Freiheit und Gefangenschaft – das ist das Motto für die vielfältige Spielzeit 2018/2019 der BühneBaden

„Unterhaltungstheater hat in Baden Tradition und so soll es bleiben“ versprach Intendant Michael Lakner bei der Präsentation der kommenden Spielzeit (Winter 2018, Sommer 2019) im Novomatic Forum in Wien am 18.4.2018.

Lakner bleibt auch im 2. Jahr seiner Intendanz seinem Grundsatz treu, dass jede Saison unter ein bestimmtes Motto gestellt wird. „Einzelgänger und Außenseiter“ war es für die letzte Saison, für die kommende hat man sich für das Wortspiel „Freiheit und Gefangenschaft“ entschieden. Es klingt jetzt vielleicht ein wenig hart gewählt, aber es soll in einigen Stücken auch eine gewissen Portion Ironie und Augenzwinkern vorhanden sein.

Die Spielzeit wird am 20.10.2018 mit der Oper „Fidelio“ eröffnet werden. Claudia Goebl, die Marzelline verkörpern wird, gab mit der Arie „O wär ich schon mit dir vereint“ eine kleine Kostprobe.
Am 17.11. feiert das Familienmusical Premiere. Dieses Mal ist es „Der Zauberlehrling“, frei nach der Ballade von Johann Wolfgang von Goethe. Das Stück stammt von Robert Persché und Andreas Braunental. Es handelt sich wieder um eine Kooperation mit der Grazer Oper, wo das Stück vor zwei Jahren zu sehen war. Nach Baden wird es mit einigen Abstrichen kommen, da die Dimensionen und Gegebenheiten der Bühne etwas anders sind als in Graz. In der Hauptrolle wird Raphael Groß zu sehen sein, der aktuell als Erstbesetzung des Alfred in „Tanz der Vampire“ auf der Bühne des Ronacher steht.
Im Dezember wird die Premiere von „Der Zigeunerbaron“ über die Bühne gehen, u.a. mit Thomas Weinhappel und Sebastian Reinthaller. Das neue Jahr wird mit der Operette „Die geschiedene Frau“ von Viktor Léon am 19.1.2019 eröffnet. Das Ensemble wird angeführt von Matjaž Stopinšek, Maya Boog und Ilia Staple. Ein Stück rund um viele amouröse Verwicklungen, aber Operette sei Dank wird sicher alles gut ausgehen. Auf große Schifffahrt geht es ab dem 23.2.2019 mit dem Musical „Show Boat“. Beppo Binder gibt den Kapitän Andy Hawks, Zelotes E. Toliver den Joe. Thomas Weinhappl wird den Gaylord Ravenal verkörpern, Valerie Luksch seine Gattin Magnolia Hawks-Ravenal. Beide lieferten mit „Stell dir vor, es wäre Liebe“ einen kleinen gesanglichen Einblick.

Ein Stück, das der Intendant schon immer gerne spielen wollte, wird am 12. und 13.4. gezeigt. Es handelt sich um die Operette „Salon Pitzelberger“ von Jacques Offenbach. Der Text wurde von Martin Gesslbauer und Robert Kolar neu übersetzt. Es ist die Badener Erstaufführung u.a. mit Helmut Wallner und als seine Nichte bzw. sein Mündel Alice Waginger.

Mit großem Sprung geht es nun in den Sommer 2019, wo sowohl die Sommerarena, als auch das Stadttheater bespielt wird. Als erste Produktion wird „Der Vogelhändler“ von Carl Zeller zu sehen sein. Mit dabei Verena Scheitz, die sich freut wieder auf einer der ersten Bühne, wo sie musizieren durfte, zurückzukehren. Auch wenn man ihren Namen nicht als erstes mit Operetten in Verbindung bringt, hat sie doch schon jede Menge Erfahrungen auf diesem Gebiet und man darf sich somit auf ihre Baronin Adelaide freuen. Romantisch soll es dann mit der Operette „Zigeunerliebe“ von Franz Lehár ab 13.7.2019 werden. Mit dabei u.a. Christoph Wagner-Trenkwitz und Vincent Schirrmacher. Letzterer war auch bei der Pressekonferenz anwesend. Auf die Frage, ob er irgendeinen Bezug zu dem Komponisten hat meinte er humorig: „Ich weiß es nicht, er liegt mir einfach ganz gut, die Leute hören das gern und so sing ich weiter! Die Musik von Lehár beinhaltet sehr viel Emotionen und die Musik geht besonders durch den Text und die Melodien direkter ins Herz als so manch andere. Für jeden Sänger ist es ein wunderbares Mittel, das Publikum so zu fesseln, es spart viel Arbeit ;).“

Quasi den Herbst im Stadttheater wird das Musical „Kuss der Spinnenfrau“ am 3.8.2018 einläuten. Das Stück steht definitiv nicht dauernd auf irgendwelchen Spielplänen und war zuletzt in Wien 1993-1994 zu sehen. Damals spielte Martin Berger den Valentin, dieses Mal wird er als Molina auf der Badener Bühne zu sehen sein. Ihm zur Seite steht niemand geringerer als Drew Sarich als Molina. Als Aurora, die Spinnenfrau wurde seine Frau Ann Mandrella engagiert und beide freuen sich, endlich wieder einmal gemeinsam auf einer Bühne stehen zu können. Auch Ann ist schon voller Vorfreude, zumal sie jetzt endlich, wie sie selbst sagt, „alt genug“ ist, um diese Rolle spielen zu können. Im Raimundtheater hatte sie das Stück damals noch als Studentin bewundert und jetzt darf sie selbst diese Rolle verkörpern.

Baden plant auch wieder diverse Konzerte wie am 7.10.2018 das Eröffnungskonzert, am 20.12.2018 das Weihnachtskonzert und am 1.1.2019 das Neujahrskonzert. 2019 findet am 2.3. ein Faschingskonzert statt und auch das beliebte Cross Over Konzert, dieses Mal unter dem Motto „Fred Astaire bis Judy Garland“ steht am Spielplan (26., 27.4.2019). Der 15.8.2018 ist dem Musical gewidmet. Es treten die Stars aus „Kuss der Spinnenfrau“ mit einem Musical-Potpourri auf.

Nicht nur die große Bühne wird bespielt werden, es stehen auch viele Veranstaltungen im Max-Reinhardt-Foyer am Spielplan. Und auch eine Zusammenarbeit mit dem Landestheater Niederösterreich wird es wieder geben. Aufgrund der Vielzahl können wir leider nicht alle extra erwähnen, aber ein Blick (oder auch zwei) in den Spielplan der BühneBaden lohnt sich auf jeden Fall, da für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Geschäftsführerin Martina Malzer gab dann noch einen Einblick in die Zahlen der vergangenen Saison bezogen auf Sommer 2017 und die nun abgelaufene Saison (auch wenn die zum Zeitpunkt der Pressekonferenz noch nicht zu 100% abgeschlossen war). Die Gesamtauslastung von Sommer- und Wintersaison liegt bei über 80%, wobei der Sommer mit 88% die Nase vorne hatte. In absoluten Zahlen sieht es wie folgt aus: 78.000 Besucher bei 150 Vorstellungen. Als große Projekte der nahen Zukunft stehen die Sanierung der Sommerarena Baden, genauso wie die Einbindung einer Lüftungsanlage in das Stadttheater am Plan.

Wir freuen uns schon auf unsere Besuche in Baden und werden natürlich wie immer darüber berichten!

Nähere Infos findet man unter: www.buehnebaden.at

Quelle: Andrea Martin

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