Magic Moments zauberte das riesige Team rund um „Disney in concert“ am 16.12.2017 in der Wiener Stadthalle

Bereits im dritten Jahr in Folge fand eine große Hallentour rund um die schönsten Disney Hits statt. 2017 gab es eine Wiederaufnahme und die führte nach Kiel, Mannheim, Freiburg, Berlin, Magdeburg, Frankfurt am Main, Regensburg, Stuttgart, Zürich, Nürnberg, Graz, Wien, Köln, Oberhausen und Hamburg. Die Semmel Concerts Entertainment GmbH (in Österreich in Zusammenarbeit mit der LS Konzertagentur GmbH) tat gut daran, dieses tolle Erlebnis für Jung und Alt ein weiteres Mal auf die Hallenbühnen zu holen.

Den Disney Konzern verbindet man schon lange nicht mehr nur mit der Micky Maus. Disney ist viel mehr, denn nicht nur Zeichentrickfilme stammen von dem US-amerikanischen Medienunternehmen. Bei diesen Konzerten wird durch das harmonische Zusammenfügen verschiedener Komponenten eine Atmosphäre geschaffen, die ihresgleichen sucht. Auf der Bühne hatte das riesige Hollywood-Sound-Orchestra unter der Leitung von Heinz-Walter Florin Platz genommen. Dahinter gab es eine riesige Leinwand, auf der zu den ausgewählten Songs die passenden Filmszenen gezeigt wurden. Den seitlich platzierten Zuschauern brachten zwei weitere Screens, links und rechts von der Bühne, das Geschehen näher.

Der aus dem Fernsehen bekannte Moderator Jan Köppen führte wieder souverän und humorig durch den Abend und sorgte mit seinen Ansagen für oftmaliges Schmunzeln. Besonders lustig die Vorbereitung des Publikums auf den „Tarzan“-Block. Er unterteilte das Publikum in zwei Gruppen. Eine war die Percussiongruppe, die andere war zuständig für die passenden Affengeräusche. Letztendlich machte sich auch Köppen zur Freude aller zum Affen und war stolz auf die Leistung der Besucher.

In Wien gingen folgende fünf Solisten an den Start: Milica Jovanovic, Willemijn Verkaik, Anton Zetterholm, Lars Redlich und Cassandra Steen.

An Milica Jovanovic kommt so schnell kein Musicalfan vorbei. Die sympathische Sängerin schlüpfte schon in viele Charaktere und bezauberte mit ihrer tollen Stimme. Die Darstellung starker Frauen wie Guinevere in „Artus-Excalibur“, Eleonore Schikaneder in „Schikaneder“, „Ich“ in „Rebecca“ oder im Sommer 2018 die Fantine in „Les Miserables“ (Tecklenburg) ist ihr Markenzeichen.

Auch Willemijn Verkaik ist in Österreich ein Begriff, auch wenn sie hier noch nicht gespielt hat. Als grüne Hexe Elphaba machte sie sowohl in Deutschland, den Niederlanden und auch am West End auf sich aufmerksam. Aktuell geht sie in Berlin bei „Ghost – Nachricht von Sam“ auf Geisterjagd.

Anton Zetterholm wurde einer breiten Masse durch seinen Sieg bei der Castingshow „Ich Tarzan, Du Jane!“ bekannt. Danach folgten Rollen in „Wicked“, „Elisabeth“, „Les Miserables“ oder „Tanz der Vampire“.

„Lars but not least“, sein Soloprogramm, ein Mix aus Show, Kabarett, Musikcomedy und eigenen Songs machte Lars Redlich fast in jedem großen und kleinen Ort in Deutschland bekannt und hat schon mehr als einen Preis gewonnen. Auch seine Show „Berlin in einem Zug – die abgefahrenste Show der Hauptstadt“, die er gemeinsam mit Tino Andrea Honegger im Jazzclub Schlot in Berlin einmal im Monat präsentiert ist schon lange keine Eintagsfliege.

Cassandra Steen kennt man u.a. von dem Projekt „Glashaus“, aber auch ihr Song „Stadt“ feat. Adel Tawil ist ein Begriff. In „Küss den Frosch“ synchronisierte sie sogar die Tiana und somit wäre auch schon der perfekte Bezug zu Disney hergestellt.

Nach der Begrüßung, bei der sogar Micky Maus in roter Uniform erschien, war der erste Block dem Film „Küss den Frosch“ gewidmet. Lars Redlich interpretierte sowohl „Hier in New Orleans“ und lieh auch dem bösen Zauberer bei „ Freunde im Schattenreich“ seine Stimme. „Ganz nah dran“ war dann nicht nur der Titel von dem Hauptcharakter Tiana aus dem Film, sondern ganz nah dran war das Wiener Publikum an Cassandra Steen. Es war eine wahre Freude und ein besonderes Erlebnis ihrer unverwechselbaren Stimme zuzuhören. Willemijn Verkaik fragte sich dann „How does a moment last forever?“ Dieser Titel stammt nicht aus einem Zeichentrickfilm, aber aus der Realverfilmung von „Die Schöne und das Biest“ mit Emma Watson. Anton und Willemijn gaben dann das allseits bekannte titelgebende Lied zum Besten, bei dem es am Ende sogar für Willemijn einen Handkuss von Anton gab. Auch „Arielle“ ist ein beliebter Zeichentrickfilm und Milica schlüpfte bei „Ein Mensch zu sein“ in die etwas wehmütige Meerjungfrau, die so gerne anders wäre. Redlich, passend im roten Hemd, tobte als Krabbe Sebastian (die ja im Film ebenfalls rot ist) bei „Unter dem Meer“ über die Bühne, während Cassandra Steen bei „Arme Seelen in Not“ auch eine andere Seite von sich zeigte, da der Song ja von der bösen Hexe gesungen wird. Dann war das Orchester mit der Suite aus dem Pixar Film „Oben“ gefordert. Im Hintergrund wurde der Film im Zeitraffer abgespielt und plötzlich gab es auch für das Saalpublikum große Ballons von allen Seiten, die begeistert hin und hergeworfen wurden. Einige Zuschauer sicherten sich diese sogar während der Pause bei der Garderobe, um sich dieses spezielle Andenken mit nachhause zu nehmen. Als special guest wurde dann Brian Hull angekündigt Manchen mag er vielleicht nichts gesagt haben, aber nach seiner Einlage wird man ihn sicher gegoogelt haben, um weiteres über ihn zu erfahren. Er ist ein Youtuber und Synchronsprecher aus Los Angeles und begeistert durch seine Vielzahl an Stimmimitationen. Moderator Köppen wollte dann Hulls Spontanität testen und ließ das Publikum Namen von Disneyfiguren rufen – Donald Duck, Micky und Minnie Maus waren für Hull kein Problem. Das eigentliche Highlight war aber der Song „Friend like me“ aus „Aladdin“. Hull sang den ganzen Titel und wechselte im Sekundentakt den Charakter, der synchron zum Gesang auf der Leinwand gezeigt wurde. Das Publikum war fasziniert von seinem unglaublichen Talent, dass Sebastian, die Krabbe aus „Arielle“, Tigger und Winnie Puh, Pumbaa aus der „König der Löwen“, Schneewittchen oder Figuren aus der „Monster AG“ und „Die Schöne und das Biest“ stimmlich lebendig werden ließ. Vor der Pause konnte man noch den „König der Löwen“ in action erleben. Besonders herzig Milica Jovanovic, als sie den kleinen Simba bei „Ich will jetzt gleich König sein mit kindlicher Stimme imitierte und am Ende ein „Roar“ erklingen ließ. Ganz viel Liebe in der Luft war dann dank Lars Redlichs Version von „Can you feel the love tonight“ zu spüren. Von allen gemeinsam samt Steen und Hull wurde dann das Finale vor der Pause mit „Der ewige Kreis“ bestritten.

Nach der Pause wurde mit „Vaiana“ begonnen und Jovanovic verbreitete bei ihrem kraftvollen „Ich bin bereit“ Südseefeeling. „Wir kennen den Weg“ waren sich die drei Herren einig und überraschten mit bunten Hawaiihemden. Nach der bereits eingangs erwähnten Dschungelpublikumsanimation kam Anton Zetterholms großer Auftritt bei Tarzan „Fremde wie ich“. Vor allem für die, die ihn vielleicht noch nie in der Rolle erleben konnten, war das ein schöner Moment. Alle zusammen gaben sie dann bei „Krach im Lager“ die Affenbande und am Ende regnete es sogar Luftschlangen. Mit „Reflection“ aus „Mulan“ entführte Cassandra Steen mit ihre Stimme in eine Traumwelt, aus der man gar nicht mehr aufwachen wollte. Dann folgte mit „Fantillusions“ ein „Solo“ Auftritt des Orchesters und im Hintergrund wurden diverse Eindrücke aus Disneyland gezeigt. Wer noch nie dort gewesen ist, bekam sicher Lust dazu. Als kesses Frauenduo präsentierten sich dann Jovanovic und Verkaik bei „Ich will keinen Mann“ aus „Hercules“. Köppen übte dann das „Saallichtermeer“ und bereitete das Publikum auf seinen Einsatz vor. „Ich hab nen Traum“ wurde von Leadsänger Redlich sehr spritzig dargeboten. Unterstützt wurde er u.a. auch mit humoriger Choreo von Milica, Willemijn und Anton. Dann folgte das Lichtermeer hunderter Handys und „Endlich sehe ich das Licht“ von Jovanovic und Zetterholm wurde so sehr stimmungsvoll untermalt. Nach Köppens „wir nähern uns dem Schluss“ waren eindeutige Buh-Rufe zu hören. Aber natürlich fehlte der erfolgreichste Disneyfilm der letzten Jahre, der auch gut zum Winter passte, „Die Eiskönigin – völlig unverfroren“, nicht. Milica schlüpfte sowohl bei „Willst du einen Schneemann bauen“ (im Duett mit Verkaik) und „Zum ersten Mal“ in die Rolle der Anna. Wen Lars Redlich verkörperte war aufgrund von zwei Dingen völlig klar. Einerseits hatte er ein weißes Sakko an, andererseits sang er „Im Sommer“. Er lieh somit Olaf, dem Schneemann gekonnt seine Stimme. Natürlich warteten aber alle gespannt auf die Stimme von Elsa. Verkaik hatte sie ja schon im Film gesungen und nun das Ganze live zu sehen war ein Erlebnis. Ein tolles Solo, bei dem auch noch jede Menge Silber von oben kam. Das Publikum tobte und war begeistert und bekam noch eine besondere Zugabe, nämlich eine Zusammenfassung der schönsten Melodien aus „Fluch der Karibik“. Zu guter Letzt gab es von allen gemeinsam „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“, bei dem sogar der Text für das Publikum zum Mitsingen eingeblendet wurde.

Ein magisches, stimmungsvolles Konzert ging zu Ende, aber ein weiteres Mal kommt bestimmt, denn…

2018 geht es unter dem Motto „Wonderful Worlds“ mit der „Disney in concert“ Tour weiter, bei der es wieder quer durch Deutschland gehen wird, aber auch zwei Stationen in Österreich und eine in der Schweiz stehen am Programm.

Quelle: Andrea Martin

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