Ausgelassene Stimmung auf einer Reise in die Vergangenheit bei der Weltpremiere von „Boybands Forever“ in München am 4.10.2017

Das gab es noch nie! Eine Musikshow mit fünf knackigen Jungs, die dem Phänomen der Boybands auf den Grund geht. Niemand geringerem als Thomas Hermanns kam die zündende Idee eines Flashbacks in die 90er Jahre mit einer Boyband-Revue, in der jede Menge Popsongs verarbeitet wurden. Ergebnis war eine abendfüllende Show mit tollen Songs, die von einem Moderator begleitet wurde, der mit Witz und Charme noch einen perfekten Comedytouch hinzufügte.

Für die Choreographien, die die meiste Zeit einem extremen Workout glichen, konnte Starchoreograph Marvin A Smith gewonnen werden. Musikalischer Leiter war Christoph Papendieck. Eine 4köpfige Band sorgte für die einzigartige Konzertatmosphäre.

Kompliment auch an dieser Stelle an die tollen Lichteffekte (Vince Foster), die die Songs untermalten, eine LED Wand wurde genützt, um Bilder von Boybands einzublenden und sorgte für zusätzliche Effekte.
Den Part des Moderators, der auch in einige andere Rollen schlüpfte, teilen sich alternierend die Comedians Ole Lehmann und Dittmar Bachmann, wobei Lehmann die Premiere in München spielte.

Bereits am roten Teppich zogen drei in schwarz/weiß gekleidete Herren alle Aufmerksamkeit auf sich. Als special guests hatten sich die Boys, die mittlerweile alle stattliche Männer geworden sind, von Caught in the Act angesagt, die auch noch später auf der Bühne für ein ganz besonderes „CitA-Feeling“ sorgten. Noch immer haben sie Fans, die vor allem die Reunion im vorigen Jahr freute, wenn auch nur zu dritt. Bastiaan Ragas, Eloy de Jong und Lee Baxter knuddelten ihre Fans, es gab schon die ersten Kuscheltiere und auch wenn einige sich fragten, wer die drei wohl wären, war es doch für viele ein tolles Erlebnis die Idole ihrer Jugendzeit live und ganz nahe zu sehen.

Googelt man bei Wikipedia nach dem Wort „Boyband“ bekommt man die Information, dass es sich hierbei um eine Popgruppe mit meist fünf ausschließlich männlichen Mitgliedern im Teenager- und Twen-Alter handelt, die oft auch synchron zum Gesang tanzen. Meist wurden sie von Managern oder in einem Casting zusammengestellt, die wichtigste Zielgruppe waren natürlich weibliche Teenager und es gab ein unglaubliches Vermarktungskonzept. Viele der Boygroups gibt es heute nicht mehr oder sie treten in einer reduzierten Gruppenformation auf. Einige Sänger wie Robbie Williams oder Justin Timberlake haben sich als Solokünstler etabliert. Was geblieben ist, das sind jede Menge unsterbliche Songs, die man auch noch Jahre später im Radio auf und ab hören kann, ohne dass sie langweilig werden.

Langweilig wurde die fulminante Bühnenshow, die am 4.10. im Deutschen Theater in München Premiere feierte garantiert nicht. Nach München geht es, genau wie bei einer richtigen Boyband, auf große Tour, quer durch Deutschland. Am Tourneeplan stehen: Berlin, Lübeck, Rostock, Kiel, Hannover, Frankfurt/Main, Kassel, Magdeburg, Erfurt, Nürnberg, Dresden, Chemnitz, Bamberg, Braunschweig, Bremen, Aachen, Münster, Hamburg, Mannheim, Stuttgart, Freiburg, Karlsruhe, Kempten, Heilbronn, Dortmund, Bielefeld, Oberhausen, Düsseldorf und die Endstation ist am 10.3.2018 in Köln (weitere Infos siehe: www.boybands-forever.de).
Ole Lehmann (www.olelehmann.de) war definitiv eine Nummer für sich und erntete viel Gelächter und Applaus. Er informierte gleich zu Beginn, dass ohne schlechtes Gewissen geschrien werden durfte. Speziell wurden natürlich von ihm die anwesenden Mädels begrüßt, sowie der ein oder andere heterosexuelle Mann, der einfach durch den Abend durchmusste, ein Extragruß erging an alle schwulen Männer. Der Saal wurde dann in Take That und Backstreet Boys Fans unterteilt und er praktizierte mit allen kleine Aufwärmübungen für die Stimmbänder. Süß war auch sein Geständnis, dass er immer schon davon geträumt hatte Mitglied einer Boyband zu sein, allerdings nie dafür gecastet wurde. Dann kündigte er an, dass jetzt seine große Chance gekommen wäre und er stimmte „Pray“ von Take That an. Was dann kam, hätte man nach dieser Ankündigung nicht vermutet, er konnte nämlich wirklich singen und das gar nicht mal so schlecht, noch ein Pluspunkt für ihn. Er berichtete, dass es ein weltweites Casting gab und dass vor allem Charme, Ausstrahlung, das Erreichen hoher Noten und die entsprechenden moves wichtig waren. Das Zusammenstellen einer Boyband ist eine Wissenschaft und die bekam man anschließend erläutert.

Typ A: dieser Boy ist der wichtigste, um ihn wird die Gruppe gebaut, er ist der Sonnenschein und der Schwiegermuttertyp – Sunshine John. Dargestellt wurde er von Josh Randall, dem als einzige eine neue Haarfarbe (blond) verpasst worden war. Sein Solo war „It only takes a minute girl“ von Take That. Sein Unterkörper hatte ein regelrechtes Eigenleben und es gab auch die ein oder andere Breakdanceinlage. Die Frage nach seinen Hobbies beantwortete er mit: singen, tanzen und alles was Spaß macht.
Typ B: Er ist eher der Bruder-, als der Lovertyp und hat den besten Body. Er ist die Sportskanone mit süßem Dackelblick und dem Hintern einer römischen Statue – sportlicher Rik (mit k war ganz wichtig). Kaum, dass Chris Haul (www.christopherhaul.com) die Bühne enterte schrien auch schon alle „ausziehen“. Mit einer unglaublichen Wärme in der Stimme sang er „Je te donne“ von Worlds Apart und am Höhepunkt des Songs bekamen alle auch endlich seinen nackten Oberkörper zu sehen, den er wahrlich nicht verstecken musste. Lehmann war nach diesem Auftritt fast schon sprachlos und Rik meinte, dass er alles gern hat, was ihn schwitzig macht.

Typ C: er ist der Boybandschnucki und bedeutet eine Gefahr für Diabetiker. Er sieht aus wie ein Mädchen, dass sich in die Band geschummelt hat und wird gern als bisexuell dargestellt, was gemäß Erläuterung Lehmanns nichts Anderes bedeutet als schwul – Sweetheart Sasha. Robbie Culleys Erscheinung sorgte hier das erste Mal für Erheiterung. Fast komplett in rosa und mit Glitzerjacke präsentierte er sein „Could it be magic“ (Take That) fast schon girlielike und nutze die Bühne wie einen Catwalk. Er hatte eine sehr markante hohe Stimme und auch sein Popowackler war nicht ohne. Sein Lebensziel: berühmt sein.

Typ D: die gefährliche Dramaqueen, die alles andere als unschuldig ist – Bad Boy Lucian. Pelzmantel, Pelzmütze, dunkle Sonnenbrille, Goldkettchen – David Lei Brandt (www.davidleibrandt.com) sah wirklich sehr düster aus und Lehmann witzelte immer, dass er Angst vor ihm hätte. Als er allerdings sein „Show me the meaning of being lonely“ zu singen begann, war kein „bad touch“ in seiner Stimme, ganz im Gegenteil, er hatte eine tolle angenehme Stimme, die ein wenig sein Image wieder aufhob.

Typ E: obwohl er derjenige war, an dem man sich am wenigsten erinnerte, musste er doch alles beherrschen, was die anderen auch konnten – Boy Nr. 5. Hector Mitchell-Turner kam strahlend heraus und seine halblangen Haare hoben ihn etwas von den anderen ab. Da er sowieso wieder in Vergessenheit geraten würde, durfte er an dieser Stelle nichts singen und nur sagen „ich bin der 5.“.

Der Beginn des Boyband bootcamps wurde mit „Step by Step“ von den New Kids on the Block eingeläutet. Weiter ging es mit der Tatsache, dass sich die Boys vom alten Leben und eventuellen Freundinnen verabschieden mussten – „I’ll never break your heart“ (Backstreet Boys) war angesagt. Das Verhältnis zum Management wurde von Sasha mittels eines kleinen Strips (bei dem mehr als eine Hose fiel) an einer Polestange angedeutet, wobei Ole den Manager verkörperte und bei „Quit playing games with my heart“ (Backstreet Boys) den Refrain sang. Als magischen Moment in einer Boyband bezeichnete Lehmann den ersten Videodreh, bei dem er selbst den Regisseur mit wienerischem touch gab. Alle Jungs erschienen mit geöffneten Hemden, Sascha hatte seines, zum Image passend, über dem Bauch zusammengeknotet. Mit „It’s alright“ von East 17 ging’s dann für alle der Reihe nach ab unter eine Wasserdusche, wo es für alle im Saal kein Halten mehr gab und das Gekreische ohrenbetäubend wurde. Die Mütter im Saal dachten sich vermutlich „oh mein Gott, hoffentlich verkühlen die sich nicht“, die Töchter dachten sich „oh mein Gott, warum ziehen sie denn nicht mehr aus“ und die paar verirrten Männer „oh mein Gott, muss das sein“.

Dann kam die für alle wohlverdiente Pause, wo sich die Jungs erstmal trockenlegen mussten.
Der Beginn des zweiten Teils widmete sich dem ersten großen, ausverkauften Stadionkonzert und er bat das Publikum noch eine Schippe draufzulegen und noch enthusiastischer zu sein, als beim ersten Teil, das ließ sich das Publikum natürlich nicht zwei Mal sagen. Ganz in weiß zeigte das Quartett eine schweißtreibende Choreo zu „Larger than life“ (Backstreet Boys), Lucian provozierte mit dem Michael Jackson Griff, Sasha bewies sich im Robotdance. Zumindest dreiviertel des Saales standen und feierten die Band (die leider den ganzen Abend ohne Namen blieb, damit man ja nicht dachte, es handelte sich um eine echte). Danach holten sich die Jungs ein Mädchen, das nicht wusste, wie ihm geschah auf die Bühne und umgarnten es bei „Love me for reason“ (Boyzone). So manch eine hätte vermutlich einen Herzinfarkt bekommen, das Mädchen des Premierenabends war aber alles andere als scheu, machte gut mit und fühlte sich sichtlich wohl. Das Tourleben ist anstrengend und es kommt zu übermässigem Alkoholgenuss, zuviel Alkohol oder Groupies bzw. einer ungesunden Mischung aus beidem. Mit Bademänteln und Badetüchern bekleidet ließ Lucian den ein oder anderen von seinem Geheimpulver kosten, während John am Klavier „I swear“ von All-4-One“ anstimmte. Dass es auch zu echten Gefühlen in einer Boyband kommen konnte, bewiesen bei „I want it that way“ Sasha und Rik. Toll war der Einsatz des Publikums, das kurzfristig den Gesang für Sasha übernahm, da sein Mikro den Geist aufgegeben hatte. Beide kamen sich sehr nahe und Ole fand sie sehr niedlich. Und dann durfte doch noch die Nr. 5 im Alleingang einen Song performen und das Publikum erfuhr endlich seinen Namen – Alex. Mit „When will I be famous“ von Bros rockte er mit fliegenden Haaren in Lederjacke (ohne etwas drunter wohlgemerkt) und ließ den Saal kochen, als die Jacke auch noch fiel war natürlich wieder jede Menge Geschrei angesagt. Mit „Bye bye bye“ von *N Sync wurde das Ende der Boyband eingeläutet und alle gaben in schwarzen Outfits nochmal alles.
Lehmann informierte, dass nun die 90er Jahre vorbei wären und somit auch die Boyband-Ära, alles was blieb, waren die Songs, ein sehr emotionaler folgte von „Blue“. Bei „Breathe easy“ saßen alle andächtig auf Hockern. Zu dumm, dass die Mikros nicht mehr bei allen wollten, hier sah man den Zusammenhalt der Jungs, denn sie halfen sich gegenseitig aus und auch das Publikum mischte gesangtechnisch wieder kräftig mit. Dann folgten einige Nummern, bei denen das Publikum fotografieren und filmen durfte. Bei „Babe“ (Take That) ging’s dann für die fünf ab in die Menschenmassen und einige konnten sich gar nicht mehr richtig auf das Singen konzentrieren, da sie regelrecht belagert wurden. Mit „Back for good“ folgte ein weiteres Take That Highlight. 2010 begann dann das Zeitalter einer neuen Boyband, nämlich One Direction. Auch ihr wurden zwei Titel („What makes you beautiful“ und „Story of my life“) gewidmet. Mit einer energiegeladenen Choreo lieferten die Boys dann auch noch „Everybody“ von den Backstreet Boys. Danach wurden „Caught in the Act“ als special guest angekündigt und Bastiaan, Eloy und Lee performten zu dritt ihren Hit „Love is everywhere“. Als Zugabe wurde es nochmals ordentlich heiß, die fünf Jungs hatten sich in Outfits gezwängt, die beinahe schon einen Waffenschein benötigten, vor allem der Hauch von nichts unten herum lenkte ordentlich ab.

Der Saal tobte, die Leute gaben standing ovations, es wurde geschrien und gejubelt, Euphorie pur und die Menge wollte sich gar nicht mehr beruhigen. „Einer geht noch“ versprach Lehmann und kündigte ein ruhiges „Rauschmeißerlied“ an. Bei „No matter what“ von Boyzone setzten sich die Jungs und die Band auf die Bühne und es wurde noch ein letztes Mal so richtig kuschelig…

Was für eine Show, was für ein fulminanter Auftakt, wenn das so weitergeht, und das wird es, bestimmt, dann werden sich die fünf Jungs vor neuen Fans nicht mehr retten können!

Und auch noch Tage später bekam man die wieder frisch gehörten Boyband Songs nicht mehr aus dem Kopf…und hatte eine schöne Erinnerung an den Abend.

As we are a German internet page, here is only a short review in English, focusing on the boys:

Sunshine John is the most important boy in a group. He is the guy all mothers-in-law are dreaming of. Josh Randall, becoming blond for the show, embodied this bright character. His lower body seemed to have it‘s own life, because he presented great moves during the show. His solo was “It only takes a minute girl” which showed the perfect combination of singing and dancing.

Sporty Rik was said to have the best body of the quintet and according to the host he had the backside of a roman statue – noone disagreed ?

As soon as Chris Haul entered for the first time on stage, the whole auditorium screamed for a strip. He had a voice full of warmth and sang the french number “Je te donne,” of Worlds Apart. On the peak of the song, he presented his upper body naked, which of course, he did not have to hide.

Sweetheart Sasha looks like a girl who is hiding in the boyband and he is definitely a high risk for diabetics. Robbie Culleys appearance caused plenty of laughs because his favourite colour seemed to be pink and for most of his performances he used the stage, girlie like, sometimes as a catwalk, but also with great moves. He had a striking high voice and his solo was „Could it be magic“ of Take That.

David Lei Brandt as ‘Bad Boy Lucian’, was the dangerous dramaqueen who looked anything but innocent. As he began to sing his solonumber „Show me the meaning of being lonely“ there was no bad touch in his voice anymore, quite the contrary, he had a great voice, which spruced up his bad image a lot.

Hector Mitchell-Turner was called ‘the Boy Nr. 5’. This guy is “existing“ in the group but no one remembers him a long time. At the beginning, he did not have a solo song, but during the show he rocked with, “When will I be famous,” of Bros, with flying hair and in leatherjacket (without anything underneath, of course). He had the opportunity to tell the audience his name, (Alex), and as soon as he threw away the jacket, the crowd screamed again.

Then a lot of typical boyband songs followed: “Step by step” (New Kids on the Block), “Quit playing games with my heart” (Backstreet Boys). This made Sasha’s manager, (Ole Lehmann, the host of the show), a bit crazy, while losing more than one pair of pants. The first video shoot was shown with the song “It’s alright” of East 17. All the boys lounged themselves under and in the theatre. The screaming became deafening.

The use of drugs is a theme as well as the homosexuality between the boys.

A highlight was the calm number “Breathe easy” (Blue,) “Babe,” “Back for good” (both, Take That,) or “Bye Bye Bye” (*N Sync) were also great numbers. “Love me for a reason,” became very special, because the boys picked one girl out of the audience who was allowed to come on stage and listen to the song.
The former boy group, now grown up men, (Caught in the Act), performed their song “Love is everywhere,” and waves of enthusiams were guaranteed.

What a show! What a brilliant beginning! If this euphoria continues, and it surely will, then the five boys cannot save themselves from a lot of new fans!

Quelle: Andrea Martin
Boybands Forever, München - Premiere 04.10.2017

Am 4.10.2017 ging im Deutschen Theater in München die Weltpremiere von „Boybands Forever“ von Thomas Hermanns über die Bühne. Die Premiere mit den specials guests Bastiaan Ragas, Eloy de Jong und Lee Baxter von Caught in the Act war ein fulminanter Auftakt einer großen Deutschlandtournee. Die 5 Jungs der Band ohne Namen Josh Randall, Chris Haul, Robbie Culley, David Lei Brandt und Hector Mitchell-Turner brachten alle Voraussetzungen mit: Fitness, Gesang, Moves, Klamotten und natürlich den gewissen Look. Ole Lehmann hatte die Moderatorenrolle übernommen und unterhielt mit Witz und Charme das Publikum.

Foto: Andrea Martin
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