Rezension „Arsen und Spitzenhäubchen“ am 24.05.2014 im theater hof: Ganz viele Leichen im Keller…

…und ganz viel zum Lachen gab es am 24.05.2014 im theater hof, als man dort ”Arsen und Spitzenhäubchen” aufführte. Das bitterböse und rabenschwarze Theaterstück über zwei nette alten Damen, die mehr als nur eine Leiche im Keller haben, ist ein Klassiker. Egal ob im Theater oder als Film.

”Wir begraben keine Fremden in unserem Keller.” Es ist aberwitzig zu beobachten, wie die beiden Damen Brewster ihre Gentlemen (die Leichen im Keller) erklären, sich aber vehement weigern, einen Fremden dort zu begraben.Dieser ist übrigens die Leiche, die ihr Neffe mitgebracht hat. Aber: die Damen begraben ja keine Fremden in ihrem Keller und so beginnt ein hochamüsanter Leichenwechsel. Immer unterstützt von Teddy, einem weiteren Neffen der beiden Damen, der sich, nur mal so nebenbei, für Teddy Roosevelt hält und sein Kommen und Gehen mit einer Trompete ankündigt. Der einzig Normale in der Familie ist Mortimer, der einfach nur versucht, seine Verlobte von den Tanten, den Leichen und dem verrückten anderen Neffen fernzuhalten, der nun auch noch eine gewisse Ähnlichkeit mit Frankenstein hat.

Das Stück ist ein Feuerwerk an Gags und Pointen. Präzise zielen die Texte, die Handlungen und die Bühneneffekt auf das Lachzentrum des Zuschauers und treffen damit voll ins Schwarze. Es flossen Tränen vor Lachen. Alles passte wunderbar zusammen und die Darsteller waren einfach Spitzenklasse.

Darsteller:

Abby Brewster: Angelika Koppmann

Brophy: Jörn Bregenzer

Dr. Einstein: Kristoffer Keudel

Dr. Harper: Peter Kampschulte

Elaine Harper: Susanna Mucha

Jonathan Brewster: Oliver Hildebrandt

Klein: Polina Bachmann

Martha Brewster: Marianne Lang

Mortimer Brewster: Marco Stickel

Mr. Gibbs: Thomas Hary

Mr. Witherspoon: Thomas Hary

Ohara: Florian Bänsch

Rooney: Peter Kampschulte

Teddy Brewster: Ralf Hocke

Untermalt wurde das Ganze von der Musik aus dem Film ”Psycho” und es wirkte fast so, als wäre die Musik für dieses Stück geschrieben worden. Wie auch der Film hält sich diese Inszenierung sehr in schwarz/weiß, wobei es einige Farbakzente gibt, diese sind dann in rot, der Farbe des Blutes. Alles zusammen, mit dem herrlichen Bühnenbild, ergibt einen gelungenen Theaterabend. Nicht nur für Fans des schwarzen Humors ist diese Geschichte ein Muß. Auch jeder andere, der Interesse an einer guten Komödie hat, dem sei ”Arsen und Spitzenhäubchen” ans Herz gelegt.

Weitere Termine in Hof und Umgebung:

28.05.2014 19.30 Uhr Bayreuth, Stadthalle

20.06.2014 19.30 Uhr Hof, Großes Haus

Man kann wirklich nur hoffen, daß das Stück noch verlängert wird, oder daß es wiederaufgenommen wird.

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Quelle: Christine Daaé

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0 Comments

  1. Stephan Brauer

    Hallo, hier ist der Regisseur von Arsen und Spitzenhäubchen in Hof-vielen Dank für die tolle Rezension 🙂
    LG

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