Eine Mammutgala für die „Kinderhilfe ohne Grenzen“ sorgte für volles Haus in Wiener Neudorf

Kinderhilfe ohne Grenzen ist ein Team von Ärzten, (Adoptiv-) Eltern, Entwicklungshelfern und Idealisten die einfach die Welt ein wenig gerechter gestalten wollen. Ziel des Vereins ist die Unterstützung von benachteiligten Kindern und Waisenkindern. Durch die Konzentration von „Kinderhilfe ohne Grenzen“ auf ausgewählte Projekte und den großen persönlichen Einsatz der Mitarbeiter können schon mit relativ geringen Geldmitteln spürbare Verbesserungen erreicht werden. So wird z.B. diesen Sommer ein Ferienlager für Kinder organisiert oder es werden Heilbehelfe bereitgestellt, wo die Mittel nicht ausreichend sind.

Der Verein zur Unterstützung verlassener Kinder „Kinderhilfe ohne Grenzen“ lud am 8.4.2018 zu einem Benefizabend in den Festsaal des Freizeitzentrums Wr. Neudorf. Bereits im 10. Jahr fand diese Gala statt und Peter Faerber (künstlerischer Leiter und Moderator) hatte es sich zur nicht allzu leichten Aufgabe gemacht die Highlights daraus zusammenzustellen.

Einen fulminanten Einstieg lieferte die Blues Bros. Corporation alias Richard Redl (er war auch mit seiner Firma Event-Corp OG zuständig für die Technik vor Ort) und Roberto Razenberger. Bei drei Songs des legendären Rhythm and Blues Duos „The Blues Brothers“ tobten sie über die Bühne und sorgten für Megastimmung. Die beiden ließen den „Soul Man“ in sich frei und heizten mit „Everybody needs somebody“ und „Gimme some lovin“ ordentlich ein und waren ein guter Opener der Veranstaltung. Peter Faerber rollte auf einem Hoverboard auf die Bühne und nach einer Begrüßung, einem kurzen Überblick auf die Highlights folgte ein Film, wo alle Acts, die nicht teilnehmen konnten Grüße ausrichten ließen. Faerber gab einen Moderator, der mit viel Charme und Witz durch den Abend führte. Moderationskarten waren gestern, er hatte doch tatsächlich ein Tablet dabei.

(c) Andrea Martin

Als nächster Topact trat das Duo Aquarius (Walter und Marlies Holecek) auf. Da für Tücher, Ringe oder Netze als Hilfsmittel die Halle nicht tragfähig genug war, entschied man sich für Bodenakrobatik, die unter der Bezeichnung Adagio-Akrobatik läuft. Die Figuren müssen nicht, wie der Name vielleicht vermuten lässt, langsam ausgeführt werden, bei dieser Darbietung war es aber schon der Fall. Was für den Zuschauer federleicht aussah, war Körperbeherrschung und Vertrauen in den anderen auf höchstem Niveau. Eine spannungsgeladene Musik als Hintergrundbemalung sorgte noch für zusätzliche Effekte. Hier sollen die nachstehenden Bilder für sich sprechen…

(c) Andrea Martin

Albert Tröbinger zeigte Kontaktjonglage der Extraklasse, bei der alle den Atem anhielten. Es handelt sich um eine Objektmanipulation bzw. Jonglage, bei der überwiegend Körperkontakt mit dem jeweiligen Objekt besteht. Wieder sah natürlich alles leichter aus, als es eigentlich ist und es sah fast so aus, als ob er mit den unzähligen Glaskugeln, im Lauf der Nummer wurden es immer mehr, nicht nur spielt, sondern sie fast schon liebkost. Sogar mit verbundenen Augen funktionierte seine Kunst einwandfrei.

(c) Andrea Martin

Dann folgte ein Film der über die Arbeit des Vereins „Kinderhilfe ohne Grenzen“ aufklärte.
Nach einigen kleinen Umbaumaßnahmen auf der Bühne betrat Musicalstar Maya Hakvoort die Bühne. Sie sang nicht etwa ein oder zwei Lieder, nein sie nahm sich gleich eine ganze halbe Stunde Zeit, und gab acht Songs für den guten Zweck zum Besten. Nach dem flotten „Ease on down the road“ aus „The Wiz“ folgte das ruhige „Farbenspiel des Winds“ aus „Pocahontas“ und danach ging auch schon das „Mondlicht“ („Cats“) auf. In Ermangelung eines Bühnenbildes wurden im Hintergrund einfach die Sujets der jeweiligen Stücke eingeblendet, eine schöne Lösung. Eine stimmgewaltige Darbietung lieferte sie mit einem Song aus „Wicked“, bei dem sie sich „Frei und schwerelos“ fühlte. Beim ersten Titel aus „Elisabeth“ wurde ein Duettpartner als Tod benötigt und zur Überraschung aller kam Richard Redl (der ja auch als Musicaldarsteller angefangen hatte) auf die Bühne. Eine sehr ungewöhnliche Paarung, die man so vermutlich nicht mehr so schnell auf der Bühne sehen wird sang dann ein tolles „Wenn ich tanzen will“. Was wäre Maya ohne „Ich gehör nur mir“? Auf jeden Fall in Österreich nicht so bekannt und deshalb durfte auch der Song nicht fehlen. „Let it go“ aus „Die Eiskönigin“ performte sie nicht allein. Sechs zuckersüße Tanzmäuse von loft25 traten mit ihr gemeinsam auf und zeigten ihren Elsatanz. Als allerletzte Nummer bekam das Publikum noch „Tomorrow“ aus „Annie zu hören.

(c) Andrea Martin

Marie-Christin Höfler von Top in Heels (Vienna’s First High Heels Academy) zeigte dann mit zwei Kolleginnen, wie man auf hohen Hacken zu Michael Jackson tanzt und auch die kleinen Damen von vorhin durften noch einmal mit auf die Bühne und im Glitzeroutfit mitmachen (natürlich ohne High Heels).

(c) Andrea Martin

Danach hatten sich alle eine Pause verdient, bei der man sich am wunderbaren Buffet (natürlich ging das auch in den Spendenkorb) laben konnte. Auch Tombolalose konnte man erwerben.

Zu Beginn des zweiten Teils gab der Pianist von Flowrag Benjamin Zumpfe zwei Eigenkompositionen zum Besten. Dann sorgte Entertainer Tricky Niki für gute Laune. Wer ihn kennt, weiß, dass er u.a. auch ein Bauchredner ist. Doch er hatte keine Puppe mitgebracht, sondern lieh einer jungen Dame aus dem Publikum seine Stimme, die infolge seiner Darbietung dann auch auf die Bühne kommen musste. Auf sehr humorige Art wollte er dem Publikum einen kleinen Taschentuchzaubertrick beibringen, bei dem er aber bis zum Schluss den Trumph in seinen eigenen Händen hielt. Tricky Niki’s sympathische Interaktion mit dem Publikum kam gut an, vor allem die Aussagen, die er der jungen Dame in den Mund legte waren schon sehr witzig. Albert Tröbinger durfte dann noch einen weiteren Auftritt hinlegen, bei dem er bewies, dass er durchaus auch einen guten Comedian abgab. Was alles mit Orangen möglich ist, wenn sie sich in der Luft befinden, zeigte er ebenso eindrucksvoll, wie eine kreative Jonglage, bei der er sogar ein freiwilliges Kind aus dem Publikum benötigte. Zu guter Letzt jonglierte er doch tatsächlich einen Apfel, ein rohes Ei und eine Bowlingkugel. Zwischendurch wurde vom Apfel abgebissen, solange bis… als special effekt das Ei in seinem Mund landete und dieses offenbar nicht mehr so gut schmeckte. Tröbinger lieferte beide Male eine tolle Show, der man gerne noch länger zugesehen hätte.

Danach folgte die Verlosung der teuersten Preise der Tombola auf der Bühne, die anderen Preise konnte man sich dann im Anschluss abholen.

(c) Andrea Martin

Als krönender Abschluss traten dann noch die drei Herrn (Florian Ragendorfer, Richard Oliver Gillissen, Benjamin Zumpfe) von Flowrag auf. Vor allem zwei Songs „Helden“ und „Und dann kommt die Musik“ sind auch aus den heimischen Radiosendern sehr bekannt. Neben diesen beiden Titeln interpretierten sie noch „Tag ein, Tag aus“ sowie „Kleine Dinge“. Sehr coole Jungs, die sich laut Information von Peter Faerber, seit kurzem sogar über einen Plattenvertrag freuen dürfen.


Nach knappen 4 Stunden endete die Gala und war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg.

Quelle: Andrea Martin

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