„Herr Direktor, wir steh’n in der Zeitung!“

Ein amüsanter und kurzweiliger Abend wurde den Zuschauern am 15.07.2011 mit der Premiere der Operette ”Die Fledermaus” auf der Röttinger Burg Brattenstein geboten. Viel wurde gelacht und geschmunzelt, das Publikum hatte seine helle Freude an diesem meisterhaften Verwirrspiel um ”die Rache der Fledermaus”. Tagesgeschehen von ”gestern” und heute (”Rache für Cordoba!” (Gefängnisdirektor Frank) oder ”In Zelle 14 sitzt der Kachelmann… ach neee der ist ja schon wieder frei…” (Gefängniswärter Frosch), wurde ebenso eingebunden wie bekannte Musicalmelodien (”Tanz der Vampire”) und die Ortschaft Röttingen mit ihren Sehenswürdigkeiten. Auch der Röttinger Wein fand seinen gebührenden Platz auf der Bühne.

Für Kurzweil sorgten:

Georg M. Leskovich als Gabriel von Eisenstein

Monika Mosser als Rosalinde von Eisenstein

Frederike Faust als Adele, das Kammermädchen

Katharina Lochmann als Adeles Schwester Ida

Jörg Westerkamp als Notar Dr. Falke

Gottfried Falkenstein als Prinz Orlofsky

Omar G. Mendoza als Gesangslehrer Alfred

Georg Todter als Ivan

Nikolaus Raspotnik als Gefängnisdirektor Frank

Renate Kastelik als Gefängniswärter Frosch

Raimund Stangl als Advokat Dr. Blind

Sowie der Operetten und die Solisten der Festspiele Röttingen Barbara Endl, Sascha O. Bauer, Bernadette Kizik und Radka Matysova und den Mitgliedern der Festspielcompany des Ballettzentrums Röttingen.

Unter der Leitung von Walter Lochmann und Renate Kastelik, die auch als Gefängniswärter Frosch amüsierte, wurde die Operette von Johann Strauß (Sohn) in das abendliche Röttingen und die Burg Brattenstein eingebunden. Auch das Publikum, vornehmlich die Besucher in der ersten Reihe, wurden kurz bei einigen Gags einbezogen, natürlich sehr zur Freude der anderen Besucher. Zum Abschluß dieses kurzweiligen Abends wurden alle Darsteller gebührend mit Applaus belohnt, den sie sich verdient hatten.

Besonderen Applaus bekam Gottfried Falkenstein, der in seiner Rolle als Prinz Orlofsky mit seiner Stimme im wahrsten Sinne des Wortes alle Höhen und Tiefen ausfüllen konnte. Wurde zuerst über seinen Gesang gelacht, verstummte man doch schnell wieder vor Erstaunen.

Alle Lieder dieser Operette sind sehr eingängig und regten mehr als nur einmal zum Mitklatschen an. Gerade die Tritsch-Tratsch-Polka, deren Text von Walter Lochmann zu Röttingen und der Inszenierung passend angepaßt wurden, hörte man auch nach dem Stück von dem einen oder anderen Besucher. Walter Lochmann war es auch, der, zusammen mit Andras Gillay, die Darsteller auf der Bühne am Klavier unmittelbar vor der Bühne begleitete.

Was lustig begann, mit einer Anspielung auf eine andere (Musical)Fledermaus, zog sich über Star Wars und das Alltagsgeschehen bis hin zu einer kleinen Lektion zum Thema Seitensprung und Revanche. Mit einem Augenzwinkern läßt sich manch bitterer Tropfen eben doch viel leichter schlucken.

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Quelle: Christine Daaé

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