„Sugar – Manche mögens heiss“ am 23.11.2016 im Nürnberger Staatstheater: Zuckersüß und ultraheiss

Es gibt Filme, die sind einfach bekannt und man hat mindestens ein Bild oder eine Szene davon im Kopf. „Manche mögen’s heiss“ ist ein solcher Film und man erinnert sich besonders an die Darstellerin der „Sugar Kane“ – niemand anderer als Marilyn Monroe spielte dieses quirlige Mädchen damals.

Und auch die Nürnberger „Sugar Kane“ war der Inbegriff von quirlig und aufgedreht: Sophie Berner lebte ihre Rolle förmlich und lebte darin auf. Auch die beiden Musiker(innen) Joe(sephine) (Andreas Köhler) und Jerry (Daphne) (Oliver Severin) erfüllten ihre jeweils beiden Rollen mit soviel Leben und Liebe, man litt und bangte richtiggehend mit ihnen. Thomas Peters als Bienstock tat einem schon ein wenig leid in seiner Rolle, wurde er doch immer von Sweet Sue (Marianne Larsen) herumkommandiert. Und auch diese hatte sichtlich Spass an ihrer Rolle.

Auch die anderen Mitglieder der Mädchenband “Society Syncopators” unter Sweet Sue waren einfach herrlich und so wunderbar aufgedreht und quietschig, dass man am liebsten sie alle in den Arm nehmen wollte. Sie waren so herzig und herzlich.

Besonders beeindruckend war Richard Kindley als Sir Osgood Fielding, seine Stimme erfüllte das Nürnberger Opernhaus mit einem warmen und weichen Timbre, dass es den anwesenden Damen warm ums Herz wurde. Diesen Millionär hätten wohl alle gern geheiratet. Immer wieder für Lacher sorgten die Gangster um Robert Johansson. Traten sie doch grundsätzlich steppend auf.

Die komplette Besetzung und das Kreativteam vom 23.11.2016
Musikalische Leitung: Volker Hiemeyer
Inszenierung: Thomas Enzinger
Bühne und Kostüme: Toto
Chor: Tarmo Vaask
Choreographie: Ramesh Nair
Dramaturgie: Christina Schmidl

Marianne Larsen: Sweet Sue
Sophie Berner: Sugar Kane
Thomas Peters: Bienstock
Andreas Köhler: Joe (Josephine)
Oliver Severin: Jerry (Daphne)
Richard Kindley: Sir Osgood Fielding
Timothy Hamel: Impresario, Knuckles Norton
Robert Johansson: Spats Palazzo (Gamasche)
Tobias Brönner: Nr. 1
Luke Giacomin: Nr. 2
Jurriaan Bles: Nr. 3
Fredrik Andersson: Nr. 4
David Valls: Nr. 5
Alexander de Paula: Erster Gangster
Emanoel Velozo: Zweiter Gangster
Jurriaan Bles: Taxifahrer
Franziska Trunte: Olga
Sabrina Reischl: Dolores
Barbara Weiß: Mary Lou
Martina Langbauer: Rosella
Anouk Roolker: Amy
Zinovia Zafeiriadou Vidovic: Evlyn
Raquel Luis: Gloria
Fredrik Andersson: Hotelpage

Musicalensemble: Anouk Roolker, Fredrik Andersson, Jurriaan Bles, Tobias Brönner, Luke Giacomin, Sabrina Reischl, Franziska Trunte, Barbara Weiß

Young Company Staatstheater Nürnberg Ballett: Diana Duarte, Sofie Vervaecke, Max Ossenberg-Engels, David Valls

Staatsphilharmonie Nürnberg
Mitglieder des Opernchores des Staatstheater Nürnberg

Ihnen allen gelang es, ja man kann schon fast lapidar sagen: wieder einmal, das Publikum auf höchstem Niveau zu unterhalten und ihnen einen vergnüglichen Abend zu bereiten, den man so schnell nicht vergessen wird. Sie alle spielten und agierten wunderbar zusammen, alles klappte en pointe und wirkte so herrlich locker und leicht.

Das Bühnenbild von Toto war einfach genial. Egal ob es nun ein Strand oder ein Eisenbahnwagon war, es war einfach alles da und erfüllte die Illusion perfekt. Auch seine Kostüme taten ihr Übriges dazu bei  und entführten die Zuschauer in die bunte Glitzerwelt der Mädchenbands.

Weitere Termine:
03.12.2016 19:30 Uhr
20.12.2016 19:30 Uhr
23.12.2016 19:30 Uhr
27.12.2016 19:30 Uhr
31.12.2016 15:00 Uhr
31.12.2016 19:30 Uhr
08.01.2017 15:30 Uhr
22.01.2017 19:00 Uhr
23.01.2017 19:30 Uhr
27.01.2017 19:30 Uhr
29.01.2017 15:30 Uhr
18.03.2017 19:30 Uhr
23.03.2017 19:30 Uhr
27.03.2017 19:30 Uhr
08.04.2017 19:30 Uhr
21.04.2017 19:30 Uhr
29.04.2017 19:30 Uhr
03.06.2017 19:30 Uhr
05.06.2017 19:00 Uhr
23.06.2017 19:30 Uhr
01.07.2017 19:30 Uhr
07.07.2017 19:30 Uhr

Ja, es sind noch einige Termine, doch sollte man sich nicht zulange Zeit lassen, seine Karten zu organisieren. Wir sind uns sicher, dass sie schnell vergriffen sein werden. Immerhin sind sie auch ein perfektes Weihnachtsgeschenk.

Quelle: Christine Daaé

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