„Elphi“s erster Geburtstag

„Elphi“ – oder, und soviel Zeit muß sein: die Elbphilharmonie in Hamburg.

Vielen ist sie ein Begriff, aus den verschiedensten Gründen. Die Geschichte ihrer Entstehung könnte Bücher füllen und war oft Zentrum von Diskussionen.

Aber das soll hier nicht Thema sein. Und ist auch nicht Thema des Buches „Elbphilharmonie – Die erste Saison“.

Ein Jahr ist sie nun „alt“, die Elbphilharmonie, das scheinbare Ungetüm im Süden der Speicherstadt. Viel wurde darüber geschimpft, diskutiert und kritisiert. Aber nun steht sie da: ein durchdachtes Wunderwerk der Architektur und des Klangs – eröffnet am 11. Januar 2017

Nach einem Jahr ist es Zeit etwas zurückzublicken. Zurück auf dieses Jahr, auf die Saison. Und genau das tut das Buch „Elbphilharmonie – Die erste Saison“.

Nimmt man es in die Hand und betrachtet nur den Einband, denkt man sich insgeheim: „Ohje, bestimmt viel Text und viel Blahblah“, wie es bei so einigen rückblickenden Werken der Fall ist. Doch nicht hier. Schon das erste hektische Durchblättern, weil doch niemals genügend Zeit ist, weckt das Interesse. Die Bilder huschen vorbei, vermitteln Emotionen und ein wenig Wehmut, weil man (noch) nicht dabei war. Und pflanzt den Wunsch, sich es mit einer guten Tasse Tee und diesem Buch gemütlich zu machen.

Man wird nicht enttäuscht.

Die drei großen Themenbereich des Buchs: „Emotionen“, „Impressionen“ und „Chronik“ vermitteln durch knappe und prägnante Texte und ausdrucksstarke Bildern die Gefühle eines Jahres – eingefangen in Wort und Bild.

Jeder Teilbereich ist dabei in seiner eigenen Struktur aufgebaut, die dem Thema dienlich ist.

So glänzt „Emotionen“ mit Fotos, die Geschichten erzählen, die Gefühle überbringen und die Eindruck hinterlassen. In einem förmlichen Zeitungsartikel wären sie deplatziert, aber hier sind sie genau richtig. Ein Kompliment an die Bildauswahl und natürlich an die Photographen, die diese Momente eingefangen haben.

Im Bereich „Impressionen“ wird das erste Jahr „Elphi“ buchstäblich von A – Z beleuchtet. Ein Überblick der Saison, die Veranstaltungen „Funkelkonzerte“ und Ereignisse („G 20“) und natürlich auch Schlagwörter wie „Architekturwunder“. Namen, Daten und Wissen wird von Anfang bis Ende vermittelt und eindrucksvoll dargestellt. Ein Lexikon der Kunst in und um „Elphi“ – wenn man so möchte.

Für die Liebhaber von Fakten – und natürlich auch für alle anderen Interessierten – gibt es noch den Abschnitt „Chronik“. Dort werden in zeitlicher Abfolge die Veranstaltungen und wichtigen Ereignisse kurz aufgeführt. Und die Zahl ist beachtlich, blickt man doch auf nur 365 Tage zurück.

Es macht Spaß, das Buch durchzublättern und darin zu lesen. Immer wieder entdeckt man etwas Neues und blickt interessiert zurück, doch irgendwie auch in die Zukunft. Denn wenn das vergangene Jahr die Blaupause für folgende Jahre ist, dann darf man sich auf noch so einiges freuen.

Das Buch „Elbphilharmonie – Die erste Saison“ ist auf jeden Fall zu empfehlen.

Erschienen ist das Buch im Edel Verlag, unter der ISBN: 978-3-8419-0588-8

Quelle: Alexander Brock

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