Rezension „Der Graf von Monte Christo“ am 12.07.2014 in Röttigen: Der Graf bat auf die Burg

Die Burg Brattenstein in Röttingen hatte schon viele adlige Gäste, zuletzt war es Graf Dracula. Nun zog es einen anderen Grafen auf die Burg: niemand anderen als den Grafen von Monte Christo. Frank Wildhorns gleichnamiges Musical wird bei den diesjährigen Frankenfestspielen aufgeführt und erfreute und erfreut die Zuschauer.

Das Musical basiert auf dem gleichnamigen Roman von Alexandre Dumas. Es wurde im Jahr 2009 am Theater St. Gallen (Schweiz) in deutscher Sprache uraufgeführt. Ende 2008 erschienen eine CD mit den englischen Originalsongs. Sie erreichte bereits vor der Premiere Platz eins in Deutschland und Platz vier in Großbritannien.

All dies, zusammen mit dem festspielerprobten Orchester Röttingens versprach und verspricht einen großen Musicalgenuß. Und es wurde nicht zuviel versprochen. Passend zum Beginn um 20:30 am 12.07.2014 klarte der Himmel wieder auf. Zwar begann der 2. Akt mit leichtem Regen, doch das schreckte niemanden ab. Im Gegenteil, dick eingehüllt in Regencapes hatte das Musical noch einen ganz besonderen Flair. Und die Darsteller spielten professionell wie immer, auch im Regen. Mercédès’ Lied im Regen wird vielen für immer im Gedächtnis bleiben.

Darsteller:

Edmond Dantès (später: Der Graf von Monte Christo): Yngve Gasoy Romdal

Mercédès: Ann Mandrella

Fernand Mondego: Martin Berger

Gérard de Villefort: Dennis Kozeluh

Valentine de Villefort: Leah Delos Santos

Baron Danglars: Anton Graner

Abbé Faria: Dennis Kozeluh

Luis(a) Vampa: Kathleen Bauer

Albert Mondego: Max Buchleitner

Jacopo: Katharina Lochmann

Ensemble: Katharina Lochmann, Johanna Kräuter, Kathleen Bauer

Doch nicht nur die Darstellerin von Mercédès ging völlig in ihrer Rolle auf. Jeder einzelne erfüllte seine Rolle mit Leben. So konnte man Yngve Gasoy Romdal glaubhaft abnehmen, daß er zu Beginn des Musicals ein unbedarfter junger Mann ist, der dann zum verbittertten Grafen von Monte Christo wird. Für besondere Lacher sorgte Kathleen Bauer, die sich während ihres Auftrittes als Luisa Vampa lautstark und passend über den Regen ”beschwerte”. Die drei Widersacher Edmond Dantes’ Mondego, Villefort und Danglars zeigten schon bald ihr wahres Gesicht, eine schauspielerische Meisterleistung. Jeder passte hervorragend in seine Rolle und erfüllte sie mit Leben.

Auch das festspielerprobte Orchester, welches regengeschützt überdacht war, spielte jedes Lied mit Leidenschaft und Hingabe. Auf geniale Weise passte sich das Bühnenbild den Geschehnissen auf der Bühne an. Mit Webcams und Videoeinspielungen wurde das vorhandene Bühnenbild ergänzt und erweitert. Auch die Burg wurde, wie so oft, mit in das Geschehen eingebunden. Die Burg Brattenstein bot und bietet eine faszinierende Kulisse – eines Grafen würdig.

Die Frankenfestpiele bürgen für ihre Qualität und das haben sie auch dieses Mal wieder eindrucksvoll bewiesen. Es paßte alles wunderbar zusammen, die Darsteller, das Orchester, selbst das Wetter brachte sich passend mit ein.

Für jeden, der sich ein eigenes Bild machen möchte, sind hier die weiteren Termine:

25.07.2014, 20:30 Uhr

26.07.2014, 20:30 Uhr

27.07.2014, 20:30 Uhr

08.08.2014, 20:30 Uhr

09.08.2014, 20:30 Uhr

10.08.2014, 20:30 Uhr

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Quelle: Christine Daaé

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