Wer sind … „The Gentlemen of Swing“?

Am 30.10.2017 durften wir uns das erste Mal „The Gentlemen of Swing“ im Novomatic Forum in Wien ansehen (wir berichteten). Da es nicht alltäglich ist, dass Sänger, die man mit dem Musicalgenre verbindet, plötzlich mit Ratpacknummern auftreten, haben wir bei Ramesh Nair und Lukas Perman nachgefragt wer „The Gentlemen of Swing“ denn eigentlich sind, und wie es zu dieser Konstellation gekommen ist.

Die Frage nach dem „wer“ lässt sich in einem langen Satz beantworten. Das sind Lukas Perman und Ramesh Nair, die mit Charme und Humor, mal deftig, mal mit feiner Klinge die Zuschauer auf eine Reise entlang ihrer tragikomischen Lebensgeschichten entführen und dabei die schönsten Ratpacknummern singen, tanzen und erzählen.

Wie es dazu kam? Auch diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten. Ramesh Nair hatte von der Nostalgiearena Maria Taferl, wo es schon öfters einen Auftritt mit der Formation „4 Voices of Musical“ gab, eine Anfrage erhalten einen Soloabend zu gestalten. Lange musste er nicht nach einem Thema suchen, da er sich schon länger mit Swingmusik und der Ratpack-Ära beschäftigt hatte. Einem plötzlichen Anruf von Lukas Perman folgte der Entschluss gemeinsame Sache zu machen, da auch dieser bereits über ein Swingprogramm nachgedacht hatte. Beide beschlossen daraufhin, dass es kein reines Gesangsprogramm werden sollte. Andy Hallwaxx wurde als Autor und Regisseur dazu geholt und ein Kabarettprogramm entwickelt, das den beiden wirklich riesigen Spaß macht. Aufgrund des Engagements von Perman bei „I am from Austria“ sind sie zwar terminlich etwas eingeschränkt, aber nach einigen Shows 2017 hat das Duo auch 2018 vor mit dem Programm durch Österreich zu reisen.

Hallwaxx, den Nair als unglaublich kreativen Kopf bezeichnet, und der bereits bei der ersten Ideenpräsentation genug Material für drei Programme hatte, ließ den beiden Spielraum, um eigene Ideen einzubauen. Gemeinsam wurde überlegt welches Genre auf welche Art und Weise bedient werden soll, und wie der Stil des Humors (für beide durfte der „Wiener Schmäh“ nicht zu kurz kommen) angelegt werden sollte. In den Proben ergaben sich viele neue lustige Situationen und auch in der Livesituation vor Publikum kommt es spontan zu unterhaltsamen Ideen, vor allem dann, wenn das Publikum einmal anders als vielleicht gedacht auf die beiden und ihren Humor reagiert.

Sowohl Ramesh als auch Lukas kann man in ihrem Programm aufgrund der Vielfältigkeit, die sie den Besuchern anbieten, als Entertainer bezeichnen. Perman auf die Frage, was einen solchen auszeichnet: „Einem Entertainer muss es vor allem Spaß machen Menschen zu unterhalten, das sagt ja schon die „Berufsbezeichnung“ aus. Das größte Anliegen eines Entertainers ist, dass sein Publikum Spass hat und berührt wird.“ Nair ist es wichtig, dass das Publikum bewegt wird und es seine Alltagsgedanken, zumindest während der Show, vergessen kann. Es spielt keine Rolle was der Auslöser ist, ein Song, eine Geschichte oder ein Tanz, das Publikum soll in erster Linie gut unterhalten und zum Schmunzeln oder noch besser zum Lachen gebracht werden.

Natürlich drängt sich auch die Frage auf, warum die beiden sich für Swing entschieden haben.
Ramesh Nair wurde von der Swingmusik schon in seiner Kindheit begleitet. „Ich liebe die Metro-Goldwyn-Mayer Filme, in denen immer viel getanzt und gesungen wurde. Dean Martin und Sammy Davis Filme waren bei uns zuhause an der Tagesordnung. Meine Mutter und ich haben diese immer zusammen gesehen. Aber auch die modernen Interpretationen von Michael Bublé, Robbie Williams oder Roger Cicero begeistern mich.“
Perman ist von den Arrangements der Swingmusik sehr begeistert. „Die starken Bläsersätze und dazu die rhythmische Komponente, man kann sich richtig auf die Musik setzen und mitschwimmen.“

Wenn man ein Kabarett macht, dann muss man auch eine große Portion Humor mitbringen. Dass das Publikum über die beiden lachen konnte, zeigte sich während der besuchten Vorstellung. Worüber können aber Ramesh und Lukas am meisten lachen?
Nair gibt unumwunden zu, dass er am besten über sich selbst lachen kann. Natürlich nimmt er seinen Beruf sehr ernst, aber gerade dann, wenn man sich für ein Kabarettprogramm entschieden hat, ergeben sich oft sehr lustige Momente, die auch manchmal durch ein kleines Hoppala ausglöst werden, und wo er sich nicht immer zusammenreißen kann.
Auch Lukas lacht gerne, besonders dann, wenn unvorhergesehene Dinge passieren, und er dann irgendwie aus dem Schlamassel herausmuss.

Auf die Frage was einen der „Gentlemen“, bezogen auf das Programm, auszeichnet, wurden wir wie folgt aufgeklärt:
Nair: „Ein Gentleman ist höflich, zuvorkommend, hilfsbereit und freundlich. Im Grunde sind das auch unsere swingenden Charaktere, die nur „rein zufällig“ auch Ramesh und Lukas heißen und das Gentleman-Sein auch als Masche nutzen, um an ihre Ziele zu kommen.“
Perman: „Ein Gentleman gibt seinem Gegenüber das Gefühl, dass es etwas Besonderes ist. Sie sind aufmerksam und einfühlsam.“

Googelt man im Internet das Worte „Gentlemen“ bekommt man folgende Information: Ein Gentleman ist ein gebildeter Mann, der sich durch Charakter und Anstand auszeichnet.

Beide Gentlemen haben wir auch getrennt voneinander befragt und sie gebeten die Charakterzüge des jeweils anderen zu beschreiben.
Das sagt Ramesh Nair über Lukas Perman: „Lukas ist immer höflich, meist zuvorkommend, manchmal ein Träumer, sehr geradlinig.“
Lukas über Ramesh: „Ramesh ist sehr aufmerksam und nimmt sein Gegenüber immer wahr. Er lässt sich auf Gespräche präsent ein und kann gut zuhören. Er ist ein sehr höflicher Mensch, dem, wie auch einem Gentleman, respektvolles Miteinander sehr wichtig ist.“

Beide sind es gewohnt sowohl mit einem großen, als auch einem kleinen Team auf und hinter der Bühne zu agieren. Was ist aber nun einfacher?
Für Nair ist es eine ganz tolle neue Erfahrung in so einem kleinen Rahmen zu performen.
Ich bin zwar schon immer ein Teamplayer gewesen und muss auch nicht immer in der ersten Reihe stehen, aber hier hat man die Aufmerksamkeit über 2,5 Stunden und jede Show, jedes Publikum und jede Location ist etwas anders. Man muss sich immer wieder neu darauf einstellen. Und ganz besonders auf den Partner. Solche Kabarettprogramme leben eigentlich erst wirklich nach einigen Vorstellungen, wenn man herausgefunden hat, wo wann was funktioniert. Inzwischen klappt unser Zusammenspiel wunderbar, und es ist immer wieder eine große Freude aufzutreten.“
Auch für Perman ist es immer wieder sehr herausfordernd in kleinerem Rahmen auf der Bühne zu stehen, da der Fokus dann komplett auf einen gerichtet ist, und man sich weder hinter einem Ensemble, noch hinter einem Bühnenbild verstecken kann.

Zum Schluss wollten wir noch drei Gründe wissen, warum jemand, der „The Gentlemen of Swing“ noch nicht gesehen hat, diese einmal besuchen sollte bzw. warum man ruhig auch zum Wiederholungstäter werden darf.
Ramesh Nair:
1. Weil man Lukas und mich hautnah in einem neuen Genre von einer ganz anderen Seite kennenlernt.
2. Weil man mal wieder herzlich lachen kann.
3. Weil wir das volle Entertainmentprogramm bieten.

Lukas (kurz und bündig)
Gesang, Tanz und Gaudi.

Natürlich gab es auch für „The Gentlemen of Swing“ unsere finale Frage, wie sie sich mittels drei Emojis beschreiben würden:

Ramesh Nair:

Lukas Perman

Mehr zu den zwei sympathischen Gentlemen findet man auf ihrer Facebookseite.

Einen Fixtermin für 2018 gibt es bereits am 15.1.2018, 20:00 im Wiener Metropol (www.wiener-metropol.at), Karten sind über die Onlineseite des Theaters oder telefonisch unter +43-1-407 77 407 erhältlich.

Vielen Dank an „The Gentlemen of Swing“ für einen kleinen Einblick hinter ihr Swingprogramm, dem wir weiterhin viel Erfolg und lachendes Publikum wünschen.

Quelle: Andrea Martin

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