Ab Herbst passt der „Bodyguard“ im Wiener Ronacher auf…die VBW luden am 24.4. zur Castpräsentation

Wer kennt nicht den Welthit von Whitney Houston „I will always love you“? Auch der Film „Bodyguard“, für dessen Soundtrack er aufgenommen wurde ist Kult. Kevin Costner und Whitney Houston waren das Traumpaar, das aufgrund unterschiedlicher Stellungen in der Gesellschaft nicht zusammenkommen durfte.

Am 27.9.2018 wird die österreichische Erstaufführung im Ronacher über die Bühne gehen. Aus diesem Grund luden die VBW am 24.4. zur Castpräsentation.

Intendant Christian Struppeck hatte sich zunächst eine kleine Runde bestehend aus Produzent Ralf Kokemüller (Producer und Vorsitzender der Geschäftsführung der BB Group), Frank Thompson (Associate Director) sowie Richard Beadle (Musical Supervision & zusätzliche Vocal Arrangements) zu einem kleinen smalltalk eingeladen.

Von Kokemüller erfuhr man zum Beispiel, dass der Film einfach die perfekten Zutaten für ein Musical hat und dass der allererste Workshop voll überzeugte und erfolgsversprechend war. Das Stück war bisher schon in 11 Ländern zu sehen (UK, Niederlande, Deutschland, USA, Südkorea, Kanada, Italien, Australien, China, Spanien und Frankreich) und wird immer weiterentwickelt und an die Zeit angepasst. Es ist sehr modern, sehr heutig und sehr schnell, auch Social Media wird mit einbezogen.

Frank Thompson, der das Stück bereits neun Mal inszeniert hat, glaubt, dass die Faszination für das Stück daher kommt, dass einfach heutzutage ein großes Interesse am Leben von Stars herrscht. Man will wissen, was sie tun und wie sie auch abseits der Bühne leben und in „Bodyguard“ wird so ein Leben backstage beleuchtet. Es ist schwer die richtige Cast zu finden und es ist auch kein „normales“ Musical, da eigentlich nur zwei Leading Ladies die ganzen Gesangsnummern stemmen und die Männerrollen zum Großteil nur mit Schauspielern besetzt werden.

In einem kleinen Einspielfilm kam auch Regisseurin Thea Sharrock zu Wort. Sie erläuterte, dass es im Hinblick auf den Film schon die ein oder andere Änderung geben wird, so z.B. bei der Rolle des Bad Boys, im Musical „Stalker“ genannt oder den verschiedenen Beziehungen der Hauptakteure untereinander. Natürlich wird es auch jede Menge Choreographien geben, was im Film natürlich nicht möglich war.

Wenn Richard Beadle wüsste, was einen Welthit auszeichnet, dann würde er jeden Tag einen schreiben. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Song eine Geschichte erzählt, dass es eine eingängige Melodie gibt und der Song etwas emotional Ansprechendes enthält. Viele der bekannten Houston Songs wurden für das Musical bearbeitet und auf die Situation im Stück passend gemacht. Auf die Frage, was die Sängerinnen brauchen, um diese Show meistern zu können fällt als erstes das Wort „Durchhaltevermögen“, da bei nur zwei Ladies die ganze Gesangsarbeit liegt.

Bevor wir allerdings zu diesen zwei Leading Ladies kommen, möchten wir die vielen Herren vorstellen, die die Solistenriege anführen:

Peter Windhofer wird Ray Court verkörpern. Der Salzburger ist bekannt aus Film, Fernsehen und Theater. Intendant Christian Struppeck fragte ihn warum es jetzt das Musical sein soll? Windhofer antwortete mit einem verschmitztem Grinsen „ich habe gehört, es gibt im Ronacher einen Tischtennistisch“… (Struppeck bejahte dies). Windhofer will natürlich nicht nur Tischtennis spielen, sondern er sucht in dem neuen Metier eine Herausforderung für sich, auf die er sich schon freut.

100% italienische Power bringt Nicolas Tenerani für die Rolle des Tony Scibelli mit. Aktuell steht er schon im Ronacher als Chagal in „Tanz der Vampire“ auf der Bühne. Er hat sich lang genug um seine Tochter (Sarah aus „Tanz der Vampire“ ist gemeint) gekümmert, jetzt darf er einen weltbekannten Popstar unterstützen und in diesem Charakter viel Herz zeigen.

Der Bad Boy alias der Stalker wird von Maximilian Ortner gespielt werden. Auch er ist schon gespannt auf die Produktion, sieht die Rolle des Psychopathen als große Herausforderung, da er durch’s ganze Stück geistert und nur wenig greifbar ist.

Andreas Kammerzelt wird mit seiner imposanten Erscheinung und seiner Stimme dem PR Berater Sy Spector einen eigenen Charakter verleihen. Man hat ihn aufgrund seiner Synchronisationstätigkeit schon öfters wo gehört, jetzt bekommt man auf der Bühne des Ronachers die Möglichkeit das Gesicht zur Stimme (auch die Saalsansage stammt von ihm ) zu sehen.

Martin Muliar sah man zuletzt in „Mamma Mia!“ im Raimundtheater. Dort hatte er sich in das Musical und die Verbundenheit innerhalb des Ensembles verliebt und möchte dies alles gerne nochmals erleben. Er wird in die Rolle des Bill Devaney, Rachels Schutzengel, schlüpfen.

Eine großartige Sängerin, die die Nicki Marron, die Schwester des Hauptcharakters Rachel verkörpern wird, muss man gar nicht mehr großartig vorstellen. Ihr Name steht für sich in der Musicalszene und garantiert große Stimme und eine wunderbare Frau – Ana Milva Gomes. In Wien ist sie schon lang keine Unbekannte mehr. „Sister Act“, „Mamma Mia“, „Mozart!“, „Ghost-Nachricht von Sam“ waren nur einige Stücke, mit denen sie das Publikum in Österreich begeistern konnte. Mit ihrer Kollegin Patricia Meeden verbindet sie eine jahrelange Freundschaft, ja fast schon schwesterliche Beziehung. Gomes ist ein großes Whitney Houston Fan, allerdings stellt sie gleich von Anfang an klar, dass das Publikum keine zweite Whitney erwarten darf, beide Sängerinnen werden sich den großen Songs auf ihre Art und Weise nähern und ihre eigene Version daraus machen.

In der Titelrolle des Bodyguards (Frank Farmer) wird der deutsche Schauspieler Jo Weil zu sehen sein. Er ist ein mehrfach ausgezeichneter Serienstar und u.a. bekannt für sein Mitwirken in „Verbotene Liebe“. Neben TV Auftritten spielte er auch schon in Filmen mit und ist auch auf vielen Schauspielbühnen beheimatet. Warum Musical? Weil ist ein bekennender Musicalfan und wollte das schon immer einmal machen. Er gibt aber zu, dass sein Gesangstalent überschaubar ist und es nur wenige Musicals gibt, wo die männliche Rollen wenig zu singen haben. Mit Frank Farmer hat er das große Los gezogen, auch wenn dieser einmal singen muss. „Das kriegen wir schon hin“ meinte er locker, man wird sich davon ab Herbst selbst davon überzeugen können.

Patricia Meeden gibt ihr Bühnendebüt in Wien, hat aber schon einmal für ein paar Monate, aufgrund eines Engagements in Amstetten, in Wien gewohnt. In Musicaldarstellerkreisen gilt es als Ritterschlag, wenn man in Wien spielen darf und sie ist froh darüber, dass sie nun auch hier erstmalig auftreten kann. Für sie ist die Rolle der Rachel Marron die Rolle ihres Lebens. Sie hat diese bereits in Köln bei der deutschsprachigen Erstaufführung verkörpert und kann sich mit den Houstonsongs gut identifizieren. Meeden wird sich mit ihrem sehr offenen, herzlichen Wesen und einem Dauerstrahlen im Gesicht sicher bald in die Herzen des Wiener Publikums gespielt haben.

Bei der Pressekonferenz gab es dann auch noch einen kleinen musikalischen Vorgeschmack. Meeden interpretierte sehr beeindruckend „Greatest love of all“ und man bekam einen guten Eindruck, welche Stimmgewalt man von ihr zu erwarten hat. Ein Duett der beiden Leading Ladies Meeden und Gomes mit „Run to you“ wurde der Presse auch nicht vorenthalten. Die tiefe Verbundenheit der beiden Sängerinnen war im Raum zu spüren und man darf auf das Zusammenspiel der beiden auf der Bühne gespannt sein.

Hier haben wir zwei kleine Ausschnitte aus der Pressekonferenz zusammengestellt:

Weitere Informationen zum Stück, Ticketerwerb und Co unter:

https://www.musicalvienna.at/de/spielplan-und-tickets/spielplan/production/784/Bodyguard-Das-Musical/calendar

Quelle: Andrea Martin

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