Rezension „Die Mondnacht“ 02.05.2013 im Kubus Ursensollen: Wo „Die Mondnacht“ das Herz berührt

Bereits vor 7 Jahren rezensierten wir eine CD zu dem Musical ”Die Mondnacht”. Damals stand leider noch nicht fest, ob und wann das Musical jemals aufgeführt werden sollte. Gestern, am 02. Mai 2014, war es endlich soweit, die große Stunde war gekommen, im KUBUS Ursensollen. Dem Ort, an dem das Musical entstanden war und dessen Bürger sich so sehr dafür eingesetzt hatten, daß ihr Musical aufgeführt werden könne. Komponist und Autor Maximilian Köpl selbst lebt seit 1993 in Ursensollen.

Es erschien, als hätte fast jeder Ursensollener Bürger sein Quentchen zu diesem Musical beigetragen, egal ob nun auf der Bühne, dahinter, oder als Sponsor. Man konnte die Aufregung spüren, als man den Zuschauersaal des KUBUS betrat. Als Bürgermeister Franz Mädler die Zuschauer begrüßte und auch Maximilian Köpl zu sich auf die Bühne holte, spürte man genau, wie aufgeregt alle waren. Und dann wurde es still… ”Die Mondnacht” begann…

…Und es vollzog sich ein Wandel. Alle Anspannung schien abzufallen, als das Intro vorbei war und das Stück begann. Auf der Bühne des KUBUS erweckten die Ursensollener Bürger ihr Musical zum Leben. Niemand von ihnen ist ein professioneller Schauspieler, oder dazu ausgebildet auf einer Bühne zu stehen, doch machen sie dies mit etwas ganz Besonderem wieder wett: mit Herzblut. Soviel Leidenschaft, Herzblut, Engagement, Freude und Lust am Spielen erlebt man leider viel zu selten auf einer der richtig großen Bühnen. Das Publikum, inklusive unserer Redakteurin, war berührt. Es flossen Tränen der Rührung, auch bei unserer Redaktion.

Die Darsteller auf der Bühne gaben wirklich alles, was sie hatten und das spürte man genau. Jede noch so kleine Rolle war mit Leben und, was noch viel wichtiger ist, mit Liebe erfüllt. Jeder, auf und hinter der Bühne gab mehr als 100 Prozent und jedes Prozent kam beim Publikum an. Es gelang jedem, das Publikum zu erreichen und zu bewegen. Ein Wunder, was oftmals selbst die großen Musicalproduktionen nicht erreichen.

Darsteller:

Chris: Nils Harbusch

Fiona: Regina Spindler

General: Tom Henze

Katy: Selina Mirz

Polizisten: Manfred Scharf, Markus Koller

Soldat Schulze: Tobias Thumann

Gesangssolisten:

Alexander Yukhimenka

Cora Megele

Rebecca Brinkmann

Tom Henze

Die Gesangssolisten traten nicht in Rollen auf, sondern sangen ”für” die Darsteller von Chris, Fiona und Katy, während der General selbst sang. Es war faszinierend zu sehen und zu verfolgen, daß jemand sang, während ein anderer agierte. Eine interessante Lösung.

Wie schon erwähnt, war ganz Ursensollen an diesem Musical beteiligt, so zum Beispiel die Musikkapelle Ursensollen unter Leitung von Stefan Neger. Sie waren mit 5 Musikern auf der Bühne vertreten. Die Frauenchorgruppe ProFeel war unter Leitung von Josefa Rauch mit 11 Sängerinnen vertreten. Die Tanzeinlagen stammten von der “Magic Shoes Dance Company” unter Leitung von Patricia Ederer. Die Mittelschule Ursensollen fertigte wesentliche Teile des Bühnenbildes. Der Volkssternwarte-Verein Amberg-Ursensollen steuerte die ausgewählten Weltall-Bilder für die Beamer-Projektionen bei.

Man kann also mit guten Gewissen sagen: Ein ganzer Ort macht Musical, mit Herz und Seele.

Eine Musicalaufführung muß nicht perfekt sein, sie muß die Menschen berühren. Sie muß zum Nachdenken anregen, sie muß ans Herz gehen, wie man so schön sagt. Sie muß auch die Menschen bewegen, die nichts mit dem Stück zu tun haben, so wie unsere Redaktion. Und genau dies ist Maximilian Köpl gelungen. ”Die Mondnacht” ist nicht perfekt, aber sie hinterläßt etwas Anderes: ein wunderbares Gefühl von Zusammenhalt. Nicht nur die Geschichte auf der Bühne, in der die Menschen zusammenhalten, sondern auch die Verfasser des Musicals, die Ursensollener, sie haben zusammengehalten und etwas Wunderbares geschaffen. Und dafür danken wir Ihnen von ganzem Herzen und wünschen ihnen allen alles erdenklich Gute für ”die Mondnacht”.

Möge der Mond noch lange für jeden von uns scheinen.

Unser übliches Rating möchten wir an dieser Stelle nicht abgeben, es wäre ungerecht. Man kann keine Zahl verwenden, um eine Emotion zu beschreiben. Von daher geben wir an dieser Stelle den Rat: Unbedingt hingehen. Jeder, der mal wieder eine wirklich echte Musicalaufführung sehen möchte, der sollte sich auf den Weg nach Ursensollen machen. Und jedem, der leider keine Karten mehr bekommen hat: Setzt Euch dafür ein, daß ”die Mondnacht” wiederkommen wird. Wir alle wünschen es uns sehr.
Quelle: Christine Daaé

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