Shakespeare getanzt

Unter der Choreografie von Mark McClain feierte am 16.04.2011 das Ballett ”Sommernachtstraum” von William Shakespeare mit der Musik von Felix Mendelssohn Bartoldy seine umjubelte Premiere. Dem Publikum wurde dabei wieder einmal die gewohnte herausragende Qualität des Coburgers Ensemble geboten, eine Tatsache, die vom anhaltenden Schlußapplaus bestätigt wurde.

Der Inhalt in Kürze:

Es ist ein sogenanntes Stück im Stück. Es beginnt mit dem Vortanzen für ein Stück und endet nach dem ersten Akt mit der Entscheidung für Helene, Hermia, Demetrius und Lysander – die Magie der Sommernacht beginnt.

Im zweiten Akt geben sich Oberon, Titania und Puck zu erkennen und das Theater verwandelt sich in einen geheimnisvollen Ort zwischen Tag und Nacht. So magisch wie es begann, endet es auch wieder und Puck löscht, wieder ganz der gewissenhafte Tanzmeister, das Licht. So wird es dunkel, im Theater, dort, wo noch vor Kurzem die Magie herrschte – oder war es nur Illusion ?

Dieses Zusammenspiel von Magie und Wirklichkeit spiegelte sich auch in den Leistungen des Ensembles wider. Solisten, Ballett, Chor und Orchester ergaben ein harmonisches Gesamtbild, das die Geschichte durch Musik, Tanz und Gesang erzählte, nicht nur bis zum Bühnenrand, sondern direkt in den Zuschauerraum. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn all zu oft leidet eine gutgemeinte Inszenierung unter der versäumten Gelegenheit, es auch bis zum Publikum zu transportieren. Doch das Ensemble des Coburger Landestheaters hat den Bogen zum Publikum auch in dieser Inszenierung gespannt, ohne ihn zu überspannen.

Tosender Applaus und viele Vorhänge bewiesen erneut, die Erwartungen erfüllt zu haben und man entließ das Publikum gutgelaunt und vielleicht ein wenig verzaubert in eine laue (Frühlings-)Nacht.

Es spielten:

Titania: Eriko Ampuku

Oberon: Po-Sheng Yeh

Puck: Takashi Yamamoto

Hermia: Giselle Poncet

Helena: Chih-Lin Chan

Lysander: Niko Ilias König

Demetrius: Adrian Stock

Bottom: Yuta Hamaguchi

Flute: Tanja Probst

Snug: Claudia Czyz

Peaseblossom: Ulrike Barz

Mustardseed; Veronika Pfrang

Knabe: Julian Lion

Sprecher: Sönke Schnitzer

Weitere Vorstellungen:

21.04.2011 – 19:30

28.04.2011 – 19:30

04.05.2011 – 19:30

10.05.2011 – 19:30

13.05.2011 – 19:30

03.06.2011 – 19:30

08.06.2011 – 19:30

19.06.2011 – 15:00

Es bleibt nur noch zu sagen, daß diese Sicht auf Shakespeares “Sommernachtstraum” nicht nur für die Ballettfreunde sehenswert ist, sondern auch für jene, die Shakespeare bis jetzt nocht nicht getanzt sahen. Unter Umständen wäre es für das bessere Verständnis von Vorteil, die Geschichte des Sommernachtstraumes in den Grundzügen zu kennen, ansonsten könnte es schwierig sein, den Sinn der Geschichte gänzlich zu verstehen.

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Quelle: Alexander Brock

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