Mit “No more excuses” hat Alex Melcher ein kraftvolles und aufregendes Album vorgelegt

Dafür muss man sich nicht entschuldigen!

Neben seinem Bühnen-Job hat der ambitionierte Ur-Galileo noch andere Baustellen. Und dazu gehört das Projekt “The Tune”. Das ist der Name seiner eigenen Band, als deren Leadsänger, Ideengeber und Songwriter Melcher agiert und mit der er, vor allem live, nach Herzen den Rock’n’Roller, der er von Natur aus ja ist, und die “Rampensau” raushängen lassen kann. Jetzt liegt die erste CD des Quintetts auf dem Tisch: Phantasievoll und aufwändig produzierter handfester, fetziger und abwechslungsreicher Brit-Rock. Da die Welt, wie er sagt, die Best-of-Musical-CD eines Alex Melcher bestimmt nicht braucht, musste es halt etwas ganz Eigenes sein.

Mit diesem Vorhaben geht der vielseitige Künstler schon seit Jahren schwanger. Gut Ding will halt Weile haben. “Mit der Scheibe erfülle ich mir einen Jugendwunsch” sagt Melcher, der u.a. die “Beatles”, “The Who”, “U2”, Peter Gabriel, David Bowie, Jim Steinman und (natürlich) “Queen”zu seinen Vorbildern und Einflußgebern zählt. Schon als kleiner Bub habe er eigene Musik machen wollen.

Der etwas ausgefallene Titel des Silberlings rührt daher, “dass ich es satt hatte, immer wieder eine Entschuldigung finden zu müssen, warum die Scheibe ganz einfach nicht fertig wurde”. Die Disc hätte nämlich schon vor drei Jahren herauskommen sollen, aber dann zerschlug sich die Zusammenarbeit mit den alten “Cosmosonic Weed”-Partnern und Alex Melcher musste wieder ganz vor vorne anfangen. Aus Gleichgesinnten schweißte er eine kleine, aber exquisite Combo zusammen, zu der auch “We will rock-you”-Gitarrero Frank Rohles zählt. Mit im Boot sind ferner Ex-Anne Haigis-Bassist Jörg Hammers, Keyboarder Ralf Erkel (Tic Tac Toe/Guildo Horn) und Drummer Wolf Simon (u.a.Tic Tac Toe).

Ein klein wenig in die musikalischen Karten schauen lassen hatten sich die Fünf bereits im Oktober 2005 anlässlich der Eröffnung der “Heartbreak-Hotel”-Konzertreihe im Kölner Musical Dome. Ja, und dann hat es ja noch einmal ein klein wenig gedauert, bis der “hard stuff” endlich im Presswerk landete. Das Warten hat sich gelohnt. 12 trefflich arrangierte Tracks finden sich auf dem Tonträger. Die Musik, ein zwischen Industrial-Rock und Pop angesiedelter, aufregender Stilmix, ist erdig, intelligent, mitreißend und von ansteckender Kraft. Starke Melodien, die den Namen der Band Lügen strafen, pointierte Texte, eingängige Refrains. Anspiel-Tipps: “Into the open”, “Messy Day”, “Saw U standing there”. Mindestens genau so pfiffig und originell wie der Inhalt ist die Verpackung. Das Booklet lässt sich nach Belieben falten, so, dass jeder sein eigenes Lieblingscover auf den Titel bringen kann.
Quelle: Jürgen Heimann

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