Une hommage au Fantôme de l’Opéra

Es gibt viele mehr oder minder bekannte und beliebte Versionen dieser einen Geschichte, die von 100 Jahren von Gaston Leroux niedergeschrieben wurde. Der geistige Vater des Phantoms der Oper hätte sich bestimmt nicht träumen lassen, welche Popularität sein “Sohn” eines Tages haben würde.

Am 11.08.2010 wurde dieser Geschichte auf eine wunderschöne und atemberaubende Weise gehuldigt, und zwar mit der Phantom der Oper Gala in Ötigheim. Vor der Kulisse von Notre Dame erlebte ein exklusives Publikum von ungefähr 3700 Personen diese Geschichte auf eine einmalige Art und Weise präsentiert. Sonja Kirchberger als Marie Leroux stöberte in den Aufzeichnungen ihres Urgroßvaters und nahm die Zuschauer mit auf eine Reise in das Paris von 1871.

Und schon verwandelte sich die Bühne tatsächlich in dieses Paris – mit einer Kutsche und den typischen Pariser Straßenhändlern. In der Kutsche reisten Beatrix Reiterer (als Christine) und Lutz Thase (als Raoul) an und trafen dort das Phantom der Oper, oder besser, die Phantome der Oper. Denn es gab derer zwei: Ethan Freeman als das “alte” Phantom und Christian Alexander Müller als das “junge” Phantom.

Dargeboten wurden Lieder aus verschiedenen Phantom-Musicals, zum einem aus dem wohl bekanntesten, dem Webber-Musical (“The Phantom of the Opera), zum anderen auch aus dem Yeston/Kopit-Musical (“Phantom”), dem Ken Hill-Musical (“The Phantom of the Opera”und erstmals in Deutschland “Love never dies”, dem neuesten Musical von Andrew Lloyd Webber. Geschickt wurden die bekanntesten und beliebtesten Lieder in die Geschichte verwoben und boten einen ganz anderen Blick auf diese Geschichte dar.

Während Ethan Freeman eher das Phantom aus dem Webber-Musical darstellte, agierte Christian Alexander als das junge Phantom aus dem jüngsten Phantom-Musical “Love never dies”. Sein “‘Til I hear you sing” braucht sich nicht hinter dem Karim Raminloos zu verstecken.

Den fulminanten Höhepunkt der Gala bildete das Phantom-Duett (“Das Phantom der Oper”) aus dem Webber-Musical,welches hier als Terzett dargeboten wurde. Standing Ovations und nicht enden wollender Applaus ließ die Darsteller nicht von der Bühne und erst nach drei Zugaben entließ man die Darsteller (wenn auch immer noch widerwillig) in die Nacht. Jedem der Darsteller sah man die Freude, die diese Gala machte, an. Auch der Dirigent hatte seinen Spaß, sehr zur Freude des Publikums.

Gaston Leroux und seinem Meisterwerk wurde mit dieser Gala ein einmaliges Denkmal gesetzt. Der Vater gab vor 100 Jahren seinem Sohn das Leben und mit dieser Gala bedankte sich der Sohn bei seinem Vater und ehrte ihn gebührend.

Bewundernswert war auch die Organisation dieser Gala, es lief alles reibungslos ab, vom Einparken bis zum Kartenkaufen, auch der geordnete Rückzug verlief ohne Probleme. Von diesem Organisationstalent können sich andere eine dicke Scheibe abschneiden.

10/5 Punkten
Quelle: Christine Daaé

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