Rezension “High Society”: Ein Klassiker

“Da wird man so richtig in eine andere Welt entführt.”, so die Worte eines Zuschauers am 07.03.2018 im LTC Coburg zur Aufführung. Und man muss ihm einfach recht geben. Sofort wurde man von den Darstellern gepackt und mitgezogen, man fühlte sich als Teil der Geschichte und wurde auch teilweise mit einbezogen.

“High Society” ist ein Klassiker und die Musik von Cole Porter macht das Ganze zu einem wahren Schmückstück. Unter der Leitung von Roland Fister in der Inszenierung von Matthias Straub erwachte dieser Klassiker zu neuem Leben und begeisterte das Publikum. Die alten Klassiker sind eben immer noch die Besten, werden aber leider viel zu selten gespielt.

Inhalt (übernommen vom LTC):
Das Musical handelt von der Society-Lady Tracy Samantha Lord, die ihre zweite Hochzeit vorbereitet und dabei versucht, den Reportern der New Yorker Klatschpresse tiefere Einblicke in ihr nicht wirklich einwandfreies Familienleben zu verwehren. Während im Nachbarhaus Ex-Mann Dexter wieder einzieht, erkennt Tracy, dass sie ihren neuen Verlobten eigentlich gar nicht heiraten möchte. Am Ende wird der Ex der Neue und das Happy End ausgiebig gefeiert.

Die Darsteller am 07.03.2018

Tracy Samantha Lord: Anna Gütter
Was für eine Frau! Also beide, Rolle und Darstellerin. Mit Eleganz und Leichtigkeit spielte Anna Gütter die “Sam” und konnte sich so herrlich über ihren Spitznamen aufregen, dass es das Publikum immer wieder freute, wenn er fiel. Ihre Stimme konnte sich in unglaubliche Höhen schwingen und es erschien auch noch so leicht, als wäre es das Einfachste auf der Welt. Diese Dame ist elegant und schön, mit einer unglaublichen Stimme. Perfekt für diese Rolle.

Margaret Lord: Gabriela Künzler
Eine große Frau, stimmlich, darstellerisch und körperlich. Sie passt sehr sehr gut in die Rolle der Margaret Lord. Sie ist elegant und stolz, was man auch in ihrer Stimme hört. Und dann wieder zerbrechlich und klein. All dies kann Gabriela Künzler ohne Probleme darstellen und gewinnt damit das Publikum für sich.

Dinah Lord: Solvejg Schomers
Dieses quietschige und aufgedrehte kleine Wesen nahm jeden sofort gefangen und brachte so richtig herrliches Chaos auf die Bühne. Sie ist die kleine Schwester, die man sich wünscht, weil sie einen so richtig herzhaft zum Lachen bringt mit ihren Einfällen. Solveig Schomers schaffte es, diese Rolle so perfekt darzustellen, dass man sie sich immer wieder auf die Bühne wünschte.

Seth Lord: Thomas Straus
Seine Rolle war eher eine stille, er war selten auf der Bühne, leider. Er belegte seine Rolle mit Eleganz und Würde und verlieh ihr Kraft. Seine stolze Art passte genau in seine Rolle und lebte sie perfekt aus, egal ob in albernen oder in ernsten Momenten.

Onkel Willie: Stephan Mertl
Über ihn lachte man am meisten, doch hatte er auch traurige Momente, bei denen das Publikum genauso mit ihm litt. Ihn haben wir schon des Öfteren gesehen in Coburg und er hat uns nie enttäuscht. Auch diese Rolle erfüllt er mit Perfektion und Liebe.

C. K. Dexter Haven: Simon van Rensburg
Dieser Sunnyboy nahm nicht nur Sams Herz im Sturm gefangen, sondern auch das des Publikums. Mit seinem bezaubernden Akzent und seiner warmen Singstimme schmolzen die Damen nur so dahin. Er schien für die Rolle gemacht zu sein.

Liz Imbrie und Mike Connor: Veronika Hörmann / Dirk Mestmacher
Die beiden Reporter, die sich ihre Liebe nicht eingestehen konnten und etwas Hilfe von der High Society brauchten. Mit ihrem Stepptanz begeistern sie und man wollte immer mehr davon sehen. Sie passten so herrlich wunderbar in ihre Rollen und zogen das Publikum so richtig mit.

George Kittredge: Niklaus Scheibli
Der ungewollte Verlobte, der viel zu steif war. Aber Nikolaus Scheibli passte einfach zu gut in diese Rolle und hauchte ihr Leben ein, Man mochte George Kittregde nicht sonderlich doch tat er einem auch leid.

Zusammen gelang ihnen allen ein herrlicher und unvergesslicher Abend im Landestheater Coburg. Zusammen mit dem Orchester, was sich auf der Bühne befand, entführten sie in die High Society und gaben einen augenzwinkernden Blick auf die oberen Zehntausend. Das Bühnenbild von Gabriele Wasmuth und die Kostüme von Lorena Diaz Stephens taten ihr Übriges dazu und rundeten das Bild perfekt ab. So wurde die Illusion der oberen Zehntausend perfekt.

Wer auch einen solch unvergesslichen Abend erleben möchte, für den sind hier die weiteren Termine:
Di, 13.03.2018 – 19.30
Fr, 16.03.2018 – 19.30
Sa, 31.03.2018 – 19.30
Mi, 04.04.2018 – 19.30
So, 08.04.2018 – 15.00
Sa, 14.04.2018 – 19.30
Sa, 05.05.2018 – 19.30
Mi, 09.05.2018 – 19.30
Fr, 11.05.2018 – 19.30
So, 27.05.2018 – 18.00
So, 03.06.2018 – 15.00
So, 24.06.2018 – 18.00
So, 08.07.2018 – 18.00

Quelle: Christine

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