Wer ist …Jaqueline Bergrós Reinhold?

Jaqueline Bergrós Reinhold spielt in der aktuellen Saison am Landestheater Salzburg die Rolle des Jules in der deutschsprachigen Fassung von „Kick it like Beckham“. Wir haben uns gefragt, wer sich hinter dem Energiebündel versteckt und die Musicaldarstellerin hat uns jede Menge Fragen beantwortet.

Unseren LeserInnen möchte sich Jaqueline gerne kurz selbst vorstellen:
„Hallo, ich bin Jaqueline Bergrós Reinhold, 27 Jahre alt und komme aus Egelsbach in Hessen. Ich wurde in Frankfurt am Main geboren und bin halb-Isländerin und halb-Libanesin.“

Wenn sie sich mit einem Werbeslogan bewerben müsste, dann würde dieser wie folgt lauten: „Herzliches Powerpaket aus Hessen legt los, mit Jaqueline Bergrós Reinhold, wird’s groß.“

Bergrós Reinhold absolvierte ihr Studium Musical/Show an der Universität der Künste (UdK) in Berlin. Vor ihrem Studium hatte sie im jungen Staatstheater in Wiesbaden schon die Möglichkeit viele Rollen in Musicals zu spielen. So war sie u.a. in „Rent“, „Copacabana“, „Baby“, „Anything goes“ oder „Nonnsens“ zu sehen. Auch London stand bei ihr vor Berlin hoch im Kurs, nämlich als sie drei Wochen lang an der GSA (Guildford School of Acting) Sommerkurse in Tanz und Musicaltheater belegte. Fortbildung ist für die Künstlerin wichtig, zuletzt hat sie an einem tollen Gesangsworkshop von Marc Bollmeyer in Hamburg teilgenommen, regelmäßiger Gesangsunterricht steht ebenso am Programm wie der Gang ins Fitnessstudio. Sie versucht eben immer am Ball zu bleiben.

Das Stichwort könnte nicht besser sein … „Ball“ führt uns schon zum nächsten Thema, nämlich „Kick it like Beckham“. Den Film kannte Jaqueline nicht, das erste Mal sah sie ihn vor dem Casting in Salzburg. Professionell kann sie Fußball nicht spielen, sie ist aber dennoch eine ganz sportliche, kommt ursprünglich aus dem Leistungsturnen und hat Kickerfahrung nur beim Spiel mit Freunden zum Spaß. Die Darstellerin empfindet es als eine große Herausforderung die beiden Elemente Fußball und Tanz unter einen Hut zu bekommen und bewunderte die Choreographen Kate Watson und Joseph Vesley, da es für die beiden keine große Herausforderung zu sein schien beides zu kombinieren. „Meine Fußballkolleginnen und ich hatten das große Glück ein paar Trainings mit einem Trainer von der Salzburger Red Bull Akademie zu bekommen. Zuletzt durften wir sogar bei einem Training der Landesauswahl U16 teilnehmen. Das hat richtig viel Spaß gemacht. Die Mädels der U16 sind richtig gut.“

War das Fußballspielen das Außergewöhnlichste, das Jaqueline Bergrós Reinhold je gemacht hat oder gibt es noch etwas Ungewöhnlicheres? „Ich glaube parallel zu den Proben noch Fußballtraining zu haben ist schon sehr außergewöhnlich. Auf der anderen Seite finde ich es extrem toll einen Profi an die Seite gestellt zu bekommen, der uns Tipps gibt und uns trainiert. Am Ende auf der Bühne abwechselnd Fußball zu spielen und zu Tanzen und dann dazu noch solistisch zu singen ist das Außergewöhnlichste was ich bis jetzt auf der Bühne selbst gemacht habe. Ich freue mich aber sehr über diese Herausforderungen und habe auch an der Aufgabe viel Spaß.

In dem Stück geht es auch um die indische Kultur. Da viele damit gar nicht vertraut waren, gab es im Lauf der Proben auch einiges über die Themen Tradition, Kultur, Hochzeit und Familie zu erfahren.

Jess würde ja gern einmal David Beckham kennenlernen. Wie würde sich Jaqueline Bergrós Reinhold entscheiden, wenn sie vor die Wahl gestellt werden würde – David Beckham oder doch lieber seine Frau Victoria? „Wow, das ist eine gute Frage. Ich glaube ich würde tatsächlich gern beide kennenlernen. David Beckham ist einfach eine Legende und das nicht nur im Fußball. Er hat sportlich eine unglaubliche Karriere hingelegt, ist Model, Stil-Ikone und das hat er sicher auch dem Einfluss seiner erfolgreichen Frau zu verdanken. Victoria war Popstar bei den Spice Girls, ist Designerin und Model. Beide sind extrem erfolgreich, seit Ewigkeiten zusammen und haben eine Familie. Ich finde das schon sehr bewundernswert.“

Bei den Beckham’s kann sie sich nicht so ganz entscheiden, ob sie gerne jemand anderen treffen würde, der vielleicht sogar ein Vorbild für sie ist? Ein Idol hat Jaqueline nicht, sie lässt sich aber gerne von Kollegen und Menschen in ihrem Leben inspirieren und sie findet es toll, dass alle einzigartig und ganz unterschiedlich sind.

Keira Knightley, diente als Vorlage für Jules, da sie diese Rolle im Film verkörperte. Wie schwierig ist das, wenn man sich mit so einem großen Namen messen muss? „Keira Knightley ist eine fantastische Schauspielerin. Ich finde sie hat eine tolle „Jules“ im Film gespielt. Ich versuche in dieser Produktion meine eigene Jules zu finden. Für mich dient der Film tatsächlich als Idee weniger als eine Vorlage.

Während manchen Engagements sieht man außer Hotel und Theater nicht viel. Wie sieht es mit Jaqueline Bergrós Reinhold und Salzburg aus? Bis vor kurzem hatte sie tatsächlich nicht viel mehr gesehen als Bahnhof und Theater, das war bei einem kurzen Besuch für ein Vorsingen. Der Vorsatz wiederzukommen konnte glücklicherweise umgesetzt werden. Jaqueline Bergrós Reinhold ist vor Ort viel mit dem Fahrrad unterwegs, nicht nur zur Probebühne und ins Theater ist das Rad ihr treuer fahrbarer Untersatz. Aber auch sonst konnte sie sich schon einiges in der Stadt wie die Festung Hohensalzburg, das Mozarthaus, den Mirabellgarten ansehen. Zum Zeitpunkt des Gesprächs stand die Bezwingung des Untersberges noch aus (Anm. wir sind uns sicher, dass das mittlerweile auch schon passiert ist). Ausflüge in die Umgebung wie an den Wolfgang- oder den Fuschlsee standen auch am Programm. Viele Unternehmungen werden auch gemeinsam mit Kollegen gemacht, die ihr gern die Umgebung zeigen bzw. gemeinsam diese erkunden.

Die Musicaldarstellerin ist in Berlin zuhause. In diesem Beruf muss man aber doch sehr flexibel sein und ist mitunter längere Zeit nicht zuhause anzutreffen. Gibt es ein Rezept, damit sich Jaqueline auch woanders zuhause fühlt? „Wenn ich für eine längere Zeit unterwegs bin, so wie jetzt in Salzburg, dann nehme ich gern Dinge mit, die mich an zuhause und meine Liebsten erinnern. Zugegeben meistens etwas zu viel. Hier kommen meine Top 5 – Dinge, ohne die ich mich an einem anderen Ort nicht so zuhause fühlen würde:

  1. Fotos
  2. Baby Gesa (kleines Pflänzchen)
  3. Nachttischlampe
  4. Eigene Bettwäsche (Bezug, Kuscheldecke und Kissen)
  5. Bademantel und Hausschuhe

Jaqueline liebt ihren Beruf, am meisten Spaß macht es ihr auf der Bühne zu stehen, zu spielen, zu singen, zu tanzen und Geschichten zu erzählen. „Ich finde es toll, dass im Theater die unterschiedlichsten Menschen zusammen kommen, die sich in ihrem Leben vielleicht nie begegnet wären, und ein paar Stunden zusammen mit uns Darstellern in die unterschiedlichsten Welten eintauchen.“

Unsere finale Frage haben wir natürlich auch Jaqueline gestellt, nämlich mit welchen drei Emojis sie sich beschreiben würde:

Vielen Dank an Jaqueline Bergrós Reinhold und noch weiterhin ganz viele tolle Erfahrungen auf den diversen Bühnen!

(c) Andrea Martin

Quelle: Andrea Martin

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