Besinnliches zum Fest

In genau 18 Tagen ist Weihnachten und so manchem geht jetzt schon der ganze Weihnachtsrummel gehörig auf die Nerven. Seit November schon wird alles weihnachtlich beleuchtet und dekoriert, Menschen strömen zum einkaufen, noch die Geschenke für die Liebsten zu besorgen, Weihnachten kommt ja auch jedes Jahr immer wieder so plötzlich. Schon viel zu lange stehen die Weihnachtsköstlichkeiten im Regal, bis zu Weihnachten kann man Weihnachten schon lange nicht mehr hören, sehen und schmecken. Ein wenig kann man Ebenezer Scrooge (Christian Vetter) wirklich verstehen, wenn er Weihnachten haßt und es als Rattendreck bezeichnet.

Doch lehrt uns die Geschichte von Charles Dickens, die Grundlage für das Musical von Komponist Dirk Michael Steffan und Autor Michael Tasche dient, daß auch ein Weihnachtshasser bekehrt werden kann und aus einem Geizhals ein freigiebiger Mensch werden kann. Natürlich geschieht dies nicht von allein, wenn auch über Nacht. Dafür bedarf es ein wenig Hilfe, nämlich die des Geistes von Jacob Marley (Werner Bauer) und die eines geheimnisvollen Engels (Patricia Kelly).

Berührend und ergreifend wird die Geschichte auf der Bühne des Düsseldorfer Capitol Theaters erzählt, so daß ein kleiner Kloß im Hals sitzt. Es geht zu Herzen, wenn man die Hintergründe hinter Ebenezer Scrooges verwundeter Seele erkennt und seine Wandlung miterlebt. Untermalt von sanfter, eingehender Musik verliert sich der Zuschauer in der Geschichte und ein paar kleine Tränen rinnen. Doch gibt es auch lustige Momente, so daß eine ausgewogene Mischung entsteht.

Unterstützt werden Werner Bauer als Jacob Marley und Patricia Kelly als Engel / Belle von Lutz Thase (Mr. Cratchit), Annette Kuhn (Mrs. Cratchit / Mrs. Pillbox), Axel Kraus (Mr. Fezziwig / Mr. Beavis), Anne Welte ( Mrs. Fezziwig / Mrs. Shellcock), Lutz Standop (Junger Scrooge / Mr. Butthead), André Naujocks (Junger Marley), Dennis Jankowiak (Thimmy), Heike Schmitz (Mrs. Pommeroy), Peggy Pollow (Liz Pommeroy), Alexander Prosek (Mr. Highprice / Mr. Betsy), André Sultan-Sade (Mr. Lowprice / Mr. Kent) in ihren Bemühungen Ebenezer Scrooge (Christian Vetter) von seinem Weihnachtshass und seiner verwundeten Seele zu heilen.

Und da es ein Märchen ist, kann man ruhig schon das Ende verraten: Aus dem kaltherzigen Mann wird ein spendabler und freigiebiger Mensch, der wieder aus Freude lachen kann. Dieses Märchen ist für alt und jung gleichermaßen. Und es paßt so wundervoll in diese Weihnachtszeit. Ein wenig bekehrt verläßt man das Theater und erfreut sich wieder an den Weihnachtssachen. Eine kleine Lehre für jeden von uns. Manchmal brauchen wir eben einen Engel, der uns die Augen öffnet.

Frohe Vorweihnachtszeit!

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Quelle: Christine Daaé

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