“Jesus Christ Superstar” – ab 7.3.2013 auf DVD – ein multimediales Spektakel

“Jesus Christ Superstar” ist legendär und ein Meisterwerk. Noch dazu ist es irgendwie immer aktuell. Immer wieder wird das Musical über Jesus in den unterschiedlichsten Inszenierungen aufgeführt, so auch bei der Live Arena Tour in Großbritannien – und das nicht nur einfach so mal eben, sondern ausgefeilt und äußerst modern inszeniert.

Die Besetzung dazu kann sich sehen lassen: Melanie C als wundervolle Maria Magdalena, Tim Minchin als hintergehender Judas Iskariot, Chris Moyles als fieser König Herodes und Ben Forster als beliebter Jesus Christus. Namen, die man kennt und die Hoffnung auf einen unterhaltsamen und mitreißenden DVD-Abend weckt – aber auch ein gewisses Niveau an Qualität vorgibt.

Das Werk von Andrew Lloyd Webber ist wandelbar, von schlichten Kostümen aus der Zeit in der Jesus lebte bis hin zu einer grell-modernen Inszenierung, wie man schon in so manchen Theatern gesehen hat. In der verfilmten Inszenierung ist Jesus Christ im 21. Jahrhundert angekommen – modern, aber nicht grell. Das klassische Bühnenbild gibt es nicht, dafür wird von den digitalen und multimedialen Möglichkeiten Gebrauch gemacht, etwas anderes hätte auch gar nicht dazu gepaßt. Und statt Togaträger gibt es elegant gekleidete Würdenträger und feiernde, twitternde Hippies. Und Jesus mitten drin – als einer von ihnen und einer von uns.

Die gesangliche Qualität läßt keine Wünsche offen und jeder der Darsteller passen perfekt in ihre Rollen und überzeugen auch noch den letzten Skeptiker. Das große Ensemble umrahmt das Ganze und gibt ihm noch zusätzliche Dynamik, die das Stück verdient. Ben Forster überzeugt gesanglich von Anfang an, Tim Minchin begeistert durch seine gesangliche und schauspielerische Qualität, Chris Moyles und Melanie C stehen ihnen in nichts nach und bieten Gesang auf hohem Niveau.

Kurzum: die Hoffnungen, die man in den gemütlichen DVD-Abend gesteckt hat, werden nicht enttäuscht. Und das erwartete Niveau wird mehr als erreicht!

Einzig zu bemängeln ist die Kameraführung, die in manchen Szenen etwas zu sprunghaft ist. Ob damit die Dynamik des Stückes unterstrichen werden sollte, ist nicht bekannt, aber es stört ab und zu ein wenig, gerade dann, wenn man eine Szene gebannt verfolgen will.

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Quelle: Alexander Brock

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