007 The music of James Bond – Hollywoodflair im Wiener Konzerthaus mit den schönsten Bondsongs aller Zeiten

Im Herzen des Konzerthauses liegt der Große Saal. Er war am ersten Dezemberwochenende ein Ort, wo jeder Bondfan seine wahre Freude gehabt hätte. In dem wunderschönen Saal mit einer unglaublichen Akustik fanden an zwei Abenden zwei wundervolle Konzerte statt. Verantwortlich für Konzept und Produktion war die Medea Music GmbH (Erich Hofmann, Elisabetta Hartl) und sie hatte mit diesem Konzerthighlight wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen. Auf der Bühne hatte das Max Steiner Orchestra, das rund 70 Musiker umfasst, unter der Leitung von Alex Johansson in all seiner Pracht Platz genommen. Hinter ihnen befand sich eine große Leinwand, auf der während der dargebotenen Songs diverse Ausschnitte aus Bondfilmen, teilweise sogar themenbezogen (Bondgirls, Österreich) eingeblendet wurden.

Bernhard Vosicky fungierte als lässiger Moderator, den man sonst eher als Radiomoderator von Radio Wien kennt. Als stimmliche Unterstützung hatte man drei Damen mit einzigartigen Stimmen engagiert. Die Leading Musicallady Maya Hakvoort, die junge vielseitige Sängerin Nazide Aylin , die nicht nur im Musicalbereich zuhause ist und Sandra Pires, die mit ihrer ganz speziellen Stimmfarbe auch keine Unbekannte mehr ist. Als special guest trat niemand geringere als Conchita Wurst auf, die dem Ganzen noch das Sahnehäubchen aufsetzte.

Eins noch vorweg die Damen sahen alle bezaubernd in ihren Outfits aus. Mehrfach wurden sie während des Abends gewechselt und eines war prachtvoller als das andere anzusehen. Nach dem bekannten Bond Theme, bei dem man zum ersten Mal von der Kraft des riesigen Orchesters verzaubert wurde, besang Aylin den berühmten „Goldfinger“. Sie lieferte einen sehr dramatischen Auftakt, bei dem alles perfekt kalkuliert war. Kaum, dass in ihrem Text das Wort „Kiss“ vorkam, wurde doch glatt auf der Leinwand auch geküsst. Pires schrieb dann mit ihrer fast schon zerbrechlichen Stimme eine Ansichtskarte mit nur vier Worten „From Russia with love“. In einem unglaublich effektvollen rot glitzernden Kleid war Hakvoort dann überzeugt, dass „You only live twice“. Während es vom Orchester eine Suite aus „On her majesty’s secret service“ gab, bekam man so manch unterhaltsame Bondszene von einst zu sehen. Dann betrat Conchita das erste Mal die Bühne. In einem schwarzen Einteiler erfüllte sie mit ihrer Stimmgewalt den Saal und lieferte Dramatik pur, wie es für „Diamonds are forever“ passend war. Als tolle Ladies in red harmonierten Maya und Nazide bei ihrem „All time high“ (aus „Octopussy“) wunderbar und zeigten mit strahlenden Gesichtern, dass Bondsongs nicht immer nur ernst sein müssen. Was soll man zu „For your eyes only“ sagen, außer „Conchita at her best“ und drei Buchstaben „wow“. Eine Stimme, die berührt, die tief in einen hineingeht und nicht mehr loslässt. Zum Schluss des ersten Teils gab es noch ein Medley von Maya, Nazide und Sandra, bei dem es vor allem bei „Live and let die“ so richtig rockig wurde. So wie James Bond mit seinen Waffen umzugehen weiß, so wissen die drei Damen mit ihrer Stimme gekonnt umzugehen.

Nach Conchitas „Moonraker“, bei dem sich wieder einmal bewies, was für ein Publikumsmagnet sie ist, hatte Pires die „Licence to kill“. Dass das ihr Herzenssong war, war ganz eindeutig zu hören, da sie mit ihrer Stimme die Hörnerven des Publikums umschmeichelte. Eine stimmgewaltige Maya Hakvoort präsentierte sich bei „Tomorrow never dies“. Wie gut, dass der morgen nicht stirbt, denn sonst hätte sie den Song am nächsten Tag nicht mehr singen können. Bei „The world is not enough“ zeigten sich Maya, Nazide und Sandra als Glamourladies und bei „Golden Eye“ von Conchita und Nazide war ein sehr gutes Zusammenspiel der beiden zu bemerken. Nicht nur in stimmlicher Hinsicht, sondern auch von der Körpersprache her gingen sie gut aufeinander ein. Wie Lichtgestalten – alle in weiß – sah man dann die drei Ladies, allen voran Leadsängerin Maya Hakvoort bei „Skyfall“. Das wäre dann eigentlich schon die letzte Nummer gewesen, aber das Publikum war so von der Magie der James Bond Songs in den Bann gezogen, dass es die vier Sängerinnen und das Orchester gar nicht mehr gehen lassen wollte. So kam es noch zu einem weiteren „Skyfall“, dieses Mal von allen gemeinsam interpretiert. Ein toller, stimmungsvoller Abend in wunderbarer Location mit hervorragenden Musikern und Sängerinnen. Danke für diesen Magic Moment.

Quelle: Andrea Martin

3 Comments

  1. Marianne Nygaard

    It was a pleasure to be in Wiener Concert Hall – and all artists were excellent – I’m a great fan of Conchita and it was great to see and hear her in these beautiful surroundings with a wide-ranging orchestra. ..Thanks for a wonderful experience – I came all the way from Denmark and it was definitely the long journey worth ..

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  2. maria kasper

    War ein unvergeßlicher Abend mit drei tollen Künstlerinnen begleitet von einem großartigen Orchester, aber herausragend war Conchita. Wirklich das Sahnetüpfelchen der Gala, und die Bondlieder einfach so mitreißend und gefühlvoll gesungen.

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  3. Alvin Sabanija

    War gewaltiger Abend mit viel toller Musik Sängerinnen waren großartig ,das Duo von Nazide und Sandra war stimmig gewaltig mein Highlight ,,, Nazide sang wie einhegen umrandet mit Gefühlen und tollen Orchester …………toi toi toi

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