CD, kann gar nichts mehr schiefgehen und das Musical wird ein Hit.

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Quelle: Christine Daaé

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