Mogli und das Dschungelbuch, Das neue Mitsing-Musical von und mit Gernot Kranner – Für Kids ab 4

Sänger, Schauspieler, Autor, Regisseur… Gernot Kranner ist ein Multitalent und tanzt auf vielen Hochzeiten. Dazwischen findet er aber auch immer wieder Zeit neue kleine Mitsing-Musicals für die Kleinsten zu entwickeln. Gemeinsam mit Walter Lochmann, der für die Musik zuständig ist hat es ihn dieses Mal in den Dschungel zu Mogli und seinen tierischen Freunden verschlagen.

Am 4.11.2017 fand das Programm im Dachgeschoss vom Haus der Musik im ersten Wiener Gemeindebezirk vor ausverkauftem Haus statt. Am Klavier begleitete ihn ausnahmsweise Axel Ramerseder, da Lochmann anderweitig verpflichtet war.

In rund 45 Minuten gab es dann von Kranner eine ganz eigene Interpretation des Dschungelbuchs nach dem Roman von Rudyard Kipling. In indischen Gewändern kam er durch’s Publikum (die Eltern hatten auf Sesseln, der Großteil der Kinder auf Teppichen direkt vor der Bühne Platz genommen) auf die Bühne. Gleich zu Beginn fragte er die Kinder, ob diese schon einmal im Dschungel gewesen wären. Dass alle eifrig mit „ja“ antworteten, ließ die anwesenden Begleitpersonen natürlich schmunzeln. Auch die Frage in den Raum, welche Tiere es denn so im Dschungel gäbe, wurde passend mit den verschiedensten Geräuschen beantwortet. Dann berichtete Kranner vom Panther Baghira, der ein Baby findet. Einzig der Geruch des Babys und dessen Geschrei war nicht so ganz Baghira’s Fall. Besonders als Gernot das Gesicht der Raubkatze nachmachte, als es das Babygacksi roch, brachte die Kinder sehr zu lachen. Auch schlüpfte der Darsteller in die Rollen von Mama und Papa Wolf, die das Baby dann aufzogen. Beim Lied das Kakadus „Dum Dum“ gab es wieder eine erfolgreiche Mitklatschanimation und schon kurze Zeit später hatte man nicht mehr genug Finger an beiden Händen, um alle Tiere aufzuzählen, die von Kranner in Personalunion dargestellt wurden. Natürlich schlüpfte er auch in die Rolle des immer größer werdenden Menschenkindes Mogli, das sich mit seinem eigenen Lied und Händeschütteln den Kindern vorstellte. Man erfuhr, dass Mogli „der kleine Frosch“ hieß und dass Mogli sehr sprachbegabt ist. Als Mogli sich dann auf die Suche nach den Gesetzen des Dschungels begibt lernt er auch noch jede Menge andere Dschungelbewohner kennen. Als Schlange Kaa windet sich Kranner listig, setzt einen schielenden Blick auf und lispelt mit hoher Stimme. Auch die Elefanten haben ihren Auftritt und Balu der Bär darf seinen „Bär’n-Parade-Schritt“ vorführen. Hier sei nochmals erwähnt, dass Kranner nicht einfach nur seine Lieder sang, sondern diese mit ganzen Körpereinsatz zum Besten gab. Sich zum Affen machen ist normalerweise etwas negativ behaftet, aber da auch eine Affenbande eine Rolle in der Geschichte spielt, hüpfte er glatt auch als Affe herum und gab die passenden Geräusche, sehr zur Freude der Kinder.

Die Geier hatten eine ganz patente Weisheit in ihren Lied zu verkünden: „Hol’s der Geier! Pfeif doch drauf! Aber gebe niemals auf! Als dann Mogli Gefahr durch Shir Khan drohte traten alle gemeinsam an, um ihm zu helfen, eine wahre Herausforderung für den Akteur, da er innerhalb kürzester Zeit alle Charaktere abspulte. Im Endeffekt kam den Tieren die „rote Blume“ alias das Feuer zu Hilfe und sie konnten den bösen Tiger verjagen. Das Ende von der Geschichte war schnell erzählt, nämlich, dass sich Mogli entschloss unter den Menschen zu leben und eine Familie gründete. Aber er vergaß nie seine Freunde im Dschungel und dessen Gesetze:

Das Dschungelgesetz der Wölfe lautet:
Meide die Menschen – gehe nie ins Dorf!

Baghira‘s oberstes Dschungelgesetz:
Tue nie einem Lebewesen aus Spaß etwas zuleide!

Kaa informierte:
Nimm dich in Acht vor Schlangen! (kleiner Zusatz für die Menschenwelt von Kranner „ vor falschen Schlangen“)

Elefant Hathi hat gesagt:
Ein Elefant ist allein stark – aber gemeinsam sind wir stärker!

Balu, der Bär hat gelehrt:
Nicht immer führt ein gerader Weg am besten ans Ziel!

King Louie hat gewusst:
Spiele nicht mit der roten Blume!

Die Geier haben klug gesagt:
Hol’s der Geier! Pfeif doch drauf! Aber gebe niemals auf!

Auch wenn die Gesetze auf den ersten Blick für die Kinder lustig erschienen, so hatten sie natürlich nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Erwachsenenwelt eine tiefere Bedeutung.

Nach der Vorstellung hatte Gernot Kranner seinen Zauberkoffer dabei, in dem sich jede Menge CD’s seiner vorherigen Programme befanden, die aber zum Teil auch noch aufgeführt werden. Die Kinder umschwärmten ihn wie die Motten das Licht und wollten schon begeistert wissen, wann die CD von Mogli herauskommt und was die nächsten Pläne sind. Mit viel Ruhe und Ausdauer wurden alle Fragen beantwortet, Autogramm- und Fotowünsche erfüllt.

Quelle: Andrea Martin

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Do NOT follow this link or you will be banned from the site!